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David Brolliet - Ein Sammler zeitgenössischer Kunst auf dem Art Forum

Enthusiasmus für neue Kunst



Der Sammler David Brolliet

Quelle: Lars Breuer

Der Sammler David Brolliet

Der Sammler David Brolliet lebt in Genf, Paris und New York. In jeder dieser Städte verfügt er auch über ein Lager, wo die knapp 400 Arbeiten seiner Kollektion aufbewahrt werden. Neben seiner beruflichen Tätigkeit im Film- und Fernsehgeschäft betreut den Bereich Kommunikation und Public Relations der ADIAF, einer französischen Vereinigung von Kunstsammlern zur internationalen Förderung junger französischer Kunst. Die ADIAF lobte im Jahr 2000 zum ersten Mal den Marcel Duchamp-Preis aus, den der Schweizer Künstler Thomas Hirschhorn erhielt.



Frage: Seit wann sammeln Sie Kunst? Was war der Auslöser dazu?

David Brolliet: Ich habe früh angefangen, Kunst zu sammeln, und der Anlass dazu war eher zufälliger Natur. Mein Vater nahm mich einmal in eine Galerie mit und kaufte mir meine erste Skulptur. Es war dann meine Mutter, die mein Interesse für Kunst förderte. Sie nahm mich mit auf Reisen in die USA, wo ich bereits als Teenager amerikanische Künstler wie Sam Francis oder Ed Ruscha kennen lernte. So entwickelte ich meine Liebe zur zeitgenössischen Kunst, die meine Sammlung prägt.

Frage: Was sammeln Sie?

David Brolliet: In meiner Sammlung gibt es keine Linie, ich gehe nach keiner bestimmten Methode vor. Ein Kunstwerk muss mich bewegen und ich muss es mögen. Die Auswahl und die Schwerpunkte sind durch persönliche Kontakte und Freundschaften zu Künstlern wie John Armleder und Sylvie Fleury beeinflusst. Ich besitze Skulpturen, Malerei und Installationen, seit fünf Jahren Fotografien und neuerdings auch Videoarbeiten. Mein erstes Video stammt von der koreanischen Künstlerin Kimsooja, deren poetische Arbeiten mich begeistern.

Frage: Wie viele Kunstwerke besitzen Sie?

David Brolliet: Meine Sammlung besteht aus ungefähr 400 Arbeiten, die ich mit Hilfe eines Computers und eines Assistenten verwalte und betreue. Viele stammen von bekannten Künstlern wie Cindy Sherman, Nan Goldin oder John Armleder, manche aber auch von vollkommen unbekannten, die ich schätze. Einige von ihnen arbeiten heute gar nicht mehr in dem Beruf, wie der Amerikaner Mark Stahl, von dem ich eine Installation besitze.

Frage: Haben Sie Kunstwerke aus Ihrer Sammlung auch wieder verkauft?

David Brolliet: Teilweise ja, um den Umfang meiner Sammlung konstant zu halten. Außerdem habe ich mittlerweile etabliertere Arbeiten wieder verkauft, um das Geld in jetzt aktuelle Künstler zu investieren.

Frage: Wo kaufen Sie ihre Kunstwerke?

David Brolliet: Natürlich in Galerien, in den letzten Jahren auch auf Messen oder Auktionen. Manchmal kaufe ich direkt bei Künstlern, die noch keine Galerie haben, oder gebe die Ausführung einer Arbeit in Auftrag. Der britische Künstler David Mach zum Beispiel schuf eine seiner Postkarten-Arbeiten mit meinem Porträt.

Frage: Wie finden Sie das Art Forum?

David Brolliet: Ich besuche fünf oder sechs Kunstmessen im Jahr. Auf dem Art Forum in Berlin bin ich zum ersten Mal. Das Programm der eingeladenen Sammler ist sehr reich und beeindruckend: ein Bravo für die Organisatoren. Ich finde ich es bemerkenswert, dass es in Deutschland zwei große Kunstmessen im Abstand von nur fünf Wochen gibt. Das Art Forum bietet qualitätvolle Kunst, ich finde jedoch, dass einige Galerien mehr Werke junger, unbekannter Künstler zeigen könnten, um uns diese neuen Talente entdecken zu lassen. Junge deutsche Kunst kenne ich bisher kaum und informiere mich hier darüber. Einige Dinge habe ich bereits im Auge und werde sie vielleicht kaufen.

Frage: Was halten Sie von junger Kunst als Investment?

David Brolliet: Mit junger Kunst zu spekulieren, ist risikoreich. Der Markt kann leicht kollabieren, deshalb gibt es kein Rezept, nach dem man handeln kann. Besser ist es, sich von seinen Vorlieben leiten zu lassen. Um Geld anzulegen, eignet sich die Kunst der Klassischen Moderne wohl besser als die zeitgenössische. Für mich persönlich spielt der finanzielle Gewinn keine Rolle beim Einkauf. Manche meiner Werke haben sich im Wert trotzdem gesteigert: eine Arbeit von Thomas Demand, die ich in den späten 80er Jahren kaufte zum Beispiel. Damals war er noch recht unbekannt, mein Bild hat seinen Wert mehr als verzehnfacht.

Frage: Wie stellen Sie sich ihre Sammlung in zehn Jahren vor?

David Brolliet: Bereits seit zehn Jahren befinden sich einige meiner Kunstwerke in Museen, zum Beispiel dem Museum für zeitgenössische Kunst in Genf. In Zukunft soll meine Sammlung verstärkt und auch über das Internet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Als Sammler habe ich den moralischen Anspruch, ein Publikum für die zeitgenössische Kunst zu gewinnen.



10.10.2001

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching und Julia Brodauf

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Veranstaltung vom:


03.10.2001, Art Forum Berlin

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Der Sammler
 David Brolliet
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