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Bücher, Grafik und Multiples aus alter und neuer Zeit bei Venator & Hanstein in Köln

Teure Reise



Johann Karl Bodmer, Maximilian zu Wied-Neuwied, Reise in das innere Nord-America in den Jahren 1832 bis 1834, 1839-1841

Johann Karl Bodmer, Maximilian zu Wied-Neuwied, Reise in das innere Nord-America in den Jahren 1832 bis 1834, 1839-1841

Mit diesem publizistischen Großprojekt hätte sich der Schweizer Maler und Grafiker Johann Karl Bodmer beinahe übernommen: Mit enormem Aufwand betrieb er die reichhaltige Illustration des 1839/41 im Druck erschienenen Atlasbandes der „Reise in das innere Nord-America in den Jahren 1832 bis 1834“. Er hatte sie zusammen mit Maximilian Prinz zu Wied-Neuwied unternommen, von dem die ausführlichen Beschreibungen von Menschen und Völkern der damals noch immer recht unbekannten Welt stammen. Maximilian war es auch, der die Initiative zu der aufwendigen Publikation gab und Bodmer mit der Umsetzung beauftragte. Für diesen aber wurde das Projekt zu einem Desaster. Zehn der besten Jahre seines Lebens, so klagte Bodmer gegenüber seinem Auftraggeber, habe er für den Bildatlas geopfert, und seiner Künstlerlaufbahn habe die Arbeit daran nur geschadet. Heute gehört die „Reise“ zu den bedeutendsten Büchern des 19. Jahrhunderts – und zu den kostbarsten. Auf der vergangenen Versteigerung von Büchern und Grafik bei Venator & Hanstein in Köln jedenfalls avancierte sie zum Hauptlos: 53.000 Euro etwas über der Schätzung kostete das mit über achtzig feinsten Aquatintaradierungen geschmückte Werk.


Eigentlich sollte am 18. März eine mit elf Holzschnitten illustrierte „Ars moriendi“ aus der Kölner Offizin des Nikolaus Götz von circa 1475 das Siegertreppchen besteigen, doch 200.000 Euro waren wohl etwas zu viel. Dafür konnte sich ein Exemplar von Galileo Galileis 1632 gedruckte Verteidigungsschrift „Dialogo … sopra i due massimi sistemi del mondo …“ von 10.000 Euro auf 12.000 Euro verbessern. Mit 35.000 Euro sogar fast das Dreifache der Schätzung schaffte die Erziehungsschrift „De institutione foeminae Christianae“ des seinerzeit vielgelesenen spanischen Humanisten Juan Luis Vives aus dem Jahr 1524. Auf 9.800 Euro vervierfachte sich der Wert eines Sammelbandes mit vier Schriften zum Thema „Hexerei und Zauberei“ aus dem zweiten Viertel des 17. Jahrhunderts, darunter die erste vollständige deutsche Übersetzung von Friedrich von Spees berühmter „Cautio criminalis“ aus dem Jahr 1649.

Bei der künstlerischen Druckgrafik setzten sich zwei Radierungen aus Giovanni Battista Piranesis bekannten „Invenzioni Capric di Carceri“ von 1749/50 an die Spitze: „Die Zugbrücke“ kam auf 5.500 Euro, „Das rauchende Feuer“ auf 6.500 und (Taxe je 3.000 EUR). Einträglich platzierten sich zudem Francisco de Goyas Aquatintaradierung „De que mal morira?“, Blatt 40 aus „Los Caprichos“, in der Erstausgabe von 1799 bei 5.400 Euro (Taxe 2.700 EUR) oder Hendrick Goltzius’ manieristischer Kupferstich „Der Drache tötet die Gefährten des Kadmus“ nach Cornelis Cornelisz van Haarlem aus dem Jahr 1588 bei 1.300 Euro (Taxe 750 EUR). Pieter Bruegel d.Ä. konnte sich mit seinem Blatt „Viermaster und zwei Dreimaster ankern vor einer befestigten Insel mit Leuchtturm“ aus der zehnteiligen Folge „Segelschiffe“, gestochen zwischen 1561 und 1565 von Frans Huys, bei 2.600 Euro behaupten (Taxe 2.000 EUR), Rembrandt mit seiner Radierung „Der Engel vor der Familie des Tobias verschwindend“ von 1641 bei taxgerechten 3.000 Euro.

Lag die losbezogene Zuschlagsquote für die alten Werke bei guten 58 Prozent, rutschte sie bei der modernen und zeitgenössischen Kunst am 19. März auf rund 52 Prozent ab. Die Preise beschränkten sich hier erwartungsgemäß überwiegend auf drei- und vierstellige Beträge. Jeweils 8.500 Euro gab es für Hans-Peter Feldmanns zwanzig schwarz-weiße ironische „Sonntagsbilder“ von 1976/77 (Taxe 9.000 EUR) und HAP Grieshabers zwei Farbholzschnitte „Negermadonna – Spiritual I“ und „Sputnik-Engel (Neujahrsgruß für 1958)“ von 1957, die ihre Taxe von 450 Euro damit um fast das Zwanzigfache steigern konnten. Von 8.000 Euro erhöhte sich der Wert für Pablo Picassos intime Radierung „Minotaure endormi contemplé par une femme“ aus der Suite Vollard von 1933 auf 9.500 Euro. Hermann Max Pechstein gab seine aquarellierte Lithografie „Nach dem Bade“ mit Aktpaar am Strand von 1923 erst bei 2.200 Euro ab (Taxe 1.800 EUR), André Lanskoy eine Sammlung von 17 abstrakten Farblithografien erst bei 5.500 Euro (Taxe 3.000 EUR).

Rege Nachfrage herrschte dann bei den bronzenen Körperfragmenten Igor Mitorajs, etwa bei seinem Halbtorso „Bouclier“ von 1980 mit 5.400 Euro (Taxe 3.000 EUR) oder seinem vollständigen Pendant „Le Grépol“ von 1978 mit 4.300 Euro (Taxe 1.800 EUR). Auch bei den zahlreichen Arbeiten A.R. Pencks war der Zuspruch ungebremst; so ging sein mit Acryl gemaltes „Portrait im Herz“ erst bei 5.600 Euro weg (Taxe 2.500 EUR), sein rotes Strichmännchen vor Grün bei 4.400 Euro (Taxe 1.500 EUR) und seine siebenteilige Suite mit werbetextähnlichen Schriftzeichnungen erst bei 7.000 Euro (Taxe 1.000 EUR). Teurer wurde es wiederum nur im antiquarischen Teil. 13.000 Euro kostete die 1921 von Ambroise Vollard herausgegebene und von Pablo Picasso illustrierte Ausgabe „Le chef-d’œuvre inconnu“ von Honoré de Balzac (Taxe 15.000 EUR), 12.500 Euro ein Exemplar der Erstausgabe von Thomas Manns „Tod in Venedig“ aus dem Jahr 1912 (Taxe 6.000 EUR). Als Toplos waren die von Salvador Dalí illustrierten „Chants de Maldoror“ des französischen Dichters Comte de Lautréamont in einer Ausgabe von 1934 bei 40.000 Euro an den Start gegangen. Das Hauptwerk aus Dalís buchillustratorischer Arbeit musste sich aber mit 27.000 Euro unter Vorbehalt begnügen.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Venator & Hanstein KG

Cäcillienstraße 48

DE-50667 Köln

Telefax:+49 (0221) 257 55 26

Telefon:+49 (0221) 257 54 19



23.03.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Juan Luis Vives, De institutione foeminae Christianae libri tres, Antwerpen 1524

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Hendrick Goltzius, Der Drache tötet die Gefährten des Kadmus, 1588

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