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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Selektives Kaufverhalten für die Kunst bei Fischer in Luzern

Die Teuersten zu teuer



Die Modernen und Zeitgenossen erzielten die höchsten Ergebnisse auf der vergangenen Kunstversteigerung bei Fischer in Luzern. Spitzenreiter wurde mit 140.000 Franken etwas unterhalb der Erwartungen eine abstrakte Farbverwischung Gerhard Richters in Öl auf Karton mit dem pragmatischen Titel „16. Nov. 1995“. In nicht alle Partien des Bildträgers hat der Künstler die weiß-blauen Farben in deckenden Schlieren von oben nach unten gezogen und damit seine unverwechselbare Handschrift bezeugt. Teuerster Maler der Schweiz wurde bei taxgerechten 54.000 Franken Cuno Amiet mit einer mittelgroßen „Oschwand“-Impression mit noch unbelaubten Bäumen von 1935 und damit aus dem beginnenden Spätwerk des 1868 geborenen Expressionisten. Klaus Staudt reüssierte mit einem seriellen Relief namens „Methaphase II“ in minimalistischer Schlichtheit aus dem Jahr 1989 bei 16.000 Franken. Hier standen nur 3.500 bis 5.000 Franken auf dem Etikett.


Die Hauptlose konnte Fischer Ende November allerdings nicht losschlagen, allen voran Pablo Picassos schlichte „Nature morte au pichet et aux fruits“ vom 12. Februar 1939 für 2 bis 3 Millionen Franken, gefolgt unter anderem von Raoul Dufys kraftvoll nachtblauer Hafenszene „Bateaux“ von circa 1930 für 500.000 bis 800.000 Franken und Maurice Estèves abstrakter Farbverschachtelung „Rigotte“ von 1970 (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR). Dagegen wurde von Picasso eine rasche Handzeichnung mit drei Portraitskizzen eines bärtigen Mannes aus verschiedenen Blickwinkeln für 33.000 Franken statt 12.000 bis 18.000 Franken weitervermittelt. Auch eine Papierarbeit Luciano Castellis, das Kinderportrait „Carlo“ von 1989, erzielte mit 20.000 Franken das Doppelte wie vermutet. Im niedrigen Preisbereich gab es noch einige gute Ergebnisse. Dazu gehören August Babbergers stilisiert expressionistischer „Balmbach“ auf der Balmalp am Vierwaldstättersee mit 12.000 Franken (Taxe 6.000 bis 8.000 SFR), Le Corbusiers flott aquarellierte hügelige Küstengegend von 1912 mit 14.000 Franken (Taxe 8.000 bis 12.000 SFR) und Jean Tinguelys bunt-fröhlich gemalte und collagierte Zeichnung „Meta maxi“ um 1990 mit 20.000 Franken (Taxe 15.000 bis 19.000 SFR).

Fast komplett übernommen wurden die 40 Positionen mit Zeichnungen des italienischen Futuristen Roberto Marcello Baldessari für bis zu 1.700 Franken, während sein kristallin zerlegtes Ölgemälde „Volumi di un volto di Donna“ bei 28.000 bis 38.000 Franken liegenblieb. Auch die drei günstig in dreistelligen Bereich bewerteten Prägedrucke „Interferenzen“, „Reihung“ und „Diagonale Struktur“ von Günther Uecker blieben nicht unentdeckt und schossen bis auf 4.600 Franken. Unerwartet hohen Zuspruch erfuhr die Skulpturenofferte. Nachdem schon die beiden frühmodernen Bronzen „Der Gefangene“ und „Amazone auf Pferd“ von Louis Tuaillon mit 10.000 Franken und 30.000 Franken teils weit über ihre vierstelligen Taxen hinausgehoben worden waren, konnte gleich darauf Otto Charles Bänningers annähernd lebensgroßer „Stehender Frauenakt“ aus dem Jahr 1945 seinen Wert auf stolze 55.000 Franken verdoppeln. Auf dem Auktionsmarkt wurde der 1897 geborene Zürcher, der zwischen 1929 und 1951 mit seiner ungleich berühmteren französischen Kollegin Germaine Richier verheiratet war, offenbar noch niemals so hoch gehandelt.

Auch bei den Alten und Neueren Meistern blieb das Hauptlos, Albert Ankers „Zwei Kinder vor einer Scheune“ auf kleiner Leinwand für 150.000 bis 250.000 Franken, unveräußert. Über 26.000 Franken für Alexandre-Hyacinthe Dunouys italienische arkadische Landschaft mit Blick auf Castello Boncompagni-Viscogliosi und den Wasserfall auf der Isola del Liri kam man in dieser Abteilung nicht hinaus (Taxe 25.000 bis 30.000 SFR). Jean-Daniel Huber beteiligte sich an der Auktion erfolgreich mit einer zarten pastoralen Landschaft samt Hirten und seinen Tieren von 1789 zur ober Schätzung von 10.000 Franken. Bei den Miniaturen machte ein um 1800 fesch auf Elfenbein gemalter junger Adliger von Peter Eduard Ströhling bei 8.000 Franken auf sich aufmerksam. Auf 18.000 Franken vervierfachte sich der Wert von einer gut gemachten und vor allem in der kontrastreichen Beleuchtung qualitätvollen Genreszene mit zwei heiteren Musikanten, die der Werkstatt des nach 1650 auf Sizilien gestorbenen Holländers Matthias Stom zugeschrieben wird.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Galerie Fischer Auktionen AG

Haldenstrasse 19

CH-6006 Luzern

Telefax:+41 (041) 418 10 80

Telefon:+41 (041) 418 10 10

E-Mail: info@fischerauktionen.ch



22.12.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Jean-Daniel Huber, Pastorale Landschaft mit Hirten und Tieren, 1789
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August
 Babberger, Balmbach
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Alexandre-Hyacinthe Dunouy, Castello Boncompagni-Viscogliosi und der Wasserfall auf der Isola del Liri

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Taxe: 25.000 - 30.000 SFR

Zuschlag: 26.000,- SFR

Losnummer: 1092

Jean-Daniel Huber, Pastorale Landschaft mit Hirten und Tieren, 1789

Jean-Daniel Huber, Pastorale Landschaft mit Hirten und Tieren, 1789

Taxe: 8.000 - 10.000 SFR

Zuschlag: 10.000,- SFR

Losnummer: 1091

August Babberger, Balmbach

August Babberger, Balmbach

Taxe: 6.000 - 8.000 SFR

Zuschlag: 12.000,- SFR

Losnummer: 78




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