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Enten am Wehr / Alexander Koester

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Stillleben mit Blaudistel und Fruchtschale, 1958 / Karl Schmidt-Rottluff

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Am Badestrand / Otto Pippel

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Das Wiener Auktionshaus Dorotheum überzeugt mit einer vielseitigen Offerte in den Bereichen Silber und Ikonen

Vogelgezwitscher



Deckelhumpen, um 1580

Deckelhumpen, um 1580

Stolz präsentiert sich jeder der acht farbenfrohen Vögel. Einige sitzen auf Ästen und recken den Kopf in die Luft, ein anderer spreizt die Flügel. Eine Mutter kümmert sich liebevoll um ihre zwei Jungen im Nest und zupft an deren Federn. Die pittoresken Vogelfiguren aus Silber sind mit Email und Schmucksteinen wie Rubinen, Smaragden, Saphiren und Bergkristallen besetzt und präsentieren sich auf verschiedenen Achatsockeln. Diese aufwändig gearbeitete Vogelsammlung vom Anfang des 20. Jahrhunderts ist nun beim Wiener Dorotheum in der Auktion „Silber“ für 10.000 bis 12.000 Euro zu haben.


Unter mehreren Deckelhumpen befindet sich ein musealer aus der ehemaligen Sammlung des österreichischen Bankiers Albert Figdor. Der nur 9,5 Zentimeter hohe vergoldete Silberhumpen um 1580 auf drei Löwenfüßen mit getriebenem Rollwerk und Engelsköpfen an der Wandung soll jetzt 6.000 bis 9.00 Euro einspielen. Für einen teils vergoldeten Augsburger Deckelhumpen um 1614/16 ist durch das Meisterzeichen die Urheberschaft für Hans Jacob Bair I. gesichert; doch könnten die gravierten figuralen Szenen der Wandung aus späterer Zeit stammen (Taxe 7.000 bis 10.000 EUR). Fulminant in seinem feinen Hochrelief einer Amazonenjagd ist ein deutscher Deckelhumpen aus dem späten 19. Jahrhundert, der wohl in der Frankfurter Firma Lazarus Posen Witwe produziert wurde (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR).

Der Katalog listet zudem eine attraktive Auswahl an kleinen vergoldeten vollplastischen Statuetten. Genannt sei die Ausführung eines Bischofs auf einem runden Sockel mit reliefierten Köpfen aus dem 17. Jahrhundert. Die Figur des in die Schrift vertieften Geistlichen ist auf 7.000 bis 9.000 Euro angesetzt. Neben verschiedenen Scherzfiguren des Historismus ist eine Ritterstatuette hervorzuheben. Die teilweise vergoldete Silberarbeit wurde um 1900 nach dem Vorbild der Ritterfiguren, der sogenannten Schwarzen Mander, vom Grab Kaisers Maximilian I. in der Innsbrucker Hofkirche geschaffen (Taxe 1.500 bis 2.500 EUR).

Einen großen Teil der Offerte machen prunkvolle Tafelaufsätze aus. Fantasievoll ist ein spanisches Objekt mit dem Meisterzeichen „D. Fisan“ um 1900. Vier plastische Hippocampen tragen eine achteckige Fußplatte mit vier Muschelschalen und vier plastischen auf Delphinen reitenden Putti. Darüber erheben sich in der Mitte vier Tritonen und die abschließende runde Schale (Taxe 15.000 bis 18.000 EUR). Ebenfalls mit Putti als Träger im Schaft ist das Paar Aufsatzschalen der Wiener Firma Brüder Frank von 1872/1922 in Neorokoko-Formen ausgestattet (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR). Mit ihrer Betonung des Floralen geht das Paar siebenflammige Kandelaber aus dem Haus Leopoldo Janesich um 1870 schon einen Schritt weiter in Richtung Jugendstil (Taxe 9.000 bis 12.000 EUR).

Originell erscheint ein Weinkühler in Form eines Weinfasses, der auf einen Anhänger montiert werden kann. Die Arbeit aus dem 20. Jahrhundert ist mit 8.000 bis 12.000 Euro bewertet. Außergewöhnlich schwer trägt man an einem Sheffielder Tablett von Mappin & Webb mit 4262 Gramm. Das rechteckige viktorianische Silber mit abgeschrägten Ecken und durchbrochenem Gitterrand ist fein mit Blumenmuster graviert (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR). Auch für Liebhaber von ansprechendem Tafelbesteck hält das Dorotheum etwas bereit, so ein 190teiliges, recht schlichtes Set für zwölf Personen von Koch & Bergfeld in einem verglasten Besteckschrank für 12.000 bis 14.000 Euro. Etwas günstiger bei 7.000 bis 10.000 Euro liegt ein Tafelbesteck für ebenfalls zwölf Personen mit 184 Teilen von Sy & Wagner aus Berlin. Ein Satz zwölf deutscher Platzteller mit profiliertem Rand von Wilkens & Söhne rundet das Angebot ab (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR).

