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Am 01.12.2017 110. Auktion: Gemälde Alter und Neuerer Meister - Zeichnungen des 15. - 19. Jahrhunderts

© Galerie Bassenge Berlin

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Töchterchen Marion mit Katze, 1898 / Franz von Lenbach

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Römerin mit Lorbeerkranz / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Blumenstrauß mit Plastik vor Fenster, 1925 / Ernst Ludwig Kirchner

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Bei Lempertz’ kleiner Gemäldeauktion in Köln zeigten sich die Kunden extrem wählerisch und ließen besonders die Alten Meister oft links liegen. Dennoch sorgten manche Werke für die eine oder andere positive Überraschung

Sultan voraus



Adolf Chwala, Flusslandschaft mit Burg bei Mondschein

Adolf Chwala, Flusslandschaft mit Burg bei Mondschein

Es ist Nacht. Wolken verhängen den Himmel und werfen dunkle Schatten auf die Berge und Bäume, die einen Flusslauf säumen. Der silberweiß leuchtende, zentral ins Bild gesetzte Vollmond ist die einzige Lichtquelle in Adolf Chwalas „Flusslandschaft mit Burg bei Mondschein“. Das stimmungsvolle Ölgemälde des tschechischen Landschaftsmalers ist eines der wenigen Werke, das beim Auktionshaus Lempertz auf reges Interesse der Bieter stieß und sogar die 10.000 Euro-Grenze überschreiten konnte. Mit 13.000 lässt Chwala den Schätzwert von 7.000 bis 10.000 Euro hinter sich und belegt Platz drei unter den 205 Positionen der kleinen Gemäldeauktion, mit der der Kölner Versteigerer seinen Auftakt in die Herbstsaison gestaltete.


Gemälde Alter Meister

Mit 37,5 Prozent liegt die losbezogene Zuschlagsquote der Alten Meister eher im unterdurchschnittlichen Bereich. Generell fanden am 21. September überwiegend die religiösen Themen guten Anklang. So konnte die „Mystische Vermählung der heiligen Katharina“ eines venezianischen Meisters aus dem 16. Jahrhundert überzeugen. Die Dreiergruppe vor einem Vorhang mit Ausblick in eine Landschaft zählt mit ihrer fast dreifachen Steigerung des unteren Schätzwertes von 5.000 Euro auf 14.500 Euro zu den einträglichsten Arbeiten der Auktion. Einen ähnlichen Zuwachs kann auch das Ölgemälde eines Antwerpener Meisters um 1600 aus dem Umkreis Frans Franckens verzeichnen. Mit 9.500 Euro kratzt die figurenreiche Darstellung der heiligen Veronika, die Christus auf dem Weg nach Golgota das Schweißtuch reicht, an der 10.000 Euro-Marke (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR). Die „Madonna mit Kind“, Blume und aufgeschlagenem Buch aus der Nachfolge Bernardino Luinis konnte ihren Wert auf 9.000 Euro ebenfalls verdreifachen.

Bei einer nazarenischen Grablegung Christi, die wohl Johann Christoph Rincklake im frühen 19. Jahrhundert nach dem Barockmeister Domenico Zampieri kopiert hat, einigten sich die Käufer auf die obere Schätzgrenze von 6.000 Euro. Keinen Abnehmer fanden jedoch die höher taxierten Positionen der „Maria mit dem Christuskind“ eines Antwerpener Meisters (Taxe 16.000 bis 18.000 EUR) sowie die „Madonna mit Kind und Blumen“ aus dem Umkreis Carlo Dolcis (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR). Die mitfühlsam gestaltete Ermahnung einer älteren Frau an die „Kleine Spitzenklöpplerin“ Pieter Cornelisz van Slingelandts erreichte 5.000 Euro (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR), Charles François de Lacroix’ zugeschriebenes „Fischerpaar bei Tivoli“ im arkadischen Klassizismus 6.000 Euro (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR).

Die Porträts durchliefen ebenfalls eine Berg- und Talfahrt. Während das unscheinbare Miniaturbildnis der Dorothea Reuß von Plauen, Gräfin zu Erbach, eines deutschen Meisters von 1590 mit 2.500 Euro seinen Aufrufpreis mehr als verdreifachte, erreichten Constantin Netschers Bildnis einer Fürstin mit Hund von 1721 und das Erasmus Quellinus II. zugeschriebene Portrait eines vornehmen Herren mit weißem Spitzenkragen und langen dunklen Haaren bei jeweils 4.200 Euro ihren unteren Schätzwert nicht (Taxe je 5.000 bis 6.000 EUR). Die zurückhaltende Stimmung hielt auch in der Stillleben-Sparte an. Allein Joannes Hermans’ sorgfältig gestaffelte Anordnung von Früchten vor Weintrauben und -laub und das aus der Werkstatt Jan Weenix’ stammende Jagdstillleben mit Rebhuhn in einer Parklandschaft konnten mit 2.600 Euro beziehungsweise 8.500 Euro ihre Werte leicht steigern. Die restlichen Stillleben wechselten ohne viel Gegenwehr am unteren Schätzrand den Besitzer. Das Stillleben aus Äpfeln, Trauben und Pflaumen von Roelof Koets I (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR) oder das Jacobus Biltius zugeschriebene „Trompe-l’œil mit erlegten Vögeln“ wurden gänzlich verschmäht (Taxe 7.000 bis 8.000 EUR). Auch Josse de Mompers d.J. abendliche Landschaft mit Liebespaar und Spaziergängern hatte bei 18.000 bis 22.000 Euro das Nachsehen.

Gemälde Neuerer Meister

Mit gut 48 Prozent lag die Zuschlagsquote der Neueren Meister zwar deutlich höher, gab aber auch keinen Anlass zu übermäßiger Freude. Dennoch sorgten einige Kunstwerke für eine positive Überraschung. Besonders beeindrucken konnte J.G. Délincourts gefällige Haremsszene. Die farbenfrohe orientalische Versammlung von zentral liegendem Pascha mit seinen vielen Frauen rief ein ausdauerndes Bietgefecht hervor, das das Werk bei 26.000 Euro an die Spitze der Zuschlagsliste katapultierte (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR). Auch das feine biedermeierliche Bildnis einer jungen Dame vor Berglandschaft von Julius Schoppe d.Ä. erregte die Aufmerksamkeit des Publikums bei 4.300 Euro (Taxe 1.500 bis 2.500 EUR). Beim 19. Jahrhundert stießen besonders die Landschaftsbilder auf Zuspruch. Die harmonische „Hochgebirgslandschaft in den Pyrenäen“ Stanislaus von Kalckreuths, die ein Felstal am Col du Tourmalet in der Nähe der Ortschaft Luz-Saint-Sauveur zeigt (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR), oder die neblige „Hochalpenlandschaft mit Rinderherde“ Otto von Kamekes gingen für 5.000 Euro beziehungsweise taxkonformen 3.000 Euro an neue Sammler.

Bei den Flusslandschaften kamen vor allem die stimmungsvollen Arbeiten gut an. Mit 1.600 Euro bis 2.000 Euro blieben die koloristisch reizvolle „Abenddämmerung an einem See“ von Charles Guilloux, die „Flussfischer bei Mondaufgang“ vor einer holländischen Windmühle von Johannes Franciscus Hoppenbrouwers sowie die spätimpressionistische Überschwemmung einer Flussaue in Frankreich von Aston Knight im Rahmen ihrer Erwartungen. Dem aus norddeutschem Privatbesitz eingelieferten sommerlichen „Bootshaus an der Ruhr“ von Eugen Bracht gelang bei 10.000 Euro sogar der Aufstieg in den fünfstelligen Bereich (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR). Eugène Gustav Dücker beteiligte sich mit einer sterbenden „Alte Eiche auf Rügen“ bei 6.500 Euro an der Auktion (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR). Oswald Achenbachs Studie eines Küstenstreifens südlich von Neapel wurde indes nicht übernommen (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR).

Dass die Kunden sich bereits auf die kommenden kälteren Temperaturen eingestellt hatten, zeigte sich auch im Verschmähen der warmen italienischen Küstenansichten Mario Mirabellas (Taxen zwischen 4.000 und 6.000 EUR). Sie hofierten vorwiegend die Winterszenen. Max Clarenbachs sonnenbeschienene „Verschneite Winterlandschaft mit Kopfweiden“ erwirtschaftete taxgerechte 4.500 Euro. Etwas teurer wurde sein ganz in grauweißem Schleier verhangenes Feld „Schnee und Nebel“ mit 6.000 Euro (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR). Fritz von Willes großformatige Winteransicht aus der Eifel von 1906 verfehlte mit 4.800 Euro nur knapp den unteren Schätzwert (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR), den er mit seiner „Eifellandschaft im Winter mit Blick auf die Burg Kerpen“ bei 1.800 Euro wiederum erreichte. Ludvig Munthe blieb bei seiner pittoresken „Dörflichen Winterlandschaft“ mit Kinderpaar von 1869 mit 1.700 Euro wieder etwas unterhalb der Erwartung, während sich Wilhelm Steuerwaldt mit seinem Blick aus einem Torbogen auf eine mittelalterliche Burg im Schnee von 1865 bei guten 2.600 Euro platzierte (Taxe 2.000 bis 2.500 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne Aufgeld.

Kontakt:

Kunsthaus Lempertz

Neumarkt 3

DE-50667 Köln

Telefon:+49 (0221) 92 57 290

Telefax:+49 (0221) 92 57 296

E-Mail: info@lempertz.com



04.10.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Annemarie Knatz

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21.09.2016, Gemälde 15. - 19. Jahrhundert

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