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Dass die französische Künstlerin Niki de Saint Phalle neben ihren berühmten Nana-Skulpturen auch weitaus radikalere Werke geschaffen hat, beweist jetzt eine Ausstellung im Sprengel Museum Hannover

Auf die Plätze, fertig, Schuss!



Geboren wurde Niki de Saint Phalle 1930 in Neuilly-sur-Seine. Die dem Adel entstammende französische Künstlerin wuchs allerdings überwiegend in den Vereinigten Staaten auf. Als Autodidaktin begann sie bereits früh damit, erste Ölbilder und Gouachen zu malen. 1952 zog sie nach Paris um und tauchte dort in die brodelnde Kunstszene ein. Von nun an entwickelte sich ihre Karriere vornehmlich auf dem alten Kontinent. Zu Hannover pflegte die 2002 verstorbene Künstlerin eine besondere Beziehung. Hunderte Arbeiten überließ sie der Stadt im Jahr 2000 im Rahmen einer großzügigen Schenkung. Dabei hatte es ihr Hannover zuvor nicht leicht gemacht.


Carina Plath, die Kuratorin der aktuellen Ausstellung „Niki de Saint Phalle – The Big Shots“, die aktuell im Sprengel Museum Hannover zu sehen ist, erläutert die Beziehung der französischen Künstlerin zu Hannover so: „Die Aufstellung der drei ‚Nanas‘ am Leineufer in Hannover 1974 im Rahmen der Hannoverschen ‚Straßenkunst‘ war von Protesten begleitet. Die Befürworter konnten sich durchsetzen, und die Skulpturen wurden zu einem Wahrzeichen der Stadt. Niki de Saint Phalle fühlte sich seitdem der Stadt verbunden, sie wurde dann im Jahr 2000, in dem sie ihre Grotte in den Herrenhäuser Gärten verwirklichte, zur Ehrenbürgerin ernannt. In diesem Zusammenhang schenkte sie der Stadt Hannover mehr als 390 Arbeiten, die in die Sammlung des Sprengel Museum Hannover eingingen.“ Exklusiv in Hannover wird daher nachvollziehbar, wie viele ganz unterschiedliche Facetten und Perioden ihr Werk, besonders aber ihr frühes Schaffen, aufweist.

Die Ausstellung findet in der sogenannten Einblickshalle im Altbau statt. Mit der Schau wird dieser Teil des Museums nach mehrmonatiger Schließung und Umbauzeit wiedereröffnet. In der Präsentation lassen sich Kontinuitäten und Sprünge im Œuvre Niki de Saint Phalles anhand von Schlüsselwerken von Mitte der 1950er bis zu den späten 1990er Jahren nachvollziehen. „Es wird ihre künstlerische Entwicklung und Emanzipation als Künstlerin gezeigt“, so die stellvertretende Museumsdirektorin Carina Plath.

Die sogenannten „Schießbilder“ nehmen dabei eine zentrale Stellung ein. Sie stehen für die frühe Emanzipation der Künstlerin innerhalb der Kunstszene. Niki de Saint Phalle hatte dafür weiße Leinwände und materialreiche Assemblagen mit farbgefüllten Plastikbeuteln und Farbsprühdosen präpariert, die aufplatzten und ihren Inhalt freigaben, sobald die Künstlerin sie mit einem Schuss aus einem Gewehr traf. Mit diesen Arbeiten ist Niki de Saint Phalle Anfang der 1960er Jahre auch einem größeren Publikum bekannt geworden. Sie fanden damals auch sogleich ihr Echo in der Presse. So titelte etwa eine Zeitung „Gräfin Niki malt mit dem Karabiner“.

Weitere Höhepunkte der Schau bilden die großen Materialbilder aus den 1960er Jahren. Hier verabschiedet sich Niki de Saint Phalle vom Patriarchat, etwa in „La mort du patriarche“ von 1962. Oder aber man erkennt die Nähe zur Pop Art und ihre Rolle als politische Aktivistin, etwa in „Kennedy-Kroutchev“ von 1963 oder in „Heads of State (Study for King Kong)“, ebenfalls von 1963. Auch die frühen „Nanas“ sind Teil der Schau im Sprengel Museum. Als krönender Abschluss sind schließlich großformatige Skulpturen mit Mosaiken zu sehen, die die Künstlerin 2000 in den Herrenhäuser Gärten realisiert hat, darunter der „Obélisque de Miroirs“ von 1993.

„Ich war eine zornige junge Frau, doch gibt es ja viele zornige junge Männer und Frauen, die trotzdem keine Künstler werden. Ich wurde Künstler, weil es für mich keine Alternative gab – in Folge dessen brauchte ich auch keine Entscheidungen zu treffen. Es war mein Schicksal… Ich umarmte die Kunst als meine Erlösung und Notwendigkeit“, beschrieb Niki de Saint Phalle im Jahr 1987 den nahezu zwangsläufigen Beginn ihrer künstlerischen Laufbahn.

Die Ausstellung „Niki de Saint Phalle – The Big Shots“ läuft bis zum 29. Januar 2017. Das Sprengel Museum Hannover hat dienstags von 10 bis 20 Uhr und mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Bis zum 2. Juni ist der Eintritt frei; danach beträgt er 7 Euro, ermäßigt 4 Euro, jeden Freitag ist er kostenlos, ebenso für Kinder bis 12 Jahre.

Kontakt:

Sprengel Museum Hannover

Kurt-Schwitters-Platz

DE-30169 Hannover

Telefon:+49 (0511) 168 438 75

Telefax:+49 (0511) 168 450 93



27.04.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


26.04.2016, Niki de Saint Phalle – The Big Shots

Bei:


Sprengel Museum Hannover

Bericht:


Kunstkritiker ehren Museen in Berlin, Köln und Hannover

Künstler:


Niki de Saint Phalle










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