Auch einige ungewöhnliche Positionen warten auf Käufer, etwa eine Londoner Reisetoilettengarnitur aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit 13 verschiedenen Deckeldosen und Flakons, einem Handspiegel sowie drei Bürsten, für die teilweise Paul Storr verantwortlich ist (Taxe 1.500 bis 2.000 EUR). Beeindrucken kann eine italienische Deckenampel mit floralem Dekor und sechs vollplastischen Engeln als Halter für die Aufhängung. Entstanden ist die Arbeit zwischen 1825 bis 1861 und trägt das Meisterzeichen AS (Taxe 14.000 bis 18.000 EUR). Besonders üppig mit floralem Muster reliefiert ist eine südamerikanische Schreibkommode in Miniaturformat eventuell aus dem 18. Jahrhundert. Das kleine Möbel enthält mehrere Schubladen sowie einen Scharnierdeckel mit zwei weiblichen Figuren und stilisiertem Doppeladler, mit Soldat und Reiterfigur an den Seitenwänden und war wohl für die Aufbewahrung von kleinen wertvollen Objekten gedacht (Taxe 6.000 bis 9.000 EUR).

Russisches Silber, Ikonen und Kunsthandwerk

Den zweiten Teil der Auktion am 31. Mai bilden Silber, Ikonen und Kunsthandwerk aus Russland. Mit 70.000 bis 90.000 Euro beansprucht eine goldene Schauplatte den Spitzenpreis der gesamten Auktion. Die kostbar gearbeitete Platte aus der Mitte des 18. Jahrhunderts beeindruckt durch getriebene militärische Trophäen und das mittig platzierte Monogramm „K II“ samt Krone. Das Zeichen AWP weist Alexej Polosow als Meister des Werkes aus. Vermutlich handelt es sich um ein Geschenk von Zarin Katharina II. an einen hohen Würdenträger, da solche Platten nur selten für den kaiserlichen Hof gefertigt wurden. Zum Angebot des russischen Silbers zählt ebenso ein St. Petersburger Samowar von Carl Fredrik Bredenberg um 1815 in klassizistischen Formen mit einem vergoldeten plastischen Adler auf dem Steckdeckel (Taxe 12.000 bis 18.000 EUR).

Auffallend farbenfroh sind die Emailarbeiten der Manufaktur Pawel Owtschinnikow. Eine Frisiergarnitur besteht aus einem Paar Kerzenleuchter, zwei Flakons und einem Standspiegel in vergoldetem Silber mit floral-ornamentaler Emailzier samt Fantasietieren und dem Wappen der Familie Tchelistcheff (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Mindestens genauso schön anzusehen ist ein Kowsch von Fedor Rückert ebenfalls in Cloisonné-Technik mit zentralem Vogelmotiv (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Einen großen Teil der Auktion machen die Objekte aus der berühmten Manufaktur von Carl Fabergé aus, etwa ein kleiner Schimpansenanhänger aus transluzidem Achat für 8.000 bis 10.000 Euro oder ein prachtvoller Kowsch aus dreifarbigem Gold. Geschmückt ist die Kelle des Fabergé-Werkmeisters Michail Perchin am Griff mit einem Diamanten sowie einem Rubin- und einem Saphircabochon (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Auch für einen kleinen neoklassizistischen Bilderrahmen um 1900 mit vergoldeter Montierung und Perlrand ist Perchin verantwortlich (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR).

Aus dem Angebot an Ikonen sticht die Auferstehungsikone des Malers und Steinschneiders Alexey Denisov-Uralsky durch ihre Integration vieler verschiedener Schmucksteine hervor. Die bunten Steine rahmen höhlenartig das um 1900 unter westlichem Einfluss gemalte Heiligenbild, wobei die Grenzen fließend ineinander übergehen (Taxe 12.000 bis 16.000 EUR). Auffällig ist auch die Moskauer Ikone aus dem frühen 20. Jahrhundert mit dem frontalen Bildnis des segnenden Metropoliten Alexios, die von einem kleinteiligen Cloisonnédekor gerahmt wird (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR). Klassische Ikonen liegen in einem heiligen Erzengel Michael als der Reiter der Apokalypse um 1800 für 2.000 bis 3.000 Euro und zum gleichen Schätzwert in einer vielszenige Darstellung mit Christi Auferstehung im Zentrum bereit, um die sich in einem ersten Ring die Geschehnisse der Karwoche und in einem äußeren Ring die zwölf Hochfeste sowie vier weitere Feste gruppieren.

Auch das übrige nicht-silberne Kunsthandwerk ist breit gefächert. So gibt es ein Reliefportrait des Zaren Alexander III. von Russland um 1885 aus vergoldeter Bronze, das mit der hinterlegten Malachitplatte in faszinierenden grünen Farbschattierungen kontrastiert (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Neben weiteren russischen Cloisonnéarbeiten des 20. Jahrhunderts, wie acht Ostereiern für 2.500 bis 3.500 Euro, tut sich eine Deckeldose aus Gold hervor. Das kostbare Stück im Stil Fabergés ist mit Diamanten, Rubinen und Email verziert und schließt mit einem Scharnierdeckel samt dem Monogramm „NII“. Die Dose aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts samt Holzkassette soll 3.000 bis 4.000 Euro erwirtschaften.

Die Auktion „Silber“ beginnt am 31. Mai um 13 Uhr, „Russisches Silber, Ikonen und Kunsthandwerk“ um 15 Uhr. Die Vorbesichtigung ist bis zum Auktionsbeginn täglich von 10 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 17 Uhr und sonntags von 14 bis 17 Uhr möglich. Der Onlinekatalog listet die Kunstwerke unter www.dorotheum.com.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



29.05.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Maren Janka Hopp

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31.05.2016, Silber - Russisches Silber, Ikonen und Kunsthandwerk

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Paar Kandelaber, Leopoldo Janesich, um 1870
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Miniaturkommode, Südamerika, wohl 18. Jahrhundert
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Schimpanse, Carl Fabergé, 1908/17
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Michail Perchin, Bilderrahmen, um 1900
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Sammlung von acht Vögeln, Anfang 20. Jahrhundert

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Taxe: 10.000 - 12.000 EURO

Losnummer: 141

Schwein, Carl Fabergé, um 1900

Schwein, Carl Fabergé, um 1900

Taxe: 3.000 - 5.000 EURO

Zuschlag: 2.000,- EURO

Losnummer: 305

Ampel, Italien, 1825/61

Ampel, Italien, 1825/61

Taxe: 14.000 - 18.000 EURO

Losnummer: 66

Paar Aufsatzschalen, Brüder Frank, Wien um 1900

Paar Aufsatzschalen, Brüder Frank, Wien um 1900

Taxe: 8.000 - 10.000 EURO

Losnummer: 132

Zwölf Platzteller, Wilkens & Söhne, Bremen um 1900

Zwölf Platzteller, Wilkens & Söhne, Bremen um 1900

Taxe: 7.000 - 9.000 EURO

Zuschlag: 11.000,- EURO

Losnummer: 110

Paul Storr und Meister TD, Reisetoilettengarnitur, London 1834/49

Paul Storr und Meister TD, Reisetoilettengarnitur, London 1834/49

Taxe: 1.500 - 2.000 EURO

Zuschlag: 2.600,- EURO

Losnummer: 39

Carl Fredrik Bredenberg, Samowar, St. Petersburg um 1815

Carl Fredrik Bredenberg, Samowar, St. Petersburg um 1815

Taxe: 12.000 - 18.000 EURO

Zuschlag: 13.000,- EURO

Losnummer: 264

Alexej Polosow, Schauplatte mit Monogramm „KII“, 1760er Jahre

Alexej Polosow, Schauplatte mit Monogramm „KII“, 1760er Jahre

Taxe: 70.000 - 90.000 EURO

Zuschlag: 70.000,- EURO

Losnummer: 262

Ritterfigur, wohl Deutschland oder Österreich, um 1900

Ritterfigur, wohl Deutschland oder Österreich, um 1900

Taxe: 1.500 - 2.500 EURO

Zuschlag: 1.500,- EURO

Losnummer: 95

Fedor R¨¹ckert, Fedor Rückert, Kowsch, Moskau 1899/1908

Fedor R¨¹ckert, Fedor Rückert, Kowsch, Moskau 1899/1908

Taxe: 10.000 - 15.000 EURO

Zuschlag: 12.000,- EURO

Losnummer: 300

Michail Perchin, Bilderrahmen, um 1900

Michail Perchin, Bilderrahmen, um 1900

Taxe: 5.000 - 7.000 EURO

Losnummer: 309

Schimpanse, Carl Fabergé, 1908/17

Schimpanse, Carl Fabergé, 1908/17

Taxe: 8.000 - 10.000 EURO

Losnummer: 306

Statuette eines Bischofs, 17. Jahrhundert

Statuette eines Bischofs, 17. Jahrhundert

Taxe: 7.000 - 9.000 EURO

Zuschlag: 16.000,- EURO

Losnummer: 12




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