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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Bei der Auktion zur europäischen Malerei des 19. Jahrhunderts bei Sotheby’s in London gaben sich die Kunden wählerisch

Einsames Haus am See



Harald Sohlberg, Aus Værvågen. Die Hütte des Fischers, 1921

Harald Sohlberg, Aus Værvågen. Die Hütte des Fischers, 1921

Der norwegische Maler Harald Sohlberg lieferte für die Auktion mit europäischer Kunst des 19. Jahrhunderts bei Sotheby’s in London das Spitzenobjekt. „Aus Værvågen. Die Hütte des Fischers“ von 1921 markiert den Höhepunkt seiner neoromantischen Landschaftsmalerei. Fast verloren erscheint die kleine Fischerhütte am See vor einer weiten Berglandschaft, die sich vor dem tiefgelb leuchtenden Abendhimmel abzeichnet. Erst bei 1 Million Pfund wollte der Hammer aufs Pult schlagen; angedacht waren 600.000 bis 800.000 Pfund. Nun steht die stimmungsvolle Naturschilderung an der Spitze der teuersten Kunstwerke Sohlbergs. Einen ähnlich hohen Wert erhoffte man sich von den farbenprächtigen Wellen an den Klippen der Cabo de San Antonio in Jávea, doch die „Ninos banandose entre rocas, Jávea“ des Spaniers Joaquín Sorolla y Bastida fanden bei 800.000 bis 1,2 Millionen Pfund keinen Abnehmer. Hier war die Formauflösung wohl doch zu weit fortgeschritten. Insgesamt verlief die Auktion mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von 58,6 Prozent jedoch recht erfreulich.


Ebenfalls aus Spanien stammt der Genremaler José Gallegos y Arnosa. „Im Harem“ aus dem Jahr 1884 entstand in Rom, wo er sich seit 1881 für längere Zeit aufhielt. Am liebsten verewigte er dort Volks- und Straßenszenen. Wohl von einer seiner früheren Reisen nach Marokko ist das Gemälde mit den zahlreichen teilweise unbekleideten Damen eines Harems inspiriert. Sie sitzen, liegen oder stehen auf einem großen Teppich, während ein Mann links im Bild sie bewacht. Von 15.000 bis 25.000 Pfund konnte sich die Arbeit auf 55.000 Pfund steigern. Mit seiner Vorliebe für Wege und Straßen versetzt Jean-Baptiste Camille Corot den Betrachter in die Außenwelt. In „Crécy-en-Brie – Route dans la campagne“ fängt er den sonnigen Landschaftsweg so natürlich ein, dass die Vermutung nahe liegt, er habe nach einer plein air-Skizze gearbeitet. Die Szene im Freien brachte es auf 100.000 Pfund (Taxe 80.000 bis 100.000 GBP). Diesen Betrag gab es zudem für Corots deutlich düstere Waldansicht „Ville d’Avray. Paysans causant sur le chemin longeant l’étang“, bei der die kleinen Figuren in dem Dickicht aus moosgrünen Pinselstrichen nahezu gefangen scheinen (Taxe 60.000 bis 80.000 GBP).

Nicht an den Mann gebracht werden konnte die dynamische Strandszene mit zwei Reitern Max Liebermanns. Sein Lieblingsmotiv wurde bei 400.000 bis 600.000 Pfund verschmäht. Erfolgreicher lief es für die „Fünf Enten“ Alexander Koesters. Mit einem Zuschlag von 120.000 Pfund konnten die Wasservögel mit ihren effektvollen Lichtreflexen an die heute sonst nicht mehr übliche Wertvorstellungen anknüpfen (Taxe 30.000 bis 50.000 GBP). Auch von den niederländischen Nachbarn bot die Offerte einige Malereien an, etwa die „Kerkgracht in Leiden“ von Cornelis Springer aus dem Jahr 1891, die die Architektur der Gotik und Renaissance in ein warmes Licht taucht. Mit einem 85.000 Pfund konnte der Schätzwert von 50.000 bis 70.000 Pfund übertroffen werden. Von Barend Cornelis Koekkoek lag die idyllische Landschaft „Ein bewaldeter Weg“ bereit. Die hochformatige Komposition besticht durch vor allem durch die gewaltigen Bäume und ihre leuchtend grünen Blätter. Mit 75.000 Pfund erreichte die 1833 in Kleve entstandene Arbeit nicht ganz die untere Schätzgrenze von 80.000 Pfund.

Auf reges Interesse stieß die impressionistische Arbeit „Weinlese in Tirol“ des Dänen Peder Severin Krøyer. Das Gemälde von 1901 hält den Augenblick der Traubenernte fest. In der linken Bildhälfte knien alle Arbeiter aufgereiht unter den Weinstöcken, während rechts bereits ein weiterer die gelesenen Früchte in eine Bütte füllt. Die im Zuge mehrerer Reisen nach Südtirol entstandene Szene spielte 190.000 Pfund ein und überbot damit ihren Schätzwert von 80.000 bis 120.000 Pfund. Von dem gleichfalls aus Dänemark stammenden Harald Slott-Møller lag die menschenleere und stille Komposition „Die Eremitage-Pavillons in den königlichen Gärten von Schloss Fredensborg“ bereit. Schon 2007 versteigerte Christie’s die abendliche Stimmung für 24.000 Pfund; vergangenen Dezember verbesserte sie sich bei Sotheby’s bis auf 37.000 Pfund (Taxe 8.000 bis 12.000 GBP). Einen weiteren Spitzenpreis konnte die Schönheit „In Erwartung“ des Österreichers Eugen von Blaas erzielen. Die junge und hübsche dunkelhaarige Frau blickt mit dem auf die Balustrade gestützten Ellenbogen verträumt in die Lagune von Venedig. Einem Bieter war die filigrane Malerei 100.000 Pfund wert (Taxe 100.000 bis 150.000 GBP).

Alle Preise verstehen sich als Zuschlag ohne Aufgeld.

Kontakt:

Sotheby’s London

34-35 New Bond Street

GB-W1AsAA London

Telefax:+44 (020) 72 93 59 24

Telefon:+44 (020) 72 93 51 84



10.02.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Maren Janka Hopp

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Harald Sohlberg, Aus Værvågen. Die Hütte des Fischers, 1921
Harald Sohlberg, Aus Værvågen. Die Hütte des Fischers, 1921










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