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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Ergebnisse: Design und Glas aus Murano bei Quittenbaum in München

From Russia with Love



Bodil Kjaer, Schreibtisch mit Rollcontainer und Aktenschrank auf Rollen, um 1959

Bodil Kjaer, Schreibtisch mit Rollcontainer und Aktenschrank auf Rollen, um 1959

Schönes Design und Hollywood sind in mehreren Filmen eine gelungene Verbindung eingegangen. Je nach Budget und Sozialschicht, in der sich die Story bewegt, werden die Garderobe, Innenausstattung, Autos und andere Objekte ausgewählt. Die langjährige James Bond-Folge ist da keine Ausnahme, egal ob es sich um den Jaguar E-Type, das Bond-Girl oder die Laser handelt, die Teil der Armbanduhr des Agenten 007 sind. In den Verfilmungen „Liebesgrüße aus Moskau“ von 1963 sowie „Man lebt nur zweimal“ von 1967 mit Sean Connery in der Hauptrolle machte Bodil Kjaers Schreibtisch eine gute Figur. Der 1959 entworfene elegant-stylische Tisch mit Rollcontainer und Aktenschrank bezauberte wohl mit seinem Filmstar-Appeal die Bieter auf dem Auktionsparkett bei Quittenbaum in München, die den Preis von 15.000 Euro auf 23.000 Euro anhoben.


Skandinavisches Design

Dieser gute Auftakt sollte jedoch nicht für alle Angebote des skandinavischen Designs am 20. September gelten. Denn die losbezogene Zuschlagsquote bewegt sich hier bei sehr zurückhaltenden 32,6 Prozent. Die 10.000 Euro-Marke wurde kein zweites Mal durchbrochen. Erst bei 9.000 Euro zum unteren Schätzpreis kam die nächste Position ans Ziel: Tapio Wirkkalas Schale „TW9“ von 1954. Das Silberobjekt schimmert nun in einem deutschen Haushalt in Gestalt eines langgezogenen schmalen Ovals, das an ein Blatt der Trauerweide erinnert. Etwas besser schnitt Wirkkalas Vase „Jäävuori“ von 1951 ab. Die unregelmäßige Form eines Eisbergs mit eckigen Graten kam auf 1.700 Euro (Taxe 1.500 bis 1.800 EUR). Poul Kjærholms elfteiliger Paravent „PK 111“ in hellem Douglasien-Schichtholz reist nun für 8.000 Euro nach Dänemark (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Ein Jahr früher erdachte sich Kjærholm für die Architekturfakultät der Kunstakademie Kopenhagen einen schlichten Zeichentisch, der mit 2.400 Euro in etwa die Hälfte des erhofften Wertes von mindestens 4.000 Euro errang.

Etwas besser lief es für einen Schreibtisch und einen Armlehnstuhl von Svend Åge Madsen und Ib Kofod-Larsen. 1958 schufen sie den Tisch mit zwei großen Schubladen auf vier schlanken Beinen. Das anspruchslose Design setzte sich im Stuhl fort und sicherte sich mit 2.200 Euro fast genau den gleichen Betrag, wie vor zwei Jahren (Taxe 2.000 bis 2.400 EUR). Diesem Vorbild folgte auch das freistehende Regalsystem „Pira“ aus schwarzen Vierkantrohren mit Holzablagen von Olof Pira um 1958 bei 800 Euro (Taxe 750 bis 900 EUR). Eine höhere Aufmerksamkeit erregten acht Stapelstühle aus der Hand Sven Markelius’. Die 1932 aus Birkenholz gebauten Möbel wechselten für 1.800 Euro die Hände (Taxe 900 bis 1.500 EUR). Auf den beiden nun 1.200 Euro teuren Sesseln „Vostra“ von Jens Risom aus dem Jahr 1941 lässt es sich etwas bequemer sitzen (Taxe 1.200 bis 1.500 EUR).

Einen Erfolg konnte Oiva Toikkas bunter abstrahierter Glasvogel aus den 1960er Jahren mit 2.800 Euro verbuchen (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR). Preislich tiefer aber den Schätzwert übersteigend, war das Interesse an Kaj Francks Dekanter „Kremlin Bells“ von 1955, der das Konto seines früheren Besitzers um 900 Euro reicher machte. Während Korpus aus farblosem Glas besteht, türmt sich als Stöpsel eine auf- und abschwellende Anhäufung von Kreisen und Zylindern auf (Taxe 600 bis 800 EUR). Birger Kaipiainens Zierteller mit gelbem Blütenmotiv aus den 1960er Jahren wechselte seinen Besitzer für 1.300 Euro (Taxe 1.000 bis 1.200 EUR).

Design

Der Folgetag mit der regulären Design-Auktion brachte für Quittenbaum eine höhere Zuschlagsquote von gut 45 Prozent. Highlight war hier Barnaba Fornasettis glänzende Empfangstheke „Architettura“ der 1990er Jahre. Ganz der strengen Einfachheit der als Dekoration genutzten Renaissancearchitektur zeigte sich auch das Publikum kontrolliert. So übertrat das Unikat den Taxrahmen nur um 1.000 Euro und fand bei 16.000 Euro ein neues Heim in Deutschland. Das Jagdfieber ergriff die Auktionsbesucher bei Fornasettis Teppich „Tigre“ aus den 1990er Jahren, der erst bei 2.900 Euro einen neuen Wohnsitz annehmen wollte (Taxe 1.400 bis 1.800 EUR). Auch die freche Stehleuchte „Tema e Variazioni“ des Italieners absolvierte eine erfolgreiche Kür. Die um 1996 geschaffene Leuchte nutzt das Antlitz einer Frau, das dem Betrachter keck mit einem Auge zuzwinkert. Die Dame betörte so sehr, dass sich ihr Wert auf 1.700 Euro in etwa verdreifachte. Vater Piero Fornasetti löste mit zwei Stühlen gleichfalls eine Euphorie im Saal aus. Der „Capitello Ionico“ von 1980 lässt aus der schwarz gefassten Sitzfläche eine ionische Säule aufsteigen, den jüngeren Kollegen „Sole“ aus den 1990er Jahren ziert auf Sitzfläche und Rückenlehne eine Sonne mit Gesicht. Das Duo erwirtschaftete jeweils 3.200 Euro (Taxe je 1.500 bis 1.800 EUR).

Einen Mittelwert in Höhe von 3.600 Euro entlockten die zwei hellblauen Sessel „H 269“ mit geschwungenen dunkelbraunen Armlehnen des Böhmen Jindrich Halabala aus den 1930/40er Jahren bei einem chinesischen Sammler (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR). Kauffreude entfachte der in schlichtem Schwarz mit silbernen Dekorstreifen versehen Schreibtisch „Berlin“ der Mauser-Werke um 1954 bei 3.400 Euro (Taxe 2.200 bis 3.000 EUR). Zaudernd präsentierte sich der Jules Wabbes zugeschriebene Sofatisch um 1955, der auch Bank fungieren kann. Die breite braune Holzplatte auf schwarzen, in X-Form angeordneten kurzen stabilen Beinen durchschritt die Zielgerade bei gerade einmal 1.000 Euro (Taxe 2.000 bis 2.500 EUR). Einen weiteren Sofatisch, jedoch aus einer ovalen Glasplatte, die zwei überkreuzte Bronzeformen tragen, schuf um 1965/70 Michel Mangematin. Das aus einem rheinländischen Nachlass stammende Werk ging für 5.000 Euro in englischen Handel (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR).

Das um 1960 wohl in der Wendlinger Möbelfirma von Erwin Behr produzierte Highboard strebte noch eine aufregendere Preisfahrt an. Die Holzkastenkonstruktion mit vier quadratischen Türen und pyramidalem Rautenmuster gelangte zu einem Zuschlag von 1.900 Euro (Taxe 1.200 bis 1.500 EUR). Eine nicht minder lebhafte Aufmerksamkeit genoss Sebastian Muggenthalers etwa gleichaltriger Schrank aus Teakholz mit zwei korbgeflochteten Türen und vier Schubladen bei 2.000 Euro (Taxe je 1.200 bis 1.500 EUR). Nicht nur unter Boxfreunden konnte sich Susi und Ueli Bergers Sessel „Boxhandschuh“ der 1970er Jahre behaupten. Das Möbel verdreifachte den erhofften Betrag auf 1.800 Euro. Als es dann zum Posten des 1983 von Massimo Morozzi entworfenen Tisches „Tangram“ kam, hielt sich die Kauflaune in Grenzen. 500 Euro unter dem unteren erhofften Wert von 4.000 Euro rückte das aus mehreren Dreiecken und zwei kleineren Vierecken in Braun, Rot, Grün und Gelb kombinierbare Tischkonstrukt nicht mehr weiter. Die untere Grenze von 1.800 Euro wollte Claudio Salocchis weiße, phallusartige Stehleuchte „Zea“ von 1968 nicht überqueren.

Bei Joe Colombos aus vier Rollen zusammensteckbarem „Tube chair“ von 1969 orientierten sich die Bieter ebenfalls an den unteren anvisierten 3.800 Euro. Einträglich war das Auftreten der acht Stühle „Cab 412“, die wie aus flüssigem Leder geformt scheinen. 1977 kreierte sie Mario Bellini aus Stahlrohr, Leder und Kunstoff, was seinen Möbeln nun 3.000 Euro einbrachte (Taxe 2.400 bis 3.000 EUR). Bei dem schwingenden Spiegel „Ultrafragola“ von 1970, einem Kind des Designers Ettore Sottsass, ließen sich die Kunden zu 5.800 Euro hinreißen (Taxe 3.500 bis 4.000 EUR). Ähnlich verspielt und erfolgreich verlief die Versteigerung von Meret Oppenheims Beistelltisch „Treccia“ von 1971. Auf seinen langen schlanken bronzenen Vogelbeinen schritt er bei 3.600 Euro davon (Taxe 1.800 bis 2.200 EUR). Mehr war der Werbeaufsteller des aus Kinderserien bekannten schwarz-weißen Katers „Sylvester“ Wert. Für die 2000 aus Kunststoff geformte Comicfigur der Warner Brothers bewilligten die Bieter letztlich 4.300 Euro (Taxe 900 bis 1.200 EUR).

Murano-Glas

Beim Murano-Glas am 22. September sackte die Verkaufsrate wieder auf 34 Prozent ab. Der teuerste Posten wurde mit taxgerechten 11.000 Euro die nun in Amerika residierende rote Vase „Donna“ von Fulvio Bianconi um 1949. Dieser Glaskünstler war der Liebling unter den Käufern. So erleichterte seine Vase „Pezzato“ von 1951 in Becherform mit farbigen Quadraten in Blau, Rot und Grün den Geldbeutel des Käufers um 3.600 Euro (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR), während ihr höher angesetzer Kollege in Spindelform von einem Münchner Sammler die angedachten 8.000 Euro ergatterte. Zwei Arbeiten von Ercole Barovier blieben in Deutschland: So hielt die Flasche „Variazione Christian Dior“ in Karomuster von etwa 1969 eisern an der unteren Schätzgrenze von 5.000 Euro fest, während die zwölf Jahre ältere weiße Flaschenvase „Opalino a fiamma“ ein Bietgefecht auslöste, das erst bei 8.000 Euro ein Ende fand (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR). Geruhsamer ging der Verkauf an Baroviers Schale „A spina“ in violett-farblosem Sternenmuster von 1958 bei 2.900 Euro vonstatten (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR). 100 Euro mehr sollte seine perlmuttfarbene und mit Noppen dekorierte Vase „Lenti“ aus der Zeit um 1940 erringen (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR).

Recht tapfer schlug sich die schwarze Schale „Murrina del serpente“ bei 2.400 Euro, die sich Carlo Scarpa 1940 mit einem Spiralmuster in kleinen unregelmäßigen weißen Vierecken und roten Farblinien ausdachte (Taxe 2.000 bis 2.500 EUR). Das flimmernde feine Muster in Scarpas Flaschenvase „Mezza filigrana“ von 1934 mit dem fein und in engen Zügen um den Korpus gezogenen weißen Spiralfaden brachte 2.800 Euro ein (Taxe 2.800 bis 3.200 EUR). Auch Dino Martens’ trichterförmige Vase „Oriente“ aus der Zeit um 1953 mit ihren bunten Plättchen, Sternmurrinen und Fadennetzen wollte nicht von den 4.800 Euro lassen, mit denen sie ins Rennen ging.

Die Preise verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Quittenbaum Kunstauktionen

Theresienstraße 60

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 27 37 02 10

Telefax:+49 (089) 27 37 02 122

E-Mail: info@quittenbaum.de



06.10.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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20.09.2016, Skandinavisches Design - Design - Murano Glas

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Quittenbaum Kunstauktionen

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Barnaba Fornasetti, Empfangstheke „Architettura“, 1990er Jahre
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Joe Colombo, Sessel „Tube Chair“, 1969
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Tapio Wirkkala, Vase „Jäävuori“ (Iceberg), 1951
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Poul Kjærholm, Paravent „PK 111“, 1956

Poul Kjærholm, Paravent „PK 111“, 1956

Taxe: 8.000 - 12.000 EURO

Zuschlag: 8.000,- EURO

Losnummer: 111

Tapio Wirkkala, Vase „Jäävuori“ (Iceberg), 1951

Tapio Wirkkala, Vase „Jäävuori“ (Iceberg), 1951

Taxe: 1.500 - 1.800 EURO

Zuschlag: 1.700,- EURO

Losnummer: 71

Birger Kaipiainen, Zierteller, 1960er Jahre

Birger Kaipiainen, Zierteller, 1960er Jahre

Taxe: 1.000 - 1.200 EURO

Zuschlag: 1.300,- EURO

Losnummer: 133

Ercole Barovier, Schale „A Spina“, 1958

Ercole Barovier, Schale „A Spina“, 1958

Taxe: 2.500 - 3.000 EURO

Zuschlag: 2.900,- EURO

Losnummer: 731

Barnaba Fornasetti, Teppich „Tigre“, 1990er Jahre

Barnaba Fornasetti, Teppich „Tigre“, 1990er Jahre

Taxe: 1.400 - 1.800 EURO

Zuschlag: 2.900,- EURO

Losnummer: 384

Fulvio Bianconi, Vase „Donna“, um 1949

Fulvio Bianconi, Vase „Donna“, um 1949

Taxe: 9.000 - 12.000 EURO

Zuschlag: 11.000,- EURO

Losnummer: 635

Barnaba Fornasetti, Empfangstheke „Architettura“, 1990er Jahre

Barnaba Fornasetti, Empfangstheke „Architettura“, 1990er Jahre

Taxe: 12.000 - 15.000 EURO

Zuschlag: 16.000,- EURO

Losnummer: 383

Joe Colombo, Sessel „Tube Chair“, 1969

Joe Colombo, Sessel „Tube Chair“, 1969

Taxe: 3.800 - 4.200 EURO

Zuschlag: 3.800,- EURO

Losnummer: 484

Ercole Barovier, Vase „Lenti“, um 1940

Ercole Barovier, Vase „Lenti“, um 1940

Taxe: 3.000 - 3.500 EURO

Zuschlag: 3.000,- EURO

Losnummer: 718




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