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spring swing, 2012 / Heinz Mack

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Glas aus 2000 Jahren bei Fischer in Heilbronn

Eruption in Rot



Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtová, Open Pyramide, 1993

Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtová, Open Pyramide, 1993

Fast tausend Objekte listet der Katalog der kommenden Versteigerung des Heilbronner Glas-Spezialisten Jürgen Fischer am 17. Oktober. Wie schon häufiger in der Vergangenheit werden vor allem für künstlerisch ambitionierte Objekte der jüngeren Zeit – und hier nicht zuletzt aus dem osteuropäischen Raum – hohe Werterwartungen geweckt. 40.000 bis 50.000 Euro stehen auf dem Etikett einer aus rotem Glas geformten „Open Pyramide“ des tschechischen Ehepaares Stanislav Libensky und Jaroslava Brychtová aus dem Jahr 1993, die sich in ihrer geometrischen Form als aufgeschnittenes Dreieck präsentiert. 14.000 bis 16.000 Euro sollen es für ihren frühen grünen „Head I – Tall Head“ von 1957 sein. Das ist keineswegs übertrieben für die Arbeiten von Künstlern, die in so bedeutenden Sammlungen wie denen des Metropolitan Museum of Art in New York oder des Victoria & Albert Museum in London vertreten sind.


Ihre Landsleute Frantisek Vízner und Zora Palová führten die große böhmische Glastradition fort, Vizner mit geschliffen scharfen und spiegelglatten Objekten wie einer grünen halbkreisförmigen Schale für 11.000 bis 13.000 Euro, Palová mit einer mandelförmigen Plastik namens „Amidale“ von 1998 für 8.000 bis 9.000 Euro, die mit ihrer violettroten Färbung auch an geöffnete Lippen erinnert. Die 1954 geborene Vladimíra Klumpar, Schülerin Libenskys an der Kunstakademie in Prag bis zu ihrem Abschluss 1981, begeistert ebenfalls mit formschönen Objekten in kraftvollen Farben, so der brandneuen „Eruption“ von 2014 als rotbraun verdrehte Glasscheibe für 15.000 bis 18.000 Euro. Ihre mit über anderthalb Metern Höhe geradezu monumentale Großskulptur „Reach“, eine neugierig gebogene gelbe Dreiecksstele von 2009, stellt mit ihrer Schätzung von 32.000 bis 36.000 Euro sogar eines der Hauptlose.

Die ältesten Stücke der Auktion gehen bis in die Spätantike und das Frühmittelalter zurück. Ein hellgrüner Becher in Trichterform mit spiralförmig auf der Wand verlaufendem Milchglasfaden wird dem fränkischen Kulturkreis des 5. oder 6. Jahrhunderts zugeschrieben. Dichter wird die Überlieferung allerdings erst in der Frühen Neuzeit, aus der Fischer als Höhepunkt einen zylinderförmigen böhmischen Humpen mit der Datierung 1572 anzubieten hat. Auf seiner Wandung ist, um eine vom Doppeladler hinterfangene Kreuzigungsdarstellung herum gruppiert, in Form zahlreicher Wappen „Das Hailig Romisch Reich sampt seinen Gelidern“ in bunten Emailfarben verewigt (Taxe 5.000 bis 8.000 EUR). Die Kunst des Schnittglases findet bei Fischer in Gestalt eines 17 Zentimeter hohen Pokals seine Vollendung, den Johann Heinrich Balthasar Sang aus Braunschweig um 1750 mit den allegorischen Darstellungen der vier Jahreszeiten schmückte (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR).

Die große Ära der französischen Glaskunst an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert läutet eine vierkantige, farblose Vase ein, deren dickwandiges Glas Eugène Michel für Ernest-Baptiste Leveillé in den frühen 1880er Jahren mit vegetabilien und ornamentalen Motiven in Hoch- und Tiefschnitt versehen hat (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR). Es folgen die Schöpfungen der bekannten Großfirmen wie Verrerie d’Art de Lorraine – Burgun, Schverer & Co., Amalric Walter, Gabriel Argy-Rousseau oder Daum Frères, als deren teuerste eine bauchige Soufflé-Vase von Emile Gallé aus den mittleren 1920er Jahren angeboten wird. Den Dekor bilden Zweige und Früchte eines Pflaumenbaumes (Taxe 9.000 bis 11.000 EUR). Aus den Studios Louis Comfort Tiffanys in New York hat sich ein Exemplar der zehnflammigen Tischlampe „Pond Lily“ von 1900/02 nach einem Entwurf von Curtis Freschel für 12.000 bis 15.000 Euro nach Heilbronn verirrt. Nicht so häufig trifft man auf Auktionen die Cristallerie du Val Saint Lambert und ihre Stangenvase um 1900 an, die mit ihrer siegelroten Baumlandschaft samt Auerhahn und -henne in einer vergoldeten Metallmontierung steht (Taxe 1.500 bis 1.700 EUR). Seltenheitswert darf ebenfalls André Delattes farbige Art Déco-Vase mit stilisierten Tänzerinnen nach der Antike um 1925 beanspruchen (Taxe 2.000 bis 2.500 EUR).

Reich ist auch die Auswahl an Arbeiten aus Murano. Neben hübschen Vasen wie Ermanno Nasons ovaloidem Gefäß mit archaischen Figurenfriesen von circa 1970 (Taxe 3.000 bis 5.000 EUR) gibt es auch Objekte, deren Dekor von bildenden Künstlern entworfen wurde. Zwei „Phenomena Studio Unico“-Vasen stammen mit ihren verlaufenden Farbschlieren von dem Amerikaner Paul Jenkins aus der Zeit um 1968 (Taxen je 6.000 bis 8.000 EUR), und Pablo Picasso ist unter anderem mit einem vollbusigen Torso ganz in Kobaltblau von 1962 vertreten (Taxe 18.000 bis 22.000 EUR). Angelo Barovier versuchte sich 1958 als abstrakter Maler auf dem Glasgemälde „Nel Bosco“ mit einem vogelartigen Wesen zwischen Himmelsgestirnen für 5.000 bis 8.000 Euro. Der jüngeren Murano-Generation gehörