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Schwarz in der Neuen Pinakothek

Edouard Manet, Frühstück im Atelier (Le déjeuner), 1868

In der aktuellen Ausstellung beschäftigt sich die Neue Pinakothek in München mit der Farbe Schwarz. Das unbunte Kolorit spielt in der Geschichte der Malerei eine wichtige Rolle. So ist Schwarz nicht nur als Farbe zu verstehen, sondern auch als Metapher, Kompositionsmittel und maltechnische Herausforderung. Es führt zu den Schattenseiten des Lebens wie zu den Abgründen der Seele. In Bildnissen spiegelt schwarze Kleidung Moden und sozialen Status; so wird edles Schwarz ein Merkmal der spanischen Hoftracht. Mit insgesamt 15 Werken aus eigenen Beständen, teils auch aus der geschlossenen Alten Pinakothek, richtet die Schau das Augenmerk auf die Malerei des 19. Jahrhunderts, einer Zeit, in der der schwarzen Farbe eine besondere Bedeutung zukommt.

Um die unterschiedlichen künstlerischen Ansätze in der Verwendung von Schwarz zu verdeutlichen, werden unter anderem die Werke von Johann Heinrich Füssli, Edouard Manet und Franz Xaver Winterhalter den barocken Gemälden Simon Vouets, Diego Velázquez’ und Bartolomé Esteban Murillos gegenübergestellt. Dieser direkte Vergleich ermöglicht dem Betrachter sowohl Unterschiede als auch Gemeinsamkeiten auszumachen. Dass Manets „Frühstück im Atelier“ trotz einer zeitlichen Differenz von knapp 240 Jahren zu Velázquez’ „Jungem spanischem Edelmann“ gewisse Ähnlichkeiten aufweist, ist kein Zufall, sondern Manets Bewunderung für den spanischen Porträtmaler zuzuschreiben. Franz Xaver Winterhalter wiederum macht in seinem Porträt des Grafen Franz Oliver von Jenison-Walworth deutlich, wie vielfältig die unbunte Farbe besonders in der Darstellung unterschiedlicher Stoffe eingesetzt werden kann: Pelz, Samt und Seide reflektieren das Licht auf andere Art und Weise.

Die Ausstellung „Drei Farben Schwarz“ ist bis zum 23. Januar 2017 zu sehen. Die Neue Pinakothek hat täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, sonntags 1 Euro.

Neue Pinakothek
Barer Straße 29
D-80799 München

Telefon: +49 (0)89 – 23 805 195

Quelle: Kunstmarkt.com/Annemarie Knatz

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Edouard Manet, Frühstück im Atelier (Le déjeuner), 1868
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