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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Quittenbaums Frühjahrsauktionen bieten eine breite Auswahl an Design und Murano-Glas

Moderner Minimalismus



Gino Sarfatti, Stehleuchte „1063“, 1953/54

Gino Sarfatti, Stehleuchte „1063“, 1953/54

Eigentlich wollte der Italiener Gino Sarfatti Luft- und Raumfahrttechniker werden. Diesen Traum musste er jedoch aus finanziellen Gründen aufgeben. Als er stattdessen in Mailand als Verkäufer für Glaswaren arbeitete, lernte er Franco Albini und Lucio Fontana kennen, die ihn dazu inspirierten, eigene Entwürfe anzufertigen. So gründete er 1939 seine eigene Firma „Arteluce S.A.A.L.“, deren Leuchten vor allem in den 1950er Jahren Trends setzten. Sarfatti war einer der Ersten, die Halogenleuchten im Wohnbereich einsetzten und Plexiglas benutzten. Eine seiner strengsten Ideen ist nun beim Auktionshaus Quittenbaum im Angebot. Die Stehleuchte mit der Modellnummer „1063“ von 1953/54 besteht lediglich aus einer vertikalen, schmalen und 2,16 Meter hohen Leuchtstoffröhre und besticht durch ihr minimalistisches elegantes Design. Sie hat es auf das Cover des Katalogs geschafft und ist für 14.000 bis 18.000 Euro zu haben.


Italienisches Design

Mit dem italienischen Design beginnt am 21. Februar der dreitätige Versteigerungsreigen bei Quittenbaum in München. Zwei weitere interessante Leuchten listet der Katalog von Nanda Vigo und Giuseppe Ravasio. Vigos Stehlampe „Golden Gate“ von 1970 setzt sich aus einem Stahl- und einem Aluminiumrohr zusammen. Beide Rohre sind verchromt und bilden einen auskragenden Bogen über dem Nutzer (Taxe 7.500 bis 8.000 EUR). Die Ravasio zugeschriebene Tischleuchte von 1972 lässt eine Plexiglasscheibe hochkant aufragen, auf der diagonal Tropfen angeordnet sind. Diese leuchten rosa- bis lilafarben und werfen ihre Schatten an die Wand (Taxe 4.500 bis 5.000 EUR). Um ein speziell angefertigtes Unikat handelt es sich bei der Stereoanlage von Alessandro Mendini. Mit dem Treppenaufgang sowie dem Giebeldach aus schwarz lackiertem Holz erinnern die beiden Boxen und die zentrale Technikeinheit mit Geräten von Philips an kleine Tempel (Taxe 3.000 bis 3.300 EUR).

Im Bereich der Möbel ist ein Sofatisch der 1950er Jahre von Fontana Arte zu nennen. Dieser besitzt eine schlichte Glasplatte, die auf vier Messingfüßen ruht. Bei ihnen schwarz lackierte und goldene Teile einen auffallenden Kontrast (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR). Um 1960 fertigte Marco Zanuso seinen Schreibtisch aus Rüsterholz und farbloser Glasplatte, die von den x-förmigen Holzbeinen gehalten wird (Taxe 6.000 bis 7.000 EUR). Besonders kreativ ist der „Tube Chair“ von Joe Colombo aus dem Jahr 1969. Die vier unterschiedlich großen Rollen aus weißem PVC mit braunem Textilbezug lassen sich mit Stahlmanschetten zu einem variablen Sessel zusammensetzen (Taxe 3.500 bis 3.800 EUR). Kuschelig wirkt dagegen Gaetano Pesces gleichartiger Sessel „Donna“ mit seinen weiblichen Rundungen und dem rot-sandfarben gestreiften Bezug. Der dazu passende kugelrunde Ottoman ist in der Bewertung von 2.200 bis 2.500 Euro inbegriffen. Bruno Munari offeriert sein postmodernes Schuhputzregal „Su e giu“ von 1989. Dunkelblaue und graue Metallstäbe bilden das Treppengerüst, auf dem die grün, schwarz und gelb lackierten Holzplatten liegen. Für 2.300 bis 2.500 Euro ist dieses besondere Stück samt Polierbürste zu haben.

