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Der teuerste Maler der Welt: Gerhard Richter feiert seinen 85. Geburtstag mit mehreren Ausstellungen in deutschen Museen

Weltweite Präsenz



Gerhard Richter feiert seinen 85. Geburtstag

Gerhard Richter feiert seinen 85. Geburtstag

Für die Kunstwelt ein großer Tag: Gerhard Richter, einer der prägenden Künstler des letzten halben Jahrhunderts, hat gestern in Köln seinen 85. Geburtstag gefeiert. Der am 9. Februar 1932 in Dresden geborene Maler ist mit dem Rheinland seit mehr als einem halben Jahrhundert verbunden und lehrte bis 1994 als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie. Richter zählt zu den teuersten zeitgenössischen Künstlern auf dem Kunstmarkt; seit 2004 belegt er fast durchgehend den ersten Platz des „Kunstkompass“, einer Weltrangliste lebender Künstler. Auch im vergangenen Jahr hat er sich wieder auf Platz 1 der weltweit wichtigsten Gegenwartskünstler positioniert.


Nach dem Studium an der Dresdner Kunstakademie, ersten Arbeiten in Dresden, einem Besuch der Kasseler Documenta 1959 und einer Reise nach Leningrad und Moskau hatte sich Richter 1961 zur Flucht in den Westen entschlossen, um für seinen künstlerischen Werdegang frei zu sein. Hier begann er ein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Ferdinand Macketanz und Karl Otto Götz, wo Richter Freunde wie Sigmar Polke und Blinky Palermo fand. Mit großem Interesse verfolgte er das Informel und die beginnende Fluxus-Bewegung, für die Joseph Beuys’ Berufung an die Akademie einflussreich war. Außerdem profitierte er von der lebendigen Kunstszene in Düsseldorf und Köln, wo Otto Piene und Heinz Mack mit der Gruppe ZERO wesentliche Impulse setzten.

1963 stellte Richter zum ersten Mal mit Manfred Kuttner in Fulda aus. Gemeinsam mit Polke und Konrad Lueg – der später als Konrad Fischer tätige Galerist – zeigte er seine Arbeiten in einem gemieteten Laden in der Düsseldorfer Altstadt. In diesem Ambiente fand Richter den Zugang zur Arbeit mit Pop Art und zu seinem großen Thema der nächsten Jahre, dem Zusammenhang von Fotografie und Malerei. Im Sommer 1964 verließ Richter die Akademie. Im September ermöglichte ihm der Galerist Alfred Schmela in Düsseldorf die erste Einzelausstellung. Eine Schau gemeinsam mit Lueg und Polke in der Galerie Parnass in Wuppertal machte die Kunstwelt auf die jungen Aufsteiger aufmerksam.

1967 erhielt Gerhard Richter den Kunstpreis Junger Westen in Recklinghausen. Als Richter im Oktober 1970 erstmals im Museum Folkwang in Essen ausstellte, war er in den Zirkeln zeitgenössischer Kunst schon über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt. In Essen präsentierte er Fotos, Skizzen, Zeitungs- und Illustrierten-Ausschnitte, aufgeklebt auf Karton, die 1972 zu seinem „Atlas“ führten, einem mehrfach ausgestellten Schlüsselwerk, das 1997 auf der Documenta zu sehen war und von der Münchner Galerie im Lenbachhaus erworben wurde.

Gerhard Richter, der 1971 zum Professor für Malerei an die Düsseldorfer Kunstakademie berufen wurde, lebte in dieser Zeit in Düsseldorf, zog aber 1983, nach der Hochzeit mit der Künstlerin Isa Genzken, nach Köln um. Ende der 1980er Jahre war Richter eine der prominentesten Künstlerpersönlichkeiten Deutschlands. Auf dem internationalen Markt war er spätestens seit seiner ersten umfassenden Retrospektive 1986 in der Kunsthalle Düsseldorf mit seinen Foto-Abmalungen, Landschaften und abstrakten Arbeiten sehr gefragt. Seit 1996 lebt Gerhard Richter in Hahnwald im Kölner Süden. Im Jahr 2000 erhielt er den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen, 2004 den Katholischen Kunstpreis Köln.

In diesem Jahr wird Richter in acht Einzel- und vielen Gruppenausstellungen gewürdigt. Über Deutschland hinaus beteiligen sich etwa die Nationalgalerie in Prag von April bis September mit der Schau „Gerhard Richter. Ein Überblick“ und ab Oktober die Queensland Art Gallery in Brisbane und das Stedelijk Museum voor Actuele Kunst in Gent an den Geburtstagsgrüßen. Am Tag seines 85. Geburtstags hat das Museum Ludwig in Köln eine Ausstellung eröffnet, die 26 abstrakte, im letzten Jahr entstandene Bilder erstmals der Öffentlichkeit vorstellt. Parallel dazu werden wegweisende Werke Richters aus der Sammlung Ludwig gezeigt, darunter das zur Ikone gewordene frühe Werk „Ema (Akt auf einer Treppe)“ von 1966, das abstrakte Bild „Krieg“ von 1981 oder die Glasarbeit „11 Scheiben“ von 2003. Die Sammlungspräsentation ist von Richter selbst eingerichtet. Die Ausstellung ist bis 1. Mai zu sehen und wird ab dem 20. Mai von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden übernommen. Mit der kleinen Kabinettschau „Benjamin Katz fotografiert Gerhard Richter“ würdigt das zu den Dresdner Kunstsammlungen gehörende Gerhard Richter Archiv schon seit Ende Januar den großen Sohn der Stadt.

Das Museum Folkwang in Essen widmet ab dem 7. April den Editionen Gerhard Richters eine Ausstellung. Erstmals werden sämtliche Editionen in einer großen Einzelausstellung zusammengefasst. Zu sehen sind über 170 Werke, darunter Gemälde, Objekte, Fotografien, Künstlerbücher und Drucke aus den Jahren von 1965 bis 2014. So bieten die Editionen, mit denen Gerhard Richter seine Bilderfindungen verbreitete, aber auch neu interpretierte, einen Überblick des Schaffens eines halben Jahrhunderts. Die Ausstellung entsteht in enger Kooperation mit der Olbricht Collection und läuft bis zum 30. Juli.

Thomas Olbricht besitzt nach Angaben des Museums Folkwang die weltweit einzige vollständige Sammlung aller Editionen Gerhard Richters. Für die Verbreitung neuer Kunst spielen sie eine wichtige Rolle. Als „Kunst für alle“ sollen sie das Sammeln von Kunst für neue Käuferschichten möglich machen. Richter versteht seine Editionen als Anstiftung, sich mit Kunst zu beschäftigen: „Ich sah, und sehe immer noch Editionen als einen willkommenen Ausgleich für die Produktion von Gemälden, die Unikate sind. Es ist eine großartige Möglichkeit, meine Arbeit einer größeren Öffentlichkeit zu vermitteln.“

Ab dem 15. Juni werden im Kunstmuseum Bonn rund 20 Schlüsselwerke aus dem frühen Œuvre Gerhard Richters ausgestellt. Bis 1. Oktober versammelt die Ausstellung vor allem Vorhang- und Fensterbilder aus den 1960er Jahren. Auch in Oberhausen wird Richter in einen größeren Kontext gestellt: Die Ludwig Galerie thematisiert das Kaufen von Kunst, beginnend mit Albrecht Dürer, der als einer der Ersten seine Kunst zu vermarkten wusste, bis hin zu Andy Warhol, für den die Warenwelt künstlerisches Thema und zugleich Präsentationsort seiner Kunst gewesen ist. Gerhard Richter, der „teuerste Maler der Welt“ hat in diesem Zusammenhang mit seinem Bild „Mutter und Tochter“, das zwei Frauen beim Shoppen zeigt, seinen Platz.

Ausstellungen

Köln, Museum Ludwig: „Gerhard Richter. Neue Bilder“. 9. Februar bis 1. Mai 2017

Dresden, Staatlichen Kunstsammlungen Dresden: „Benjamin Katz fotografiert Gerhard Richter“. Bis 21. Mai 2017. „Gerhard Richter. Neue Bilder“. 20. Mai bis 27. August 2017

Essen, Museum Folkwang: „Gerhard Richter. Die Editionen“. 7. April bis 30. Juni 2017

Bonn, Kunstmuseum: „Gerhard Richter. Über Malen – Frühe Bilder“. 15. Juni bis 1. Oktober 2017

Oberhausen, Ludwig Galerie Schloss Oberhausen: „Let’s buy it. Kunst und Einkauf. Von Albrecht Dürer über Andy Warhol bis Gerhard Richter. Bis 14. Mai 2017



10.02.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Werner Häußner

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Gerhard Richter feiert seinen 85. Geburtstag
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