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Die Open Art in München ist die Mutter aller Galeriewochenenden. Am Freitag startet die 28. Ausgabe. Von Nord-Schwabing bis zum Gärtnerplatzviertel haben 55 Galerien ihre Türen weit geöffnet

Neuer Sport: Galerie-Hopping



Der Eventcharakter zieht. Nie haben die Münchner Galerien mehr Besucher als zur Open Art, die am kommenden Wochenende wieder ein Heer von Sammlern und Neugierigen zum zwanglosen Flanieren animiert. Ein neues Wort für den speziellen Reiz dieser Wochenenden macht die Runde: Galerie-Hopping. Münchens Galeristen haben aus der Open Art nie ein Spektakel gemacht. Und es bleibt dabei. Die Szene in München ist eher leise, aber in der Ruhe liegt ihre Kraft.


Neueste Arbeiten des Londoner Konzeptkünstlers Martin Creed zeigt die Galerie Rüdiger Schöttle. Der Turner Prize-Gewinner von 2001, der in vielen Medien zu Hause ist, hat die Wandmalerei für sich entdeckt und mit verlaufenden Farben abstrakte Bilder von subtiler Kraft gefertigt. Ihnen gegenübergestellt sind die aufgebrochenen, nach einer strukturellen Ordnung strebenden Malereien der Iranerin Toulu Hassani, die gerade mit zahlreichen Kunstpreisen bedacht wurde. Zu den international aufstrebenden Kunstschaffenden der letzten Jahre gehört der gebürtige Georgier Koka Ramishvili, den die Galerie Häusler Contemporary mit neuesten Arbeiten in München vorstellt. In seinen Fotografien unterläuft der vielseitig arbeitende Künstler durch Unschärfe und Kameraschwenks den Abbildcharakter der Fotografie und gibt Dingen und Räumen ähnlich wie der Japaner Hiroshi Sugimoto eine eigene Realität.

Überwältigende Naturerscheinungen wie die Gischt gebrochener Wellen inspirierte die Amerikanerin Cara Weston zu ihren präzisen, in der Tradition ihres Großvater Edward Weston stehenden Fotografien. Sie sind in der Galerie Stephen Hoffman zu sehen. Wer nicht auf der Art Basel die große Installation von Peter Halley bewundern konnte, hat bei der Galerie Thomas Gelegenheit, zumindest seine von ihm selbst als „Rasterbilder“ betitelten Gemälde kennenzulernen. Die Werke des amerikanischen Pop-Minimalisten, der von der Galerie exklusiv in Deutschland vertreten wird, kreisen um geometrische Bildaufteilung und die Wirkung starker komplementärer Farben.

Heiter und mit Hintersinn begegnen dem Besucher die landkartenähnlichen Kompositionen von Joost Colpaert. Zu ihrer ersten Ausstellung mit dem Belgier schrieb die Galerie Karin Sachs: „Auf den ersten Blick sehen wir städtebauliche, politische und mancherlei andere Motive, die in dem Stadtplan, der als eine Art Labyrinth fungiert, mit einander verflochten sind. Die Werke bezaubern, aber geben nicht sofort ihre Geheimnisse preis.“ Dass Rauminstallationen emotionale und philosophische Tiefe besitzen können, hat der 30jährige Frank Balve schon als Absolvent der Münchner Kunstakademie bewiesen. Die Galerie Max Weber Six Friedrich präsentiert seine jüngste Arbeit „Menschenleer“, einen spärlich zusammengezimmerten, schwarzen Kahn, dessen archaische und heutige Symbolkraft wohl außer Frage steht.

Auffällig in diesem Jahr ist, dass viele Galerien kuratierte Gruppenschauen zeigen oder ihr Portfolio ausbreiten. „Just Black and White“ heißt die Ausstellung in der Galerie Klüser. Sie geht der Frage nach, wie zeitgenössische Künstler, unter anderem Sean Scully, Anish Kapoor, Jannis Kounellis oder auch Andy Warhol und Stephan Balkenhol, den Verzicht auf Farbe als ausdrucksstarkes Gestaltungsmittel der Malerei und Plastik nutzen. Die Galerie Christa Burger konfrontiert in „Abstract Attitudes“ etwa die expressiven Farbräusche des Berliners Christian Awe mit den geometrisch-klaren, von Grau bis Schwarz changierenden Tafeln Nina Brauhausers, während die Galerie Maulberger in der Schau „Papierstationen“ mit Werken von Raimund Girke, K.R.H. Sonderborg, Karl Otto Götz und Herbert Zangs zu einer Reise durch die informelle Kunst der 1950er und 1960er Jahre einlädt.

Sehr frisch, sehr global, sehr unkonventionell ist der Kreis von Künstlern, die der Galerist Horst Ambacher etwas abgelegen in Nordschwabing vertritt. Auch er hat einen Querschnitt seines Programms zusammengestellt: Text als Bildinformation nutzt beispielsweise der in Paris und Berlin ausgebildete Timothée Talard für seine Leuchtkästen; narrative Motive und gestische Malerei setzt der Spanier Ernesto Cánovas zusammen, und von surrealen Raumfantasien ist die Bildwelt Daniel Schüßlers inspiriert, um nur einige zu nennen. Ambacher ist übrigens kein Freund von Vernissagen. Da gehe es ihm zu wenig um die Kunst. Dass er dennoch an der Open Art teilnimmt, spricht also eindeutig für das Kunstwochenende und die Neugierde der Besucher.

Insgesamt beteiligen sich 55 Galerien zeitgenössischer Kunst an der Open Art. Die Vernissagen aller Ausstellungen finden am 9. September von 18 bis 21 Uhr statt, am 10. und 11. September sind die Galerien von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Samstag und Sonntag finden zusätzlich geführte Rundgänge in verschiedenen Stadtvierteln statt. Anmeldungen unter Telefon +49 (0)89 – 29 20 15 oder muenchner-galerien@ngi.de.

www.openart.biz



06.09.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Spindler

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