Design

Das Highlight der Design-Auktion am 22. Februar bildet ein Set aus drei Stühlen und einem Tisch des Deutschen Günter Beltzig. Beltzig bewegt sich mit diesem gewagten Design aus orangerotem fiberglasverstärktem Polyester auf dem schmalen Grat zwischen Gebrauchsgegenstand und Skulptur. In ihrer Form erinnern die Stühle, von denen nur rund 30 Exemplare hergestellt wurden, sowohl an eine menschliche Figur als auch an einen Blütenstempel. Einspielen soll der ergonomische Entwurf „Floris“ von 1967 stolze 30.000 bis 40.000 Euro. Ebenfalls im Angebot sind die zwei Armlehnsessel „H 269“ des tschechischen Möbeldesigners Jindrich Halabala. Das gemütliche Paar aus dunklem Buchenbugholz und neuem grauem Textilbezug stammt aus den 1930/40er Jahren und soll 3.200 bis 4.000 Euro kosten. Wer die Eleganz des Art Déco bevorzugt, wird sich mit dem Armlehnstuhl, der Bank und dem quadratischen Tisch „Blue“ von 1929 anfreunden, die der finnische Architekten Eliel Saarinen für die Cranbrook Academy in Detroit entwarf (Taxe 700 bis 900 EUR).

Um 1904 entstand die Garderobe „Nr. 6“ der Gebrüder Thonet. Das elegante Jugendstil-Möbel aus Buchenbugholz und taubenblau lackiertem Stahlblech soll es auf 1.200 bis 1.400 Euro bringen. Wer es lieber kantig mag, sollte zu dem Tisch und den beiden Stühlen in Eichenholzlook des Niederländers Bas van Pelt aus den 1920/30er Jahren greifen, die den modernistischen Vorstellungen des Bauhauses folgen (Taxe 800 bis 1.200 EUR). Verliebt in das Rechteck gibt sich auch der „Ulmer Hocker“, den Max Bill, Hans Gugelot und Paul Hildinger in den 1950er Jahren an der Hochschule für Gestaltung in Ulm schufen. Für die Variante mit Fußteil aus Fichten- und Buchenholz von 1955/56 sind 2.500 bis 3.500 Euro veranschlagt. Auch der allseits beliebte Schaukelstuhl „Plastic Side chair on Rocking Base“ von Charles Eames liegt mit dunkelgrauer Sitzschale und seinen Holzkufen schon für 500 bis 600 Euro bereit. Eames ist zudem noch für den welligen Paravent „Folding Screen“ von 1946 mit Eschenholzfurnier verantwortlich (Taxe 1.000 bis 1.200 EUR).

Einen surrealen Zug bringt Meret Oppenheims Beistelltisch „Traccia“ von 1936/71 mit seinen staksigen Vogelbeinen ins Spiel (Taxe 2.200 bis 2.500 EUR). Der brasilianische Architekt Oscar Niemeyer ist mit der Liege „Rio“ um 1970 vertreten. Die spannende Schaukelkonstruktion besteht aus gebogenem schwarz lackiertem Schichtholz, auf dem das ebenfalls schwarze Lederpolster ruht (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR). Von Bodil Kjaer stammt ein schlichter Schreibtisch aus einer dunkelbraunen Holzkastenkonstruktion und einem verchromten Vierkantstahlgestell. Als Teil der einzigen Möbelserie, die Kjaer in den späten 1950er Jahren entwarf, kam er in zwei James Bond-Filmen zum Einsatz. Bereits im vergangenen September hatte Quittenbaum dieses Stück zusammen mit einem Rollcontainer und einem Aktenschrank im Angebot. Bis auf 23.000 Euro konnte damals der Preis gehoben werden. Für den Schreibtisch allein sind nun 12.000 bis 15.000 Euro vorgesehen.

Glas aus Murano

Den dritten Teil der Frühjahrsauktionen bei Quittenbaum bilden die Glasarbeiten aus Murano. Besonders die Vasen in den verschiedenen Farben und Formen stechen hier hervor, etwa das Modell „Battuto“ von Carlo Scarpa von 1940 in leicht asymmetrischer Ausprägung und hammerschlagartigem Schliff. Das kobaltblaue Objekt soll zwischen 6.000 und 8.000 Euro kosten. Vergleichbar ging Scarpa bei der Oberfläche einer höheren schlanken Balusterform aus bernsteinfarbenem Glas vor; der Schliff ist hier aber eher horizontal ausgerichtet (Taxe 12.000 bis 16.000 EUR). Eine andere Gestalt nimmt die Vase „Marito e Moglie“ des bekannten Architekten und Designers Ettore Sottsass an. Zwei zylindrische Gefäße in Bernsteinfarben und Dunkelviolett hat er 2003 in eine quadratische Basis aus dunklem geädertem Marmor gesteckt (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR).

