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Eröffnung der neuen Tate Modern

Das neue „Switch House“ der Tate Modern in London

Heute eröffnet die Tate Modern in London ihren zehnstöckigen Erweiterungsbau. In dem neuen „Switch House“, benannt nach dem Gelände eines Umspannwerks, auf dem es steht, sind nun 21.000 Quadratmeter Nutzfläche hinzugekommen, was einem Platzzuwachs von 60 Prozent entspricht. Das Basler Architekturbüro Herzog & de Meuron, das schon das ehemalige Heizkraftwerk bis zum Jahr 2000 zur Tate Modern umbaute, ist auch die Erweiterung verantwortlich. Erste Überlegungen für den Neubau gab es aufgrund der stark angewachsenen Besucherzahlen bereits 2004, 2007 wurden Jacques Herzog und Pierre de Meuron an Bord geholt, die ihre Pläne 2010 verändern mussten. Die Finanzkrise 2012 führte zu weiteren Verzögerungen, so dass nach fünf Jahren Bauzeit der Neubau nun eingeweiht wird. Insgesamt kostete das Projekt 260 Millionen Pfund. Tate-Direktor Nicholas Serota sprach denn auch vom „bedeutendsten neuen Kulturgebäude seit der British Library“.

Das Switch House basiert auf einem Zementskelett, dessen äußere Erscheinung an eine eingeknickte unregelmäßige Pyramide ohne Spitze erinnert. Den 64,5 Meter hohen Bau definieren 336.000 Ziegelsteine, die einer Gitterstruktur folgen und damit die zwei Museumsgebäude einheitlich wirken lassen. Dank der schlanken horizontalen Fenster dringt Tageslicht in die Museumsräume, in der Nacht leuchten die Fensterbänder nach außen, so dass die massiv anmutende Fassade durchbrochen wird. Ein weiterer Aspekt ist der Punkt der Nachhaltigkeit, der in der guten Wärmedämmung, natürlichen Belüftung, den Solarzellen und den neuen Grünanlagen zum Tragen kommt. Die Außenanlage planten Herzog & de Meuron gemeinsam mit dem Schweizer Büro Vogt Landschaftsarchitekten, während die Innenausstattung vom britischen Designer Jasper Morrison entworfen wurde.

In den großen unterirdischen „Tanks“ bietet das „Switch House“ Raum für Performances, Installationen und Filme. Über der Eingangsebene liegen die Ausstellungsräume, deren Größe variiert. Darüber schließen sich die Räume für Veranstaltungen, Personal und Verwaltung sowie das Restaurant an. Eine Brücke im vierten Stock verbindet den Neubau mit dem alten Tate Modern-Gebäude. Von der Panoramaterrasse in der zehnten Etage eröffnet sich dem Besucher ein grandioser Blick auf London. In dem „Switch House“ präsentiert die Tate nun rund 800 Werke von mehr als 300 Künstlern vor allem aus dem außereuropäischen Raum – von Chile über Indien, Russland und den Sudan bis nach Thailand. 57 Prozent der Exponate sind Neuerwerbungen seit dem Jahr 2000. Zu sehen sind etwa ein Turm aus 800 Radios des Brasilianers Cildo Meireles, ein Raum, den die Inderin Sheela Gowda mit menschlichem Haar und Autostoßstangen gestaltet hat, oder ein Teppich aus Tausenden von Flaschenverschlüssen von El Anatsui aus Ghana.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Die Backsteinfassade des neuen „Switch House“
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Die Tate Modern in London mit den „Switch House“ im Hintergrund
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Das neue „Switch House“ der Tate Modern in London
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Künstler:


Jacques Herzog

Künstler:


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