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Am 27.10.2018 Auktion 49

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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Nature morte au crane / Pablo Picasso

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Kunst und Antiquitäten bei Fischer in Luzern

Früchte gegen Krieg und Handwerker



Der Februar 1939 war für Pablo Picasso keine besonders glückliche Zeit. Wenige Wochen zuvor erst war seine Mutter in Barcelona gestorben, jener Stadt, die dann kurz darauf von den Franquisten erobert wurde. Picasso hockte derweil in Paris und sorgte sich um seine in Spanien verbliebene Schwester – und seine Bilder, die sich bei ihr befanden. Überdies musste sich der Künstler mit Handwerkern herumärgern, die sein Pariser Atelier zur Wohnung umbauten sollten. Alles keine sehr erfreulichen Umstände also, doch in der Kunst des Meisters merkt man davon wenig. Auch die „Nature morte au pichet et aux fruits“, die laut Datierung am 12. Februar 1939 entstand, strahlt eher Heiterkeit und Unbeschwertheit aus. Unter blauem Himmel haben sich die wenigen Gegenstände versammelt, deren Farben gelegentlich ein wenig aus den schwarzen Umrisslinien verrutscht zu sein scheinen. Das Bild ist in Öl auf Papier ausgeführt und gehört eher zu den Gelegenheitsarbeiten des vielbeschäftigen Meisters. Dennoch verspricht sich das Luzerner Auktionshaus Fischer 2 bis 3 Millionen Franken für das Stillleben, das damit den Höhepunkt der bevorstehenden Herbstauktionen bildet.


Aus dem wie immer sehr umfangreichen Programm an Kunst und Antiquitäten stechen neben Picasso noch weitere Vertreter der französischen Moderne hervor. Mit 500.000 bis 800.000 Franken ist Raoul Dufys gut neunzig Zentimeter breite Leinwand „Bateaux“ um 1930 bewertet. Die Segelschiffe sind zwischen grünen und blauen Wellen registerartig übereinander angeordnet, auf Perspektive ist fast ganz verzichtet. Energische Linienführung und kraftvoller Farbklang sind typisch für Dufy. Aus der Zeit um 1920 stammt sein etwas zarteres Aquarell „Nature morte au pain“ für 80.000 bis 120.000 Franken. Von Georges Braque gibt es eines von hundert Exemplaren der 1911 gedruckten Kaltnadelradierung „Fox“, in der der Künstler in seiner kubistischen Reduktion des Motivrepertoires besonders weit geht (Taxe 50.000 bis 70.000 SFR).

Für 80.000 bis 120.000 Franken steht eines der sechs Exemplare des von Max Ernst entworfenen Schachspiels aus Silber und Gold bereit. Den Surrealisten wird auch der chilenische Maler und Architekt Roberto Matta zugerechnet. „Vivono in Venere“ ist ein 1969 entstandenes Ölbild betitelt, auf dem geheimnisvolle Formen über grau-weißen Grund schweben (Taxe 35.000 bis 50.000 SFR). Ein Jahr später schuf Maurice Estève ein prachtvolles Gemisch aus unterschiedlich großen, bunten Farbfeldern. Ebenso rätselhaft wie das Motiv ist der Titel des Bildes „Rigotte“, wohinter sich die Bezeichnung für eine Ziegenkäsespezialität aus Lyon verbirgt (Taxe 120.000 bis 180.000 SFR). Aus der Riege der deutschen Moderne ragt Franz von Stucks kreisrundes Bildnis der etwa zwölfjährigen Tochter Mary aus dem Jahr 1908 hervor, die den Betrachter mit freundlicher Distanz anblickt (Taxe 30.000 bis 45.000 SFR). Höhepunkt der zeitgenössischen Kunst ist ein abstraktes Bild Gerhard Richters, das die Datierung „16. Nov. 1995“ der Einfachheit halber im Namen trägt und mit seinen grünlich-weißen Schlieren über nicht vollständig bedecktem Karton auch sonst eher lakonische Nüchternheit ausstrahlt (Taxe 150.000 bis 250.000 SFR).

Bei den älteren Meistern gibt vor allem in der Malerei des 19. Jahrhunderts einige schöne und kostbare Stücke wie einen Blick auf die mittelitalienische Kleinstadt Isola del Liri mit ihrem direkt unterhalb der Burg sich ergießenden Wasserfall, geschaffen von dem französischen Klassizisten Alexandre-Hyacinthe Dunouy (Taxe 25.000 bis 30.000 SFR). In heimatliche Gefilde geht es mit Johann Gottfried Steffans unruhiger „Landschaft in den Schweizer Alpen“ mit großer Baumgruppe unter gewittrigem Himmel von 1868 für 28.000 bis 35.000 Franken. Auch Johann Jakob Biedermann machte sich vor allem mit Landschaften einen Namen, aber auch mit Tierbildern. Beides vereint findet sich in seinem kleinen Ölbild „Pferd und Ochse am Brunnen, im Hintergrund der Niesen“ im Berner Oberland (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR). 150.000 bis 250.000 Franken werden für Albert Ankers „Zwei Kinder vor einer Scheune“ erwartet, zwar ein Ölbild, aber von eher skizzenhafter Art.

Die Auktion beginnt am 25. November um 14 Uhr mit den Alten und Neueren Meister. Ab 26. November stehen ab 10 Uhr die Möbel, Antiquitäten und außereuropäische Kunst auf dem Programm, ab 14 Uhr die moderne und zeitgenössische Kunst. Der 27. November ist dem Kunsthandwerk mit Keramik, Porzellan, Silber, Glas und Schmuck vorbehalten. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.fischerauktionen.ch.

Kontakt:

Galerie Fischer Auktionen AG

Haldenstrasse 19

CH-6006 Luzern

Telefax:+41 (041) 418 10 80

Telefon:+41 (041) 418 10 10

E-Mail: info@fischerauktionen.ch



24.11.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Johann Jakob Biedermann, Pferd und Ochse am Brunnen, im Hintergrund der Niesen

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Taxe: 25.000 - 35.000 SFR

Losnummer: 1132

Franz von Stuck, Portrait von Mary

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Taxe: 30.000 - 45.000 SFR

Losnummer: 16

Albert Anker, Zwei Kinder vor der Scheune

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Taxe: 150.000 - 250.000 SFR

Losnummer: 1133




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