Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 01.12.2018 Kunstauktion Dezember 2018

© Auktionshaus Stahl

Anzeige

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Bei der Impressionisten- und Moderne-Auktion von Sotheby’s in New York überzeugen vor allem die Fauves

Die Explosion der Farbe



Französische Meister auf der Schwelle vom Impressionismus zu neuen avantgardistischen Kunstformen stehen im Mittelpunkt der kommenden Versteigerung bei Sotheby’s in New York. Sie alle vereint das Bestreben, neue Möglichkeiten des Einsatzes der Farbe zu erproben. Der älteste der Gruppe war Paul Signac, Hauptvertreter des Postimpressionismus, der seine Bildmotive aus dichten kleinen Farbpunkten zusammensetzte. Die optische Vermischung der reinen Farben überließ er dem Auge des Betrachters. „Maisons du port, Saint-Tropez“ von 1892 ist so ein Bild, auch des für Signac typischen Motivs wegen. Aus der Sammlung des früheren Botschafters der USA in Dänemark, John L. Loeb, wird das Gemälde für 8 bis 12 Millionen Dollar angeboten. Noch weiter in seinen Bestrebungen ging Maurice de Vlaminck in seiner grellen Landschaft „Das Unterholz“ von 1905, also dem Jahr, in dem sich der knapp 30jährige den Fauves angeschlossen hatte. Dementsprechend hoch ist mit 12 bis 18 Millionen Dollar die Schätzung. Zum Malen angeregt wurde Vlaminck durch den vier Jahre jüngeren André Derain. Mit seinen „Voiles rouges“ von 1906 ist man endgültig im französischen Expressionismus angekommen – und an der preislichen Spitze der Auktion: Das rund einen Meter breite Gemälde wird mit 15 bis 20 Millionen Dollar gehandelt und strebt damit einen neuen Dérain-Auktionsrekord an.


Unter den rund sechzig Offerten der Abendauktion am 9. Mai finden sich nur noch gelegentlich Werke mit Ambitionen auf einen zweistelligen Millionenwert. Einer davon wird Pablo Picassos mit Heinz Berggruen-Provenienz ausgestattetem Spätwerk „Buste d’homme lauré“ von 1969 für 8 bis 12 Millionen Dollar nachgesagt. Mit acht Losnummern ist der spanisch-französische Künstler einmal mehr der häufigste Vertreter auf der Veranstaltung. Für 3,5 bis 5 Millionen Dollar gibt es noch eine unbekleidete „Buste de femme“ von 1953, hinter der sich seine damalige Geliebte Françoise Gilot verbirgt, und 4 bis 6 Millionen Dollar soll ein en grisaille gemaltes Bildnis der gemeinsamen Tochter „Paloma“ aus dem Jahr 1952 kosten. Gilots Nachfolgerin Jacqueline Roque ist auf einem ebenfalls in eher tristen Farben gehaltenen Portrait von 1962/63 verewigt (Taxe 5 bis 7 Millionen USD).

Teuerstes Werk des klassisch-französischen Impressionismus ist Claude Monets Bildnis seiner Gemahlin „Camille à l’ombrelle verte“ im sonnigen Garten mit Blumen aus dem Jahr 1876 für 9 bis 12 Millionen Dollar. Die sommerliche Küste „Marée basse aux Petites-Dalles“ mit schroffem Felsen und einigen Fischern aus der Hand desselben Meister von 1884 ist mit 3 bis 5 Millionen Dollar angesetzt. Vorbesitzerin war die 2015 verstorbene Mamdouha Bobst, seit 1978 Witwe des Unternehmers Elmer Holmes Bobst, den sie trotz eines Altersunterschieds von über vierzig Jahren 1961 geheiratet hatte. Als weitere Impressionisten hängen Pierre-Auguste Renoirs Stillleben „Glaïeuls dans un vase“ von circa 1874/75 – der zugehörige neobarocke Rahmen ist so prachtvoll, dass er im Katalog mitabgebildet wurde – für 3,8 bis 4,5 Millionen Dollar und Camille Pissarros beschaulicher „Chemin de l’Écluse, Saint-Ouen-l’Aumône“ von 1882 für 1, bis 2 Millionen Dollar bereit.

