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Die Kunsthalle Bremen nimmt sich Alain Resnais’ Filmklassiker „Letztes Jahr in Marienbad“ und untersucht dessen Einfluss auf die bildende Kunst

War es letztes Jahr in Marienbad oder dieses Jahr in Bremen?



Sind sie sich vor einem Jahr in Marienbad schon einmal begegnet oder nicht? Ein Mann und eine Frau treffen in einem schlossartigen Luxushotel aufeinander, und ihre Gespräche drehen sich fast nur um diese eine Frage. Alain Resnais’ filmisches Meisterwerk „Letztes Jahr in Marienbad“ nach dem gleichnamigen Nouveau Roman von Alain Robbe-Grillet gehört zu den Klassikern des Nouvelle Vague-Kinos. Der bis ins Detail durchkomponierte, von unendlichen Wiederholungen und Variationen durchzogene Schwarz-Weiß-Film von 1961 hat sein Publikum schon damals in glühende Bewunderer und scharfzüngige Kritiker gespalten. Gleichgültig lässt er bis heute keinen. Bildende Künstler, Fotografen, Modemacher, aber auch Musikvideoproduzenten lassen sich immer wieder von der distanziert unterkühlten Atmosphäre und der stilisierten Eleganz der Hauptdarsteller – allen voran die unentschlüsselbare Delphine Seyrig – inspirieren. Vielmehr aber noch ist es das verwirrende Spiel mit Echtzeit, erinnerter Zeit, Traum, Illusion, realen und imaginierten Räumen, das Künstler herausfordert, ihre eigenen Marienbad-Momente zu inszenieren.


Die Kunsthalle Bremen begibt sich derzeit in der mit drei Dutzend Positionen besetzen Gruppenausstellung „Letztes Jahr in Marienbad – Ein Film als Kunstwerk“ auf Spurensuche. Direktor Christoph Grunenberg und Ko-Kuratorin Eva Fischer-Hausdorf schlagen einen weiten Bogen durch die jüngere Kunstgeschichte. Da agiert etwa Rodney Graham in einem riesigen Leuchtkasten-Diptychon als barock gewandeter Kameramann vor einer artifiziellen Schlossparkkulisse. Von Vanessa Beecroft ist eine Videoarbeit zu sehen, für die sie adlige Damen eine Stunde lang in einem Prachtsaal zum Stillstehen verdonnerte. Sehr passend auch die Cut-Outs von Howard Kanovitz und Alex Katz, die in ihrer desillusionierenden Zweidimensionalität seltsam entrückt wirken. Jüngere Künstler wie Marc Brandenburg und Marie Harnett haben eigens für die Ausstellung neue Zeichnungsserien produziert.

Eine weitere Stärke der Schau liegt aber auch in der Offenlegung der Inspirationsquellen von Alain Resnais. Hochkarätige Werke der Surrealisten René Magritte und Paul Delvaux, aber auch von Giorgio de Chirico oder Alberto Giacometti zeigen, wie das Hauptmotiv des Films, die einsame Figur in überästhetisierter Architektur oder Parklandschaft, bereits in der Malerei und Skulptur der Moderne vorformuliert wurde. Was die klug zusammengestellte Bremer Schau schließlich auch für Cineasten zum absoluten Must macht, sind die vielen sorgfältig aufbereiteten Originaldokumente wie Auszüge aus dem Drehbuch, Setfotografien, Drehpläne, Szenenanweisungen und Plakate. Eine entscheidende Frage aber lässt die Ausstellung offen: Haben sich die beiden Protagonisten nun letztes Jahr in Marienbad getroffen oder nicht?

Die Ausstellung „Letztes Jahr in Marienbad. Ein Film als Kunstwerk“ läuft bis zum 13. März 2016. Die Kunsthalle Bremen hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, dienstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Der 288seitige Katalog kostet im Museumsshop 29 Euro, im Buchhandel 38 Euro.

Kontakt:

Kunsthalle Bremen

Am Wall 207

DE-28195 Bremen

Telefon:+49 (0421) 32 90 80

Telefax:+49 (0241) 32 90 84 7



22.01.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


14.11.2015, Letztes Jahr in Marienbad. Ein Film als Kunstwerk

Bei:


Kunsthalle Bremen

Variabilder:

Filmplakat „Letztes Jahr in Marienbad“
Filmplakat „Letztes Jahr in Marienbad“







Filmplakat „Letztes Jahr in Marienbad“

Filmplakat „Letztes Jahr in Marienbad“




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