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Mit der Sammlung Viehof aus dem niederrheinischen Mönchengladbach präsentieren die Hamburger Deichtorhallen eine der wohl umfangreichsten deutschen Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst. Aber wer sammelt da eigentlich und wozu?

Lust, über Kunst nachzudenken?



Ausstellung „Sammlung Viehof – Internationale Kunst der Gegenwart“

Ausstellung „Sammlung Viehof – Internationale Kunst der Gegenwart“

Sie haben alles gesammelt, was in der Kunst seit 1960 Rang und Namen hat: Die Sammlung der vier Viehof-Brüder aus Mönchengladbach ist bis Mitte Januar zu Gast in Hamburg. Es handelt sich um die bislang umfangreichste Ausstellung in der Geschichte der Deichtorhallen. Nicht weniger als 560 Werke von 75 Künstlern sind zu sehen. Darunter die großen Namen der deutschen Nachkriegskunst: Sigmar Polke, Gerhard Richter, Georg Baselitz, Joseph Beuys oder Rosemarie Trockel. Daneben aber auch internationale Positionen wie etwa Carl Andre, Jeff Wall oder William Kentridge. Gesammelt haben die Viehofs stets in Werkgruppen. Künstler wie Daniel Richter oder Peter Doig sind daher mit eigenen Räumen in der Ausstellung präsent.


Ihr Vermögen aufgebaut hat die Familie Viehof, indem sie Anfang der 1960er Jahre das amerikanische Geschäftsmodell des Cash-and-carry-Marktes nach Deutschland importierte. Mit der SB-Markt-Kette „Allkauf“ legten die Eltern der vier Brüder die Grundlage für den Wohlstand der Familie. Nach dem Verkauf des Unternehmens im Jahr 1998 an den Metro-Konzern suchten die Viehofs nach neuen Anlagemöglichkeiten. Gemeinsam mit dem Kunstberater Helge Achenbach planten sie 1999 ein Immobilienprojekt in Düsseldorf, dessen Realisierung sich allerdings zerschlug. Der Kontakt aber blieb bestehen. „Habt ihr nicht Lust, über Kunst nachzudenken?“, fragte Achenbach die Brüder Eugen junior, Klaus, Michael und Bernd Viehof. Gemeinsam entschloss man sich 2001, mit der „Sammlung Rheingold“ eine repräsentative Sammlung zeitgenössischer Kunst aufzubauen, deren Schwerpunkt die deutsche, insbesondere die rheinische Kunst seit 1960 bilden sollte. Eine sechste Gesellschafterin kam hinzu. Auf den eigenen Spürsinn jedoch mochte sich das Sextett nicht verlassen. Von Anfang an wurde ein Beirat mit in Nordrhein-Westfalen tätigen Kuratoren und Museumsdirektoren wie Susanne Titz, Kasper König, Eva Schmidt oder Gregor Jansen in die Künstlerauswahl miteinbezogen.

Das plötzliche Ende der „Sammlung Rheingold“ machte dann Schlagzeilen: Geschäftsführer Helge Achenbach wurde im Sommer 2014 verhaftet und im Frühjahr 2015 wegen mehrfachen Betrugs zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt. Vor einem Jahr sind die anderen Gesellschafter eigene Wege gegangen. Das von den Viehof-Brüdern eingebrachte Konvolut firmiert seitdem als Sammlung Viehof. Eine weitere Besonderheit kommt hinzu: Bereits im Jahr 2008 haben die Brüder Viehof einen Großteil der Sammlung des Kölner Arztes und Marcel Proust-Experten Reiner Speck erworben. Die mit viel Kennerschaft und einer großen Nähe zu den Künstlern zusammengetragene Sammlung Speck bildet einen denkbar großen Kontrast zu den monumentalen Werken der Sammlung Viehof: Hier die mit purer Größe und männlichem Imponiergehabe auftrumpfenden Leinwände von Malerfürsten wie Georg Baselitz oder Jörg Immendorff, dort die viel hintergründigeren Arbeiten von Joseph Beuys, Sigmar Polke, Georg Herold oder Martin Kippenberger.

Die Präsentation der Sammlung Viehof findet an zwei Orten statt. Neben den Deichtorhallen füllen die Werke der Sammlung auch die Dependance Sammlung Falckenberg südlich der Elbe in Hamburg-Harburg. Gerade hier sind die eher konzeptuellen und politischen Arbeiten klug gehängt. Ein Künstlerraum von Thomas Zipp, fotografische Ikonen von Candida Höfer, die politisch aufgeladene Installation „Verhandlungen unter Zeitdruck“ von Andreas Siekmann oder ganz unprätentiöse Papierarbeiten von Rosemarie Trockel zeigen die Qualität der Sammlung. „Die Vielfalt und Bandbreite der Sammlung Viehof ermöglicht zwei verschiedene Varianten, die die beiden Orte ganz unterschiedlich wirken lassen“, so Deichtorhallen-Intendant Dirk Luckow.

Dennoch: Man merkt der einer Enzyklopädie der Nachkriegskunst gleichenden Sammlung Viehof an, dass hier kein individuelles Sammler-Ich die Kaufentscheidungen trifft. Mit Unterstützung von sachkundigen externen Beratern wird vielmehr ein allgemein gültiger Kanon dessen abgebildet, was auch in Museen Konsens ist. Platz für unbekanntere Positionen, subjektive Setzungen oder unorthodoxe Kombinationen gibt es in dieser hochkarätigen, aber irgendwie auch blutarmen Sammlung keinen.

Die Ausstellung „Sammlung Viehof – Internationale Kunst der Gegenwart“ ist bis zum 22. Januar 2017 zu sehen. Die Deichtorhallen Hamburg haben täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr, jeden ersten Donnerstag in Monat von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Die Sammlung Falckenberg hat jeden ersten Sonntag im Monat von 12 bis 17 Uhr geöffnet, zu anderen Zeiten nur nach vorheriger Anmeldung. Öffentliche Führungen finden donnerstags und freitags um 18 Uhr, samstags um 15 Uhr sowie sonntags um 12 und 15 Uhr statt. Anmeldung unter www.deichtorhallen.de/buchung. Das Eintrittsticket für beide Standorte kostet 15 Euro. Ein kostenloser Bus-Shuttle verkehrt zwischen den beiden Ausstellungsorten. Der 350eitige Katalog aus dem Snoeck Verlag ist in der Ausstellung für 39 Euro, im Buchhandel für 58 Euro zu haben.

Kontakt:

Deichtorhallen Hamburg

Deichtorstraße 1-2

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 32 10 30

Telefax:+49 (040) 32 10 32 30

E-Mail: info@deichtorhallen.de



17.10.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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