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Am Badestrand / Otto Pippel

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Kentaur, 1891/93 / Franz von  Stuck

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Stehender Mädchenakt vor Rot, 1954 / Karl Hofer

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Design und Film bei Quittenbaum in München

Käfer unterm Tisch



Olivier Mourgue, Zweiersofa „Djinn“, 1965

Olivier Mourgue, Zweiersofa „Djinn“, 1965

Als 1968 Stanley Kubricks fast dreistündiges Weltraumepos „2001 – A Space Odyssey“ in die Kinos kam, machte der Film auf mehrere Weise Furore: als tricktechnische Revolution, als Neudefinition des Science Fiction-Genres, als intellektuelle Herausforderung – und als Designklassiker. Bis heute gelten Gestaltung und Ausstattung der darin gezeigten Interieurs als Inbegriff futuristischen Designs der späten 1960er Jahre, ja teilweise schienen sie sogar ihrer Zeit voraus zu sein. Freilich: Nicht nur Kubrick, sondern auch viele andere Regisseure legten großen Wert auf die gestalterische Ausstattung ihrer Sets und prägten damit gelegentlich die Bilder ganzer Epochen. Was also liegt näher, als Film und Design auch auf dem Kunstmarkt einmal zusammenzubringen?


Diese Idee hat jetzt das Münchner Auktionshaus Quittenbaum, einer der Marktführer der Designbranche in Deutschland, für seine kommende Versteigerung vom 23. bis 25. Februar umgesetzt. „Design meets Movie“ heißt der Titel der Eröffnungsauktion am Montag mit etwas mehr als 130 Losnummern. Nicht alle Offerten lassen sich bestimmten Filmen zuzuordnen, und offenbar keine kommt direkt aus dem jeweiligen Filmstudio – oder etwa doch? Angeblich stammt eine 1965 von Olivier Mourgue entworfene Sitzgarnitur mit knallroten Kunstlederbezügen tatsächlich aus Kubricks Weltraumfilm, wo sie in einer der ersten Szenen auftaucht. So behauptete es jedenfalls die Filmausstatterin, der das Trio früher einmal gehörte (Taxen zwischen 1.200 und 4.000 EUR).

Science Fiction-Filme eignen sich überhaupt bestens dazu, besonderes Design bekanntzumachen. In der seit 1966 im deutschen Fernsehen ausgestrahlten Serie „Raumpatrouille Orion“ mit Dietmar Schönherr und Eva Pflug kam etwa Eero Saarinens achtteiliges Set weißer Beistellstühle „151“ aus dem Jahr 1956 zum Einsatz (Taxe 2.500 bis 3.500 EUR). Übrigens auch in „Fantomas revient“ mit Louis de Funès und Jean Marais von 1965 war es zu sehen, ebenso wie ein breiter und behäbiger Armlehnsessel Martin Griersons von 1962, bei dem ein senfgelber Lederbezug mit dunkelbraunen Kederwülsten kontrastiert (Taxe 7.500 bis 8.500 EUR).

Natürlich fehlt auch der eine oder andere James Bond nicht. Bodil Kjaers sachlich-kantiger Schreibtisch mit Rollcontainer und Aktenschrank von circa 1959 hatte sowohl in „From Russia with Love“ von 1963 als auch in „You Only Live Twice“ von 1967 seinen großen Auftritt und ist mit 15.000 bis 25.000 Euro bei Quittenbaum das Hauptlos der Film-Auktion, zusammen mit einem zugehörigen Sideboard für 10.000 bis 12.000 Euro. Roger Moore nahm 1973 in „Live and Let Die“ in Paul Tuttles zwei Jahre zuvor hergestelltem Sessel „Anaconda – 1636“ Platz (Taxe 3.500 bis 5.000 EUR).

Poul Volthers skelettartiger roter Sessel mit Ottoman „Corona – EJ 605“ aus dem Jahr 1961 gehörte zehn Jahre später zum Inventar von Mike Nichols’ „Carnal Knowledge“, der wegen seiner sexuellen Freizügigkeit in den frühen 1970er Jahren in den USA einige Aufregung erzeugte. Jack Nicholson war einer der Hauptdarsteller (Taxe 3.300 bis 3.800 EUR). In jüngerer Zeit sammelte Henrik Thor-Larsens eiförmiger schwarz-weißer Sessel „Ovalia“ samt Hocker von 1968 Kinoerfahrung: in Barry Sonnenfelds cooler Science-Fiction-Komödie „Men in Black“ von 1997 mit Will Smith und Tommy Lee Jones (Taxe 3.800 bis 4.200 EUR). In der 2007 bis 2015 ausgestrahlten Fernsehserie „Mad Men“ fanden zwei Paar Armlehnsessel aus den späten 1950er Jahren Verwendung, das eine von Peter Hvidt und Orla Mølgaard-Nielsen, das andere von Charles Eames entworfen (Taxen zwischen 900 und 2.000 EUR).

Die Hauptauktion am 24. Februar listet knapp 350 weitere Designschöpfungen des 20. Jahrhunderts, angefangen bei relativ frühen Arbeiten wie einem schlichten Garderobenschrank, den Alvar Aalto 1928 für die Patientenzimmer seines Paimio-Sanatoriums in Finnland entworfen hat (Taxe 7.000 bis 8.000 EUR), bis hin zu jüngeren Werken wie Frank O. Gehrys „Grandpa Beaver“ von 1980 aus verleimter Wellpappe (Taxe 1.500 bis 2.500 EUR). Ein riesengroßer Käfer aus verschiedenen Metallen mit quarzartigen Pulvereinschmelzungen hockt unter der großen Rauchglasplatte eines Sofatisches von Henri Fernandez aus den 1970er Jahren (Taxe 2.900 bis 3.300 EUR). Klassischer kommt um 1964 ein Satz aus zwei Armlehnsesseln mit Ottomanen von Grete Jalk daher. Orangerote Textilbezüge zwischen gebogenen Aluminiumrohren – das muss reichen (Taxe 6.000 bis 7.000 EUR).

Den Abschluss der Auktion am Donnerstag bestreitet das Muranoglas. Höhepunkt ist hier eine auf 30.000 bis 40.000 Euro taxierte Vase „A fasce“ von Carlo Scarpa aus dem Jahr 1940. Sie ist wohlproportioniert in Tropfenform und farblich in Türkisgrün unten und Blassviolett oben aufgeteilt, getrennt durch einen violetten Querfaden. In der Glasproduktionsstätte von Ercole Barovier lief 1929/30 ein zweiflammiger Kerzenleuchter in Gestalt eines stilisierten Astes vom Band, der jetzt für 9.000 bis 12.000 Euro bereitsteht. Aus der großen Murano-Zeit während der 1950er Jahre gibt es Dino Martens’ asymmetrisch geformte Vase „Oriente Geltrude“ von 1954, aus deren bunter Bemalung dem Betrachter ein etwas ernstes Strichmännchengesicht entgegenschaut (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR), oder Ermanno Tosos etwa gleichaltrige heitere Vase „Stellato“ mit großen bunten Sternmurrinen für 5.000 bis 6.000 Euro.

Die Auktionen beginnen am 23., 24. und 25. Februar jeweils um 17 Uhr. Die Besichtigung ist am 19. und 22. Februar von 10 bis 18 Uhr, am 20. und 21. Februar von 13 bis 17 Uhr möglich. Der Internetkatalog ist unter www.quittenbaum.de abrufbar.

Kontakt:

Quittenbaum Kunstauktionen

Theresienstraße 60

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 273 702 125

Telefax:+49 (089) 273 702 122

E-Mail: info@quittenbaum.de



19.02.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Josef Frank, Hemdenschrank, 1960er Jahre
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Nanna Ditzel und Jørgen Ditzel, Spazierstock, 1958
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Nanna Ditzel, Zwei Armlehnstühle „Magasin du Nord“, 1955
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Finn Juhl, Armlehnsessel „FJ 45“, 1945
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Bruno Mathsson, Armlehnsessel „Eva 1“, 1941
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Alvar Aalto, Armlehnstuhl „15“, um 1929

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Taxe: 2.000 - 2.500 EURO

Losnummer: 166

Bruno Mathsson, Armlehnsessel „Eva 1“, 1941

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Taxe: 450 - 500 EURO

Losnummer: 174

Olivier Mourgue, Sitzbank „Djinn“, 1965

Olivier Mourgue, Sitzbank „Djinn“, 1965

Taxe: 1.200 - 1.500 EURO

Zuschlag: 1.000,- EURO

Losnummer: 113

Charles Eames, Zwei Armlehnsessel „Time Life“, 1960

Charles Eames, Zwei Armlehnsessel „Time Life“, 1960

Taxe: 1.600 - 2.000 EURO

Zuschlag: 1.600,- EURO

Losnummer: 18

Nanna Ditzel, Schreibtisch „93“, 1952

Nanna Ditzel, Schreibtisch „93“, 1952

Taxe: 2.000 - 3.000 EURO

Zuschlag: 4.700,- EURO

Losnummer: 194

Josef Frank, 2 Regale „1142“, 1950er Jahre

Josef Frank, 2 Regale „1142“, 1950er Jahre

Taxe: 800 - 1.200 EURO

Zuschlag: 1.700,- EURO

Losnummer: 180

 Knoll International, Eero Saarinen, Sofatisch „168“, 1957

Knoll International, Eero Saarinen, Sofatisch „168“, 1957

Taxe: 400 - 600 EURO

Losnummer: 111

Nanna Ditzel, 2 Hocker „Trisse Trisser“, 1962

Nanna Ditzel, 2 Hocker „Trisse Trisser“, 1962

Taxe: 1.000 - 1.500 EURO

Zuschlag: 1.000,- EURO

Losnummer: 250

Grete Jalk, 2 Armlehnsessel und 2 Ottomane, um 1964

Grete Jalk, 2 Armlehnsessel und 2 Ottomane, um 1964

Taxe: 6.000 - 7.000 EURO

Losnummer: 252

Gio Ponti, Sideboard „BNL“, 1954

Gio Ponti, Sideboard „BNL“, 1954

Taxe: 900 - 1.200 EURO

Losnummer: 395

Frank Owen Gehry, Sessel „Grandpa Beaver“, 1980

Frank Owen Gehry, Sessel „Grandpa Beaver“, 1980

Taxe: 1.500 - 2.500 EURO

Zuschlag: 6.000,- EURO

Losnummer: 349

Nanna Ditzel, Zwei Armlehnstühle „Magasin du Nord“, 1955

Nanna Ditzel, Zwei Armlehnstühle „Magasin du Nord“, 1955

Taxe: 800 - 1.200 EURO

Losnummer: 204

Dino Martens, Vase „Oriente“, 1954

Dino Martens, Vase „Oriente“, 1954

Taxe: 5.500 - 7.500 EURO

Zuschlag: 6.000,- EURO

Losnummer: 583




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