Für alle Liebhaber des Bunten gibt es die Vase „Stellato“ von Pollio Perelda aus der Mitte der 1950er Jahre. Geschmückt ist das Glas mit aufgelegten Sternmurrinen in den verschiedensten Farben (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR). Ruhig und großflächig geht dagegen Flavio Poli um 1954 bei seiner Vase „Valva“ in flacher Muschelform sowie violetter und blassroter Farbzone vor (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR). Von besonderer Pracht ist eine große Vase in abgeflachter Ovalform von Lino Tagliapietra. Auf den farblosen Glasgrund legt sich ein feines Fadengeflecht in Blau, Weiß und Grau, das einen beeindruckenden Effekt erzielt (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Eine ebenso ausgefallene Oberflächenwirkung besitzt die kleine Elefantenfigur von 1929 in tiefviolettem Glas mit aufgeschmolzener goldener Metallfolie aus dem Hause Cappellin. Die roten Augen und Stoßzähne bilden zu dem dunklen Gold einen schönen Kontrast (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR).

Die Auktion „Italienisches Design“ beginnt am 21. Februar um 15 Uhr. Am 22. Februar folgt zur gleichen Uhrzeit das „Design“, am 23. Februar das „Murano Glas“. Die Vorbesichtigung läuft vom 16. bis zum 20. Februar wochentags von 10 bis 18 Uhr, am Wochenende von 13 bis 17 Uhr.

Kontakt:

Quittenbaum Kunstauktionen

Theresienstraße 60

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 27 37 02 10

Telefax:+49 (089) 27 37 02 122

E-Mail: info@quittenbaum.de



16.02.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Maren Janka Hopp

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21.02.2017, Italienisches Design - Design - Murano Glas

Bei:


Quittenbaum Kunstauktionen

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Carlo Scarpa, Vase „Battuto“, 1940
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Kunstwerk:

Alessandro Mendini, Stereoanlage, um 1986
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Gaetano Pesce, Sessel „Donna – UP 5“ und Ottoman „UP 6“, 1969
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Nanda Vigo, Stehlampe „Golden Gate“, 1970
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Bruno Munari, Schuhputzregal „Su e giu“, 1989
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Garderobe Nr.6, Thonet, Wien um 1904
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Bas van Pelt, Tisch und zwei Stühle, 1920/30er Jahre
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Bodil Kjaer, Schreibtisch, um 1959

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Taxe: 12.000 - 15.000 EURO

Zuschlag: 13.000,- EURO

Losnummer: 454

Nanda Vigo, Stehlampe „Golden Gate“, 1970

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Taxe: 7.500 - 8.000 EURO

Losnummer: 166

Eliel Saarinen, Bank, Armlehnstuhl und Tisch „Blue“, 1929

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Taxe: 700 - 900 EURO

Zuschlag: 850,- EURO

Losnummer: 263

Günter Beltzig, Drei Stühle und Tisch „Floris“, 1967

Günter Beltzig, Drei Stühle und Tisch „Floris“, 1967

Taxe: 30.000 - 40.000 EURO

Zuschlag: 32.000,- EURO

Losnummer: 514

Jindrich Halabala, Zwei Armlehnsessel „H 269“, 1930/40er Jahre

Jindrich Halabala, Zwei Armlehnsessel „H 269“, 1930/40er Jahre

Taxe: 3.200 - 4.000 EURO

Zuschlag: 2.750,- EURO

Losnummer: 267

Joe Colombo, Sessel „Tube Chair“, 1969

Joe Colombo, Sessel „Tube Chair“, 1969

Taxe: 3.500 - 3.800 EURO

Zuschlag: 4.000,- EURO

Losnummer: 136

Charles Eames, Plastic Side chair on Rocking Base, 1950/53

Charles Eames, Plastic Side chair on Rocking Base, 1950/53

Taxe: 500 - 600 EURO

Zuschlag: 500,- EURO

Losnummer: 335

Max Bill, Hans Gugelot und Paul Hildinger, Ulmer Hocker (Variante mit Fußteil), 1955/56

Max Bill, Hans Gugelot und Paul Hildinger, Ulmer Hocker (Variante mit Fußteil), 1955/56

Taxe: 2.500 - 3.500 EURO

Losnummer: 391

Carlo Scarpa, Vase „Battuto“, um 1940

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Taxe: 12.000 - 16.000 EURO

Zuschlag: 12.000,- EURO

Losnummer: 611

Meret Oppenheim, Beistelltisch „Traccia“, 1936

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Taxe: 2.200 - 2.500 EURO

Zuschlag: 3.300,- EURO

Losnummer: 559

Garderobe Nr.6, Thonet, Wien um 1904

Garderobe Nr.6, Thonet, Wien um 1904

Taxe: 1.200 - 1.400 EURO

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Marco Zanuso, Schreibtisch, um 1960

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Taxe: 6.000 - 7.000 EURO

Zuschlag: 4.500,- EURO

Losnummer: 116

Giuseppe Ravasio zugeschrieben, Tischleuchte, 1972

Giuseppe Ravasio zugeschrieben, Tischleuchte, 1972

Taxe: 4.500 - 5.000 EURO

Losnummer: 183




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