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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Messe-Vorbericht

Die Brussels Antique and Fine Art Fair im Wandel – der Zeitgeist bestimmt den Markt

Lust auf Seltenes



Am Stand von Axel Vervoordt

Am Stand von Axel Vervoordt

Das Pressebüro hat ein neues Zuhause. Es ist ein frisch renovierter Bau direkt vor den altehrwürdigen Hallen des Tour & Taxis-Gebäudes in Brüssel, in dem seit Jahren die Brussels Antique and Fine Art Fair, kurz BRAFA, ihr Domizil gefunden hat. Nun auch die Presse. Früher wurden in diesem Nebengebäude gefährliche Stoffe gelagert, heute kommen die „gefährlichen Stoffe“ aus der Feder, pardon aus dem Computer der weltweit agierenden schreibenden Zunft, die im Januar eines jeden neuen Jahres nach Brüssel reist und im Pressebüro einen schnellen Kaffee trinkt. Oder sie schreibt hier den ersten Bericht und unterhält sich mit Ausstellern. Die Änderungen nach außen – auch die Brasserie wurde „ausgelagert“ – zeigen auch die Veränderungen nach innen. 2017 ist das Jahr der politischen Neuerungen, und mit den Neuerungen kommt der veränderte Zeitgeschmack daher. Brexit und Trump, das deutsche Gesetz zur Bewahrung des Kulturgutes – all das schwebt wie eine Wolke über Brüssel.


Jede Koje der 132 Messeteilnehmer zeigt höchst ambitioniert wertvolle Einzelstücke, auf Podesten schlicht zur Geltung gebracht. Die Kunst des 20. und verstärkt auch 21. Jahrhunderts ist an allen Ecken und Enden so präsent, dass man sich wundert, ob man auf einer Verkaufsschau für alte Kunst und Antiquitäten ist. Wo sind die großartigen Wohnräume mit Türen, Uhren, Teppichen, Möbeln und all dem hochwertigen Porzellan, die so manche französische, englische oder niederländische Galerie mitgebracht hatte, um dem potentiellen Käufer zu zeigen, wie Einrichten geht? Der Trend geht zu etablierter Malerei, zu teuer, selten und einmalig. Das erste Wochenende ist vorbei, und der neue Stil gibt der BRAFA Recht: Überall, wo man hinschaut, rote Punkte.

Harold t’Kint de Roodenbeke aus Brüssel, der Präsident der Messe, hat all die Malergrößen versammelt, die seit Jahren international gefragt und begehrt sind. Bram Bogart – verkauft, Marc Chagall – verkauft, Paul Delvaux – verkauft, und natürlich der große belgische Symbolist Léon Spilliaert mit einem seltenen Aquarell – verkauft. Einige „Schmankerl“, wie ein Objekt aus Eierschalen von Marcel Broodthaers und ein kleineres Bild von Alexander Calder, sind noch für 45.000 Euro zu haben. Antonia Eberwein, Tochter von Roswitha Eberwein, der Grande Dame der antiken Kunst, beklagt sich über das neue Kulturgüterschutzgesetz, das so viel Papierkram aufwerfe und dafür sorgen werde, dass nur noch große Dinge mitgenommen werden könnten. Obwohl die Göttinger Adresse noch auf dem Papier existiert, hat sich die Galerie Eberwein nach Paris zurückgezogen. Antonia Eberwein präsentiert eine kleine Triade aus Ton für 950 Euro. Dieses außergewöhnliche Kleinod gibt sie gerne an „Einsteiger“ in die antike Welt weiter. Dafür aber Liste über Liste zu schreiben, das lohne sich nicht mehr. Da bleibt dann nur der ägyptische Paviankopf für rund 100.000 Euro aus dem Neuen Reich.

Viele russische Käufer sind auf der Messe unterwegs, weiß Stefan Brenske aus München zu berichten. Seine Ikonengalerie hat im vergangenen Jahr eine BRAFA- Pause gemacht. Die Terrorgefahr sei zu hoch gewesen, die Sicherheitsmaßnahmen der Messe zu lasch. In diesem Jahr hat er sich überzeugen lassen, wohl auch wegen der kaufstarken Klientel. Seine Ikonen sind gefragt und seine Verkäufe gut. Eine faltbare Reiseikone, voll funktionstüchtig, aus Zentralrussland vom Ende des 18. Jahrhunderts ist noch für 13.000 Euro zu haben. Damit zieht er Kunden an. Rodolphe Janssen ist Neuaussteller auf der BRAFA. Auch er gehört zu den Vertretern der zeitgenössischen Kunst und präsentiert Arbeiten von Wim Delvoye, Gert und Uwe Tobias oder Kendell Geers aus Johannesburg.

Kaum mehr ist Schmuck zu finden, kaum Möbel aus dem Art Déco, dafür Stammeskunst, wohin das Auge blickt. Obwohl Brüssel jedes Jahr eine gesonderte Messe zur „Tribal Art“ bietet, ist das Angebot auf der BRAFA hochkarätig, denn mancher Sammler ist in die Jahre gekommen, der Nachwuchs hat kein Interesse, und so kaufen viele Händler die Ware zurück. Die Galerie Monbrison aus Brüssel überzeugt mit ausdrucksstarken und seltenen Masken, ihr Brüsseler Kollege Didier Claes hat seinen Stand mit Objekten aus einer Privatsammlung bestückt und die ersten Umsätze erzielt. Auch „Die Galerie“ aus Frankfurt am Main kann bereits Verkäufe vermelden. Neben Künstlern der Gruppe CoBrA macht sie besonders auf Alain Clément aus Frankreich aufmerksam und freut sich über die Vermittlung einer Ausstellung und darüber, dass drei seiner Bilder für jeweils 20.000 Euro bereits mitgenommen wurden. Außerdem hat Galerist Peter Femfert einen Max Ernst für 450.000 Euro im Angebot. Der Umsatz lässt sich also noch steigern. Die BRAFA ist klarer und spezieller geworden. Ob das Konzept nach immer jüngerer Kunst und dem herausragenden Einzelobjekt trägt, wird man im kommenden Jahr sehen.

Die 62. Ausgabe der „Brussels Antiques & Fine Arts Fair“ hat noch bis zum 29. Januar täglich von 11 bis 19 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 25 Euro, ermäßigt 10 Euro, für Kinder bis 15 Jahre ist er frei. Der Katalog kostet 10 Euro.

Tour & Taxis
Avenue du Port 86C
B-1000 Brüssel

www.brafa.art



25.01.2017

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Marianne Hoffmann

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 Stand von Axel Vervoordt
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 Geraardsbergen, 3. Viertel 16. Jahrhundert
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Georg Koler, Jungfrauenbecher
 mit der heiligen Margarete von Antiochien, Nürnberg 1629
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Fliegender Schamane, Inuit, Saint Michaels, Alaska, 19. Jahrhundert
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Pierre Gole zugeschrieben, Bureau Mazarin, Paris um 1680
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Darbringung Jesu im Tempel,
 Italo-kretisch, 2. Hälfte 16. Jahrhundert
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am Stand der Skulpturengalerie Sismann
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 von Herwig Simons
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Georg Koler, Jungfrauenbecher mit der heiligen Margarete von Antiochien, Nürnberg 1629

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Verdüre mit Vögeln, Oudenaarde oder Geraardsbergen, 3. Viertel 16. Jahrhundert

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Adam Weisweiler, Paar Gueridons, um 1800/15

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am Stand der Antikengalerie Harmakhis

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moderne und zeitgenössische Kunst bei Galerie Pascal Lansberg

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Pierre Gole zugeschrieben, Bureau Mazarin, Paris um 1680

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zeitgenössische Kunst bei Rodolphe Janssen

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