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Sonja Sekula und ihr Umkreis in Luzern

Das Kunstmuseum in Luzern widmet eine der Sommerausstellungen der Schweizer Künstlerin Sonja Sekula und ihren Künstlerfreunden in New York. Die 1918 in Luzern geborene Malerin zog 1936 mit ihrer Familie in die amerikanische Metropole. Die Schau legt den Schwerpunkt auf die Entwicklung ihrer Kunst im Big Apple, der eine Zuflucht für europäische Künstler wurde, als Vertreter des Kubismus, Surrealismus und des beginnenden Abstrakten Expressionismus zur Avantgarde in Übersee zählten. Die Exponate umfassen neben Sekulas Kunst auch Arbeiten ihrer Freunde, darunter von Marcel Duchamp, Barnett Newman, Mark Rothko, Louise Bourgeois, Max Ernst, Sophie Taeuber-Arp und Steve Wheeler. Ihre Ausbildung zur Malerin erfolgte zunächst privat bei George Grosz, einem Freund der Familie. In New York studierte sie dann bis 1941 Kunst, Literatur und Philosophie am Sarah Lawrence College und an der Arts Students League. Sekula stellte in der Peggy Guggenheim Galerie „Art of This Century“ 1943 unter anderem gemeinsam mit Frida Kahlo und Meret Oppenheim aus. Fünf Jahre später wechselt sie zur Galerie von Betty Parsons, die ihr die erste Einzelausstellung ermöglichte.

Sonja Sekulas Gemälde, Collagen und Zeichnungen zeigen den Einfluss der indianischen Kultur und des Surrealismus. Neben ihrem Interesse an Literatur führten sie ihre Reisen nach Mexiko und nach Europa. Das 1944 gemalte „Animal without Subject of War“ kennzeichnen folkloristische Motive, wie die Kreise auf dem hahnartigen Kopf des Tieres mit rotem Kamm und schwarz- und rosafarbenem Schnabel. Die sich durchdringenden Fantasiegebilde, darunter oben links ein amöbenartiges Wesen, bestechen das Auge mit leuchtenden Primärfarben vor gelbem Grund. Eine andere Facette präsentiert Sekulas geometrisch konstruktive Studie aus Polygonen, Drei- und Rechtecken in einem ruhigen matten Kolorit mit Hellblau, Ocker, Schwarz, Grün und Weiß. Im 1957 geschaffenen Ölbild „Durch-Sicht Nr. II“, das aus kleinen farbigen Punkten aufgebaut ist, erinnert das mittlere Konstrukt an ein Totem.

Sekulas Schaffen wurde seit 1939 wiederholt durch psychische Erkrankungen und Klinikaufenthalte durchbrochen. 1956 war sie gezwungen, zugunsten ihrer Gesundheit und aus Kostengründen in die Schweiz zurück zu kehren, wo ihre Arbeiten als zu amerikanisch abgelehnt wurden. Das Gemälde „Figuration“ von 1958 kennzeichnet eine vor blauen und rosafarbenen Farbfeldern aufgetragene und angekratzte schwarze Schicht, die den energischen Pinselstrich verdeutlicht. Eine konzentriertere Sprache findet sich im zwei Jahre später entstandenen „Chinatree“: Der violette Grund zeigt mal breitere mal schmalere Spuren der wohl mit einer Spachtel bearbeiteten Farbfläche. Darüber zieht sich ein schwarzes vegetabiles Linienkonstrukt. Die Kunst der homosexuellen Sonja Sekula konnte weder in Amerika noch in der Schweiz Erfolge feiern, so dass sie ab 1958 in Zürich bei ihren Eltern leben musste. Ihre persönliche Situation, die finanziellen Schwierigkeiten und wiederkehrende psychologische Probleme erschwerten das Leben der Malerin. Am 25. April 1963 erhängte sie sich in ihrem Atelier.

Die Ausstellung „Sonja Sekula, Max Ernst, Jackson Pollock & Friends“ läuft bis zum 29. September. Das Kunstmuseum Luzern hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, am Mittwoch zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 15 Franken, ermäßigt 6 Franken. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog für 49 Franken.

Kunstmuseum Luzern
Europaplatz 1
CH-6002 Luzern

Telefon: +41 (0)41 – 226 780 0
Telefax: +41 (0)41 – 226 780 1

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


11.06.2016, Sonja Sekula, Max Ernst, Jackson Pollock & Friends

Bei:


Kunstmuseum Luzern

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Sonja Sekula mit ihrem Werk „ohne Titel“ von 1942 in André Bretons
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Künstler:

Sonja Sekula








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