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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Messe-Vorbericht

Die 46. Ausgabe der Cologne Fine Art hat geöffnet

Tendenz: Steigend



Auf der Cologne Fine Art 2015

Auf der Cologne Fine Art 2015

„Immer wieder neue Lieder“ so lautet ein beliebter Karnevalsschlager im Kölner Raum, der besonders jetzt zum Saisonbeginn immer wieder ertönt. Auch Kunstmessen müssen sich immer wieder wandeln und verändern, sonst geht es steil bergab. Aus diesen bitteren Erfahrungen haben auch die Kölner Messeakteure gelernt und gehandelt. Die gediegene, aus der Westdeutschen Kunstmesse hervorgegangene Cologne Fine Art mit ihrer Zielgruppe des kultivierten Bildungspublikums und dem exklusiven Portfolio aus Antiquitäten, Möbeln, Druckgrafiken, kunsthandwerklichen Gegenständen des 15. bis beginnenden 20. Jahrhunderts geht heuer mit behutsamen Weiterentwicklungen an den Start. Mit 107 Ausstellern liegt deren Zahl deutlich über den 90 der letztjährigen Ausgabe. Hinzu kommt ab Donnerstag noch als ergänzende Plattform die COFA Contemporary. Hier versammeln sich 39 Galerien und Projekträume aus dem Rheinland, die allesamt nur nach 2000 entstandene Arbeiten zeigen. Auf diese Weise wird geschickt ein jüngeres Klientel an Kunstsammlern eingebunden. Bereits am Mittwoch eröffnet mit der Exponatec die Fachmesse für Museen und Konservierung. 197 Ausseller aus 21 Ländern gestatten einen Blick auf das Museum von morgen. Köln bietet nun einen breiten Rahmen für Kunst und begleitende Felder.


Dennoch macht sich in diesem Jahr Unmut bei den meisten Beteiligten breit. Grund sind die zunehmenden Belastungen durch das neue Kulturgutschutzgesetz, was laut Thole Rotermund, Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Galerien und Kunsthändler, den Kunsthandel insgesamt zu bedrohen scheint. Schon auf der Pressekonferenz beklagte er die darin vorgesehenen Dokumentations- und Auskunftspflichten, viele offene Fragen und Einschränkungen, die die wichtige Vermittlungsarbeit der Galerien erschweren. Und dies, obwohl der deutsche Kunstmarkt nur ein kleiner Ausschnitt der globalen Szene sei, denn hier seien keinerlei Zuschläge im dreistelligen Millionenbereich zu verzeichnen wie in New York oder London. Auch das private Mäzenatentum und Engagement sieht der Verband bedroht: Förderte die Kulturstiftung der Länder Ankäufe seit 1960 mit 160 Millionen Euro, stehe dagegen die eindrucksvolle Summe von 600 Millionen Euro, mit denen private Sponsoren Museen unterstützten oder Werke überließen.

Bleibt zu hoffen, dass es auch demnächst noch einen inspirierenden Gang durch die Kunstwelten der letzten 150 Jahre auf der Cologne Fine Art zu genießen gibt wie jetzt. Klassiker und wenig gängigere Namen wechseln sich auf dem Parcours variantenreich ab. Wer Henri de Toulouse-Lautrec schätzt, dem sei angeraten, gleich zu Beginn in der Koje bei Vömel zuzugreifen. Seine Farblithografie „Mademoiselle Marcelle Lender, en buste“ aus der „Pan-Mappe“ von 1895 kostet hier 63.000 Euro. Wer es moderner mag, dem sei das Stahlrelief „Angela“ mit schwungvollen Linien des immer noch aktiven, 1914 geborenen Informel-Veteranen Karl Otto Götz angeraten, das nur eine von 40 Plastiken des Künstlers insgesamt darstellt und bei der Aachener Galerie Am Elisengarten 65.000 Euro kostet. Die Galerie Koch aus Hannover hat an ihrem Stand eine Serie von Tusche- und Acrylzeichnungen auf Papier von Sam Francis gehängt. Die zwischen 7.800 und 32.000 Euro angebotenen Blätter eint das Thema Schwarz. Doch zum Schwarzsehen besteht auch beim Weiterschreiten in der Koje kein Anlass. Tiefer in die Tasche greifen muss der Kunstfreund hier bei einem wunderschönen Pastell mit Kreide auf Papier, das unter dem rätselhaften Titel „…gilt auch für Pflanzen“ firmiert. Paul Klee schuf das mit 420.000 Euro etikettierte Werk.

Zu den größten Kojen zählt auch diesmal wieder die von Boisserée aus Köln. „Mocador negre“, „Schwarzes Halstuch“ also, nannte der berühmte Katalane Antoni Tàpies sein in Mischtechnik und Collage auf Holz 2008 ausgeführtes Spätwerk, das hier für 145.000 Euro noch zu haben ist. Viele Arbeiten der Pop Art-Kultfigur Andy Warhol hat Johannes Schilling von der Galerie Boisserée heuer zusammengestellt: Den Farbsiebdruck eines behäbigen „Orangutan“ von 1983 für 79.500 Euro, vier Varianten aus der 1985 entstandenen Serie „Kölner Dom“ für zusammen 130.000 Euro oder den „Electric Chair“ für 14.800 Euro. Nicht übersehen sollte man eine schöne abstrakt-kosmische Farbkombination von Max Ackermann. Das Bild „31/1950“ von 1950 in Öl auf Papier ist mit 45.000 Euro veranschlagt.

Zu den beeindruckenden Einzelshows gehört bei der Bonnerin Galeristin Judith Andreae die von Rune Mields. Neben Bildern mit den für sie typischen Strukturen, Ordnungs- und Zeichensystemen sind auch Werke vorhanden, in denen Mields über die Schönheit von Ornamenten oder über die Poesie der Musik sinniert. „Le noir est une couleur (Matisse) A Schönberg“ von 1987 zeigt mittig einen Kontrabass über Notenzeilen mit umlaufendem Text. Das zwei Meter hohe schwarz-graue Acrylbild hängt für 16.500 Euro bereit. Nicht weit entfernt setzt der Ansbacher Galerist Michael Nöth wiederum ganz andere Akzente: Er bietet anlässlich des 150. Geburtstages Otto Modersohns eine Suite des Worpsweder Malers auf. Unter den zahlreichen Gemälden besticht besonders die „Überschwemmung“ aus dem Jahr 1939 mit ihrem hellen Kolorit und der ungemein feinfühlig verarbeiteten Naturstimmung. Gelistet ist sie mit 35.000 Euro.

Einige Aussteller haben sich auf japanische Künste spezialisiert, darunter Gottfried und Matthias Ruetz aus München. Einen Großteil des Standes hinterfängt ein japanischer Stellschirm aus der Meiji-Zeit zwischen 1880 und 1910. Es steht für 10.600 Euro zum Verkauf. Erfreulich, dass mit Max Weber auch wieder jüngere Galeristen das Geschehen bereichern. Prominent macht sich an seinem Stand ein großformatiges Gemälde vor Andreas Schulze. 71.400 Euro muss der Kunstenthusiast für die 1982 geschaffenen Würfelspiele des Kölner „Jungen Wilden“ übrighaben. Hinzu gesellen sich formal an das Bauhaus erinnernde Möbel nach den Entwürfen von Gert M. Weber, die für vier- bis fünfstellige Beträge unterbreitet werden. Die umtriebigen württembergischen Brüder Schlichtenmaier haben dieses Jahr aus dem Ländle ein recht frühes Scheibenbild von Ernst Wilhelm Nay mitgebracht. Das Ölgemälde „Mit gelben Scheiben und blauen Spitzen“ aus dem Jahr 1954 will 330.000 Euro sehen. Dagegen bewegen sich die aus der laufenden Stuttgarter Galerieausstellung mitgebrachten, kleinen und zarten Papierarbeiten von Julius Bissier zwischen 26.000 und 36.000 Euro.

Ein paar Ecken weiter entführt der Aachener Händler Paul-Günther Grobusch mit Macht in die Welt des Jugendstil. Unter den vielen farbig-beschwingten Ausstattungsgegenständen ist eine Tischleuchte der Daum Frères um 1905/10 im floralen Dekor der Hingucker, für den der Interessent allerdings 23.000 Euro investieren muss. Immer wieder ist es ein Genuss, durch den weiten Stand von Georg Britsch zu flanieren. Stühle, Tische, Schränke aus dem Biedermeier haben hier einen starken Auftritt, darunter ein um 1820 entstandener Schreibschrank aus Mitteldeutschland für 18.500 Euro. Bei Gregor von Seckendorff, einem jungen Spezialhändler auf diesem Sektor, steht ein Exemplar der berühmten Frankfurter Wellenschränke aus dem Jahr 1760. Für das gut erhalte, mit Nussbaumfurnier überzogene Möbel hat Seckendorff 36.000 Euro im Visier.

Wieder in rheinische Gefilde lenkt ein „Roter liegender Akt“ von Heinrich Campendonk. Das bei der Galerie von Vertes angebotene Hinterglasbild von 1922 kostet 265.000 Euro. An die im Rheinland schon angelaufene fünfte Jahreszeit erinnert die „Karnevalskönigin“, die 1951 Karl Hofer in Öl auf Karton illustrierte. Klaus Schwarzer offeriert die Dame für 85.000 Euro. Darüber hinaus finden sich am Stand des Düsseldorfer Händlers kleinformatige, aber wunderschöne Ölbilder von Gerhard Richter, etwa die kleine farbintensive Abstraktion „8.12.85“ für 235.000 Euro. Auch der Rheinländer Joseph Beuys darf in Köln nicht fehlen. So bietet Klaus Benden seine „Initiation Gauloise“, eine den Pariser Metroplan kommentierende Lithografie aus dem Jahr 1976, für 1.800 Euro an. Der rheinische Maler Hann Trier wäre heuer 100 Jahre alt geworden, und neben Museumsausstellungen würdigen ihn auch einige Galeristen. Allein acht Werke hat der Dortmunder Galerist Wilfried Utermann zusammengetragen, die schon ab 4.000 Euro zu haben sind. Höhepunkt ist hier „Caliban III“, ein informelles, beidhändig erstelltes Gemälde aus dem Jahr 1968 für 48.000 Euro, das an die Rippenstruktur eines Brustkorbs erinnert.

Wer sich für den unlängst in einer großen Retrospektive im Kölner Museum Ludwig gewürdigten Maler Sigmar Polke begeistert, muss bei der Kölner Galerie Holtmann vorbeischauen. Die humorvoll betitelte Abstraktion „Der Froschkönig in seinem Garten“, ein Kunstharzbild auf Polyestergewebe von 1997, ist im einstelligen Millionenbereich angesiedelt, während sein gepunktetes Siebdruckbild „Ortsbestimmung“ bei 38.000 Euro rangiert. Wunderbare Bilder von Gerhard Richter findet der Kunstliebhaber auch beim Düsseldorfer Kunsthandel Setareh. Der 2003 entstandene Farbdruck „Flasche mit Apfel“, einer von nur drei Exemplaren nach einem Stillleben des Jahres 1988, ist mit 150.000 Euro ausgezeichnet. Hier dreht sich quasi alles um „Off the Mountain“ von Tony Cragg, eine recht kleine Scheibenschichtung für 180.000 Euro. Auch der Bielefelder Händler Samuelis Baumgarte ist mit einer erlesenen plastischen Arbeit Ziel vieler Kunstpilger: die Bronze „Cavaliere“ von Marino Marini aus 1955/56 steht hier für 2,18 Millionen Euro bereit. Dagegen nimmt sich Max Liebermanns Gemälde „Enkelin und Kinderfrau im Nutzgarten“ von 1923 mit nur 900.000 Euro geradezu bescheiden aus.

Originell wie auf internationalem Level bewegt sich das Angebot des Messewiederkehrers Michael Haas aus Berlin. Für das 1,4 Millionen Euro teure „Bouquet dans un vase“ hat Pablo Picasso 1907 mehrere Kakteenrippen sperrig in einem Keramikkrug arrangiert. Nur 390.000 Euro verlangt dagegen James Ensors surreales Stillleben „Les bons livres“ von 1937. Gegenüber bei der Galerie Ludorff macht eine Bronzepieta von Käthe Kollwitz für 95.000 Euro auf sich aufmerksam. Die Galerie Raphael hat aus Frankfurt für 88.000 Euro eine Farblithografie mit dem Titel „Study for a Bullfight No 1“ mitgebracht, dessen Schöpfer kein geringerer als Francis Bacon ist. Ganz am Schluss streift der Blick auf eine Leinwand bei der Galerie Markus Döbele mit weit aus der Ölfarbentube gedrückten Farbbahnen. „Jaune sur fond noir“ von Georges Mathieu stammt aus dem Jahr 1956. Erstaunlich, wie das Gemälde formal mit dem Stahlrelief „Angela“ von Götz aus dem Jahr 2001 korrespondiert, so als hätte sich in den letzten 50 Jahren die Kunst nur im Schneckentempo bewegt.

Die „Cologne Fine Art & Antiques“ läuft vom 18. bis zum 22. November auf dem Kölner Messegelände in Halle 11.1. Geöffnet ist täglich von 11 bis 19 Uhr, am 19. November zusätzlich bis 21 Uhr, am 22. November nur bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 15 Euro, die Zweitageskarte 20 Euro. Die Abendkarte ab 16 Uhr gibt es für 10 Euro, ebenso den ermäßigten Eintritt und den Katalog.

Kontakt:

KölnMesse GmbH

Messeplatz 1

DE-50679 Köln

Telefax:+49 (0221) 821 2574

Telefon:+49 (0221) 8210

E-Mail: info@koelnmesse.de

www.colognefineart.de



18.11.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Max Liebermann, Enkelin und Kinderfrau im Nutzgarten, 1923
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Suite mit Arbeiten von Sam Francis bei der Galerie Koch
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am Stand von Dr. Schmitz-Avila aus Bad Breisig
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am Stand der Galerie Schlichtenmaier aus Stuttgart
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Otto Modersohn, Abend in Worpswede, um 1897
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am Stand von Otto von Mitzlaff aus Wächtersbach
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Otto Modersohn, Abend in Worpswede, um 1897

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am Stand von Otto von Mitzlaff aus Wächtersbach

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Ernst Ludwig Kirchner, Liegender Akt auf Sessel, um 1908

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Max Liebermann, Enkelin und Kinderfrau im Nutzgarten, 1923

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am Stand der Galerie Klaus Benden aus Köln

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Suite mit Arbeiten von Sam Francis bei der Galerie Koch

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