Hauptvertreter des Surrealismus ist Max Ernst mit der gruseligen, dschungelartigen Komposition „La Conversion du feu“ aus dem Jahr 1937 für 5 bis 7 Millionen Dollar. Das erscheint recht hoch gegriffen vor dem Hintergrund der 1,05 Millionen Pfund, die das Bild vor acht Jahren bei Christie’s in London einspielte. Ernsts kurzzeitige Lebensgefährtin Leonora Carrington schuf um 1939 ein etwas merkwürdiges Bildnis ihres Geliebten unter dem Titel „Bird Superior, Portrait of Max Ernst“. Der Künstler schreitet da in einem nixenartig geformten Pelzmantel und mit einer grünen Laterne in der Hand durch eine unwirklich anmutende Eislandschaft (Taxe 300.000 bis 500.000 USD). Fünf Arbeiten kommen von René Magritte, darunter das 1926 datierte Ölbild „Le Message à la terre“ mit einem rosaroten Schwamm im quadratischen Fensterrahmen sowie die 1964 entstandene Gouache „Le Jockey perdu“ in weitem, einsamem Landschaftsausblick für jeweils 2 bis 3 Millionen Dollar.

Während man bei Fernand Légers „Femme au miroir“ von 1920 die Frau und den Spiegel in den kubistisch zerlegten Farbflächen noch entdecken kann (Taxe 2.5 bis 3,5 Millionen USD), arbeitet Jean Hélion in seinem „Équilibre“ von 1936 ohne Reminiszenz an einen Gegenstand und bringt die geometrischen Farbflächen in ein Gleichgewicht (Taxe 1 bis 1,5 Millionen USD). Auch Raoul Dufy und Henri Manguin trifft man nicht so häufig in den großen Abendauktionen an. Das müssen schon Spitzenwerke her, die bei beiden aus der farbtrunkenen Zeit der Fauves stammen. Dufy setzt 1906 den französischen Nationalfeiertag in „14 Juillet au Havre“ mit einer Straßenszene und den vielen Flaggen effektvoll in Szene (Taxe 1,5 bis 2 Millionen USD), während Manguin im selben Jahr in „Les Oliviers à Cavalière“ den Wald mit seinen rosa-violetten Baumstämmen und dem blauen Blätterdach zum Brennen bringt. Im Mai 2007 bei Christie’s zum damaligen Spitzenpreis von 750.000 Dollar gehandelt, sollen es nun wieder rekordträchtige 1 bis 1,5 Millionen Dollar werden.

Die Beteiligung aus dem deutschsprachigen Raum ist überschaubar. Wassily Kandinsky steuert eine abstrakte „Bindung“, fast wie ein Stoffmuster, für 2 bis 3 Millionen Dollar bei, und Egon Schiele drei teils kolorierte Bleistiftzeichnungen. Bei den recht braven Blättern tut sich vor allem die „Frau in Unterwäsche und Strümpfen“, ein Portrait von Schieles Geliebter Wally Neuzil aus dem Jahr 1913, für 2,5 bis 3,5 Millionen Dollar hervor. Teuerste Skulptur des Abends ist Auguste Rodins virtuose Marmorplastik „L’Éternel Printemps“ in einer Ausführung von 1901/03 mit einem Arrangement zweier junger Liebender, die an Antonio Canovas berühmte Gruppe „Amor und Psyche“ erinnert (Taxe 8 bis 12 Millionen USD). Dazu gesellen sich noch Aristide Maillols formgefestigter Akt „Le Monument à Claude Debussy“ von 1930/52 (Taxe 1,5 bis 2,5 Millionen USD) und Joan Mirós lustig und liebevoll abstrahiertes Tierwesen „Oiseau“ in mächtiger Bronze von 1968/81 für 6 bis 8 Millionen Dollar.

Kontakt:

Sotheby’s New York

1334 York Avenue (at 72nd Street)

US-NY 10021 New York

Telefon:+1 (212) 606 70 00

Telefax:+1 (212) 606 71 07



04.05.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 12

Seiten: 1  •  2

Events (1)Adressen (1)Berichte (1)Kunstwerke (9)

Veranstaltung vom:


09.05.2016, Impressionist & Modern Art Evening Sale

Bei:


Sotheby's

Bericht:


Ewiger Kuss

Kunstwerk:

Claude Monet, Camille à l’ombrelle verte, 1876
Claude Monet, Camille à l’ombrelle verte, 1876

Kunstwerk:

Pierre-Auguste Renoir, Glaïeuls dans un vase, um 1874/75
Pierre-Auguste Renoir, Glaïeuls dans un vase, um 1874/75

Kunstwerk:

Egon Schiele, Frau in Unterwäsche und Strümpfen (Valerie Neuzil),
 1913
Egon Schiele, Frau in Unterwäsche und Strümpfen (Valerie Neuzil), 1913

Kunstwerk:

Wassily Kandinsky, Bindung, 1932
Wassily Kandinsky, Bindung, 1932

Kunstwerk:

Camille Pissarro, Chemin de l’Écluse, Saint-Ouen-l’Aumône, 1882
Camille Pissarro, Chemin de l’Écluse, Saint-Ouen-l’Aumône, 1882

Kunstwerk:

Aristide Maillol, Le Monument à Claude Debussy, 1930
Aristide Maillol, Le Monument à Claude Debussy, 1930







Pierre-Auguste Renoir, Glaïeuls dans un vase, um 1874/75

Pierre-Auguste Renoir, Glaïeuls dans un vase, um 1874/75

Taxe: 3.800.000 - 4.500.000 USD

Zuschlag: 3.600.000,- USD

Losnummer: 38

Wassily Kandinsky, Bindung, 1932

Wassily Kandinsky, Bindung, 1932

Taxe: 2.000.000 - 3.000.000 USD

Zuschlag: 1.600.000,- USD

Losnummer: 62

Egon Schiele, Frau in Unterwäsche und Strümpfen (Valerie Neuzil), 1913

Egon Schiele, Frau in Unterwäsche und Strümpfen (Valerie Neuzil), 1913

Taxe: 2.500.000 - 3.500.000 USD

Zuschlag: 2.400.000,- USD

Losnummer: 42

Claude Monet, Camille à l’ombrelle verte, 1876

Claude Monet, Camille à l’ombrelle verte, 1876

Taxe: 9.000.000 - 12.000.000 USD

Zuschlag: 8.200.000,- USD

Losnummer: 36

Paul Signac, Maisons du port, Saint-Tropez, 1892

Paul Signac, Maisons du port, Saint-Tropez, 1892

Taxe: 8.000.000 - 12.000.000 USD

Zuschlag: 9.300.000,- USD

Losnummer: 8

Camille Pissarro, Chemin de l’Écluse, Saint-Ouen-l’Aumône, 1882

Camille Pissarro, Chemin de l’Écluse, Saint-Ouen-l’Aumône, 1882

Taxe: 1.500.000 - 2.000.000 USD

Zuschlag: 1.100.000,- USD

Losnummer: 30

Aristide Maillol, Le Monument à Claude Debussy, 1930

Aristide Maillol, Le Monument à Claude Debussy, 1930

Taxe: 1.500.000 - 2.500.000 USD

Losnummer: 9

Auguste Rodin, L’Éternel Printemps, 1884

Auguste Rodin, L’Éternel Printemps, 1884

Taxe: 8.000.000 - 12.000.000 USD

Zuschlag: 18.000.000,- USD

Losnummer: 17

Claude Monet, Marée basse aux Petites-Dalles, 1884

Claude Monet, Marée basse aux Petites-Dalles, 1884

Taxe: 3.000.000 - 5.000.000 USD

Zuschlag: 8.600.000,- USD

Losnummer: 25




Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce