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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Müde Kämpfe um die impressionistische und moderne Kunst von Sotheby’s in London

Absacker



Es läuft momentan nicht wirklich rosig für das Auktionshaus Sotheby’s. Nachdem das börsennotierte Unternehmen schon das letzte Quartal des vergangenen Jahres mit einem dicken Minus abgeschlossen hat, scheint ihm jetzt auch die schwächelnde Wirtschaft vor allem im asiatischen Raum schaffen zu machen. Auf der jüngsten Abendversteigerung impressionistischer und moderner Kunst am 3. Februar in London trat dies deutlich zu Tage: 15 von 53 Werken und damit mehr als ein Viertel gingen an die Einlieferer zurück, eine Reihe weiterer Arbeiten verfehlte zum Teil deutlich die preislichen Erwartungen. Dementsprechend mager, gemessen an der Gesamtschätzung, fiel mit brutto 93,7 Millionen Pfund der Umsatz der Veranstaltung aus.


Das Hauptlos zumindest konnte sich behaupten: 16,7 Millionen Pfund im unteren der Bereich der Schätzung schaffte Pablo Picassos „Tête de femme“ von 1935. Das kubistisch verfremdete, buntfarbige Portrait, das Picassos damalige Geliebte Marie-Thérèse Walter zeigt, kostete im November 2013 bei Sotheby’s in New York mit Aufgeld allerdings noch knapp 40 Millionen Dollar, also gut und gerne anderthalb Mal so viel. Den zweiten Platz teilten sich bei jeweils 10,2 Millionen Pfund Claude Monets dunstige Venedig-Vedute „Le Palais Ducal vu de Saint-Georges Majeur“ von 1908 und Auguste Rodins tänzerischer Bronzetorso „Iris, Messagère des dieux“ mit deutlichem Blick in die Vagina von 1890/91 in einem Guss von circa 1902/05. Während der Impressionist mit mindestens 12 Millionen Pfund im Vorfeld deutlich höher bewertet war, konnte der Bildhauer als einer der wenigen der Auktion sich von 6 Millionen Pfund aufschwingen und reicht nun an seinen Rekord von 16,9 Millionen Dollar vom Mai 2008 heran. Nur 9,5 Millionen Pfund statt mindestens 12 Millionen Pfund gab es für Henri Matisses buntfarbiges Interieur „La Leçon de piano“ aus dem Jahr 1923, trotz fast marktfrischer Provenienz aus annähernd neunzigjährigem Privatbesitz.

Bei den deutschen Künstlern gab es einen prominenten Rückgang: Franz Marcs mit betont heller Farbpalette gemalte „Große Landschaft I“ mit vier Pferden auf der Weide von 1909 fiel bei 4 bis 6 Millionen Pfund durch. Emil Noldes als beinahe abstrakte Farbkomposition festgehaltenes „Meer bei Alsen“ von 1910 sackte auf 1,05 Millionen Pfund leicht ab (Taxe 1,2 bis 1,6 Millionen GBP), ebenso Max Liebermanns impressionistisch ungezwungene „Große Seestraße in Wannsee mit Spaziergängern“ von circa 1920 auf 480.000 Pfund (Taxe 500.000 bis 700.000 GBP) und Lyonel Feiningers kristallines „Sternenschiff II“ von 1937 mit 270.000 Pfund (Taxe 300.000 bis 400.000 GBP). Die untere Grenze von 900.000 bis 1,2 Millionen Pfund schaffte Hermann Max Pechsteins „Feuchter Tag“ von 1919 mit den Aktfiguren seiner Frau und seines Sohnes am Strand bei Nidden. Immerhin von 800.000 bis 1,2 Millionen Pfund auf 1,3 Millionen Pfund leicht steigern konnte sich Max Beckmanns „Schlafende am Strand“. 1927 entstand das Bild mit holzschnittartigem, kraftvollem Pinselstrichen, in seinem Todesjahr 1950 hat der Künstler es noch einmal überarbeitet. Für eine figurative und eine abstrakte Arbeit Wassily Kandinskys interessierte sich indes niemand.

Die 16 in einem eigenen Katalog versammelten Surrealisten freuten sich über ein durchschnittlich etwas höheres Kaufinteresse, hier blieben nur drei Arbeiten liegen. Teuerstes Werk wurde beim Auktionsrekordpreis von 6,4 Millionen Pfund wie vorgesehen Paul Delvaux’ „Le Miroir“ von 1936 mit der Rückenfigur einer vornehmen Dame in einem abgehalfterten Interieur, die ihr eigenes Portrait als Aktfigur betrachtet (Taxe 5,5 bis 7,5 Millionen GBP). Sehen lassen konnte sich auch Francis Picabias maschinenartige Komposition „Ventilateur“ von circa 1918 für 2 Millionen Pfund (Taxe 1,8 bis 2,5 Millionen GBP). Alle anderen Aspiranten, darunter Altmeister René Magritte, mussten sich mit sechsstelligen Preisen begnügen. Immerhin brachte seine musikalische Gouache „L’Usage de la parole“ von 1961 gute 800.000 Pfund zusammen (Taxe 500.000 bis 700.000 GBP), und auch Wolfgang Paalens „Orages magnétiques“ von 1938, in der Totenkopfwesen aufzutauchen scheinen, legte leicht auf 220.000 Pfund zu (Taxe 150.000 bis 200.000 GBP).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Sotheby’s London

34-35 New Bond Street

GB-W1A 2AA London

Telefax:+44 (020) 72 93 59 24

Telefon:+44 (020) 72 93 51 84



16.02.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Claude Monet, Le Palais Ducal vu de Saint-Georges Majeur, 1908

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Taxe: 12.000.000 - 18.000.000 GBP

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