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Nachlass von Hinnerk und Lou Scheper für Berliner Bauhaus-Archiv

Das Bauhaus-Archiv – Museum für Gestaltung in Berlin konnte den Nachlass des Künstlerpaares Hinnerk und Lou Scheper sichern. Der Ankauf der Arbeiten und Dokumente der zwei Bauhäusler lag bei 1,185 Millionen Euro, die durch die Lotto-Stiftung in Berlin getragen wurden. Der deutsche Farbgestalter, Fotograf und Denkmalpfleger Hinnerk Scheper (1897-1957) und seine Frau, die Farbgestalterin und Malerin Lou Scheper-Berkenkamp (1901-1976), seien zwei der bedeutendsten Vertreter des Bauhauses, so Annemarie Jaeggi, Direktorin des Bauhaus-Archivs. Darüber hinaus nahmen sie entscheidend Anteil an der künstlerischen und denkmalpflegerischen Entwicklung Berlins in den Nachkriegsjahren. Zum Nachlass des Künstlerpaares gehören Farbgestaltungen, Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien, Möbel, Designobjekte, Dokumente und Korrespondenzen sowie eine umfassende Bibliothek mit seltenen Ausstellungskatalogen, Broschüren und Zeitschriften der 1920er Jahre. Dieser Bestand konnte nun dauerhaft für das Bauhaus-Archiv und die Forschung gesichert werden.

Hinnerk Scheper schrieb sich 1919 in Weimar am Bauhaus ein, beendete sein Studium der Wandmalerei 1922 und wurde drei Jahre später von Walter Gropius als Leiter der Werkstatt für Wandmalerei berufen. 1945 wurde er Konservator und Leiter des Denkmalamts in Berlin. Seine spätere Ehefrau Lou Berkenkamp kam 1920 an das Bauhaus, wo sie mit ihren Farbgestaltungen und Bühnenarbeiten hervortrat. Zwei Jahre später heiratete das Paar. Hinnerk Schepers Farbpläne gelten, so Jaeggi, zu den bedeutendsten Auseinandersetzungen mit Farbe, Architektur und Raum in den 1920er Jahren. Für das Bauhaus in Dessau entwickelte er ein Leitsystem, bei dem er Farbwerte den einzelnen Funktionsbereichen zuordnete. Seine für öffentliche Bauten wie die Klinik Münster, das Schlossmuseum Weimar und das Museum Folkwang Essen entstandenen Farbschemata illustrieren seine Fähigkeit „durch die Anordnung von Farbfeldern auf die jeweiligen funktionalen Anforderungen einzuwirken und zugleich eingängige atmosphärische Stimmungen zu erzeugen“, so Jaeggi.

Die Aquarelle Lou Scheper-Berkenkamps verdeutlichen ein breites Interesse, darunter ihre Auseinandersetzung mit Paul Klee, surreale Pflanzen- und Stadtlandschaften oder die Bühnenarbeiten für Oskar Schlemmer. Ihre Bilderbriefe geben einen humorvollen und präzisen Einblick in das Beziehungsgeflecht am Bauhaus. Eine Besonderheit stellen die Möbel, Spielzeuge und Keramik aus dem Nachlass dar, darunter Designikonen des Bauhauses von Marcel Breuer, Erich Dieckmann oder Alma Siedhoff-Buscher. Auch eine Sammlung an Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken etwa von Oskar Schlemmer und Lyonel Feininger gehört zur Hinterlassenschaft. Es folgen mehr als 10.000 Fotografien von Lucia Moholy, Florence Henri oder Josef Albers sowie die Nachlassbibliothek mit rund 550 Büchern und 400 Zeitschriften, darunter originale Bauhaus-Bücher und die Bauhaus-Zeitschrift. Von besonderer Bedeutung für die Stadt Berlin sind die Dokumente zur Denkmalpflege der Nachkriegszeit und zu bedeutenden Bauten wie der Philharmonie oder der Staatsbibliothek sowie die komplette berufliche und private Korrespondenz des Paares.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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