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Kym IV, 1999 / K. O. (Karl Otto) Götz

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Die pure Lust am Zeichnen: Das Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg zeigt Zeichnungen, Illustrationen und Animationen des Berliners Christoph Niemann

Der Zeichner als Fährtenleger



„Mitte der neunziger Jahre schlug der Puls der Grafikszene in London, aber alles, was mich interessierte, gab es in New York“, sagt der 1970 in Waiblingen geborene Illustrator, Künstler und Autor Christoph Niemann. Zur Zeit präsentiert das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe die Ausstellung „Unterm Strich“ mit über 200 Cartoons, Zeichnungen, Drucken und Animationen des Künstlers. Darunter von Hand beschnittenes und dann eingescanntes Herbstlaub, das Niemann nonchalant zu Porträts von „Ernie und Bert“ oder „Laurel und Hardy“ deklariert. New Yorker Wahrzeichen wie die Freiheitsstatue, die gelben Taxis oder den von Dauerstaus geplagten Holland-Tunnel hat er aus Legosteinen nachgebaut und für die Serie „I lego New York“ abfotografiert – der „Big Apple“ reduziert auf das Wesentliche.


„Für mich bedeutet das Zeichnen, die Welt auseinanderzunehmen und auf dem Blatt wieder zusammenzusetzen“, erläutert der dreifache Vater, der nach einem fast elfjährigen New York-Aufenthalt seit 2008 in Berlin lebt. In New York hat er jedoch nach wie vor wichtige Auftraggeber: Der vielfach ausgezeichnete Grafiker ist mit Illustrationen im „New York Times Magazine“ vertreten und entwirft regelmäßig Titelbilder für das renommierte Magazin „The New Yorker“, die wöchentliche Pflichtlektüre aller Ostküsten-Intellektuellen. In Deutschland kennt man ihn durch seine humorvoll auf den Punkt gebrachten Bild-Text-Kombinationen etwa für das Zeit Magazin oder die Weltkunst.

„Es ist wie bei Hänsel und Gretel“, erläutert Christoph Niemann augenzwinkernd seinen Arbeitsstil. „Man muss Brotkrumen auslegen, damit der Betrachter die Fährte aufnehmen kann.“ Und die Fährten, die Christoph Niemann legt, sind oft verblüffend einfach: Das Foto einer aus der Form geratenen Haussocke verwandelt er mit ein paar zusätzlichen Tuschestrichen in einen Dinosaurier. Den Vorgang des Spaghettikochens übersetzt er in minimalistische Siebdrucke. Reduce to the max – weniger ist mehr. „Es geht darum, dass der Inhalt konkret realistisch ist und die Darstellungsweise komplett abstrakt“, erläutert Niemann.

Über sein ausgefeiltes zeichnerisches Talent hinaus tut sich die Arbeit von Christoph Niemann durch seine genaue Beobachtung der unvermeidbaren Fallstricke des Alltags und seinen lakonischen Sprachwitz hervor. Stadtpläne werden da plötzlich zu labyrinthischen Sprachsystemen. Das Hipsterphänomen der bis ins letzte Detail perfektionierten Espressozubereitung überführt Niemann auf einer vor Ort entstandenen Wandzeichnung in eine detailreiche und verspielte Apparatur, an deren Endpunkt ein ernst dreinschauender Forscher im Laborkittel ein Tässchen Kaffee abzapft. Ob die untergehende Titanic, ausgerollter Plätzchenteig als Folie für kreatives Denken oder pointierte Tagebuchzeichnungen, die immer wieder auf den Flügen zwischen New York und Berlin entstehen: Die Kunst Christoph Niemanns besteht darin, die Komplexität des Lebens auf einen brillanten Kern zu reduzieren. Kleine Wahrheiten bricht er mit Leichtigkeit und Humor auf und macht sie so für jedermann lesbar.

Die Ausstellung „Christoph Niemann. Unterm Strich“ läuft vom 20. Januar bis zum 10. April. Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg hat täglich außer montags sowie an Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr, am Gründonnerstag nur bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre ist er frei. Der 268seitige Katalog „Christoph Niemann: Abstract City. Mein Leben unterm Strich“ aus dem Knesebeck Verlag kostet 19,95 Euro.

Kontakt:

Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Steintorplatz

DE-20099 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428134 880

Telefax:+49 (040) 428134 999

E-Mail: service@mkg-hamburg



20.01.2016

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


20.01.2016, Christoph Niemann - Unterm Strich

Bei:


Museum für Kunst und Gewerbe

Variabilder:

in der Ausstellung „Christoph Niemann. Unterm Strich“
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Variabilder:

Christoph Niemann im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, 2015
Christoph Niemann im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, 2015

Künstler:

Christoph Niemann







in der Ausstellung „Christoph Niemann. Unterm Strich“

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Christoph Niemann im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, 2015

Christoph Niemann im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, 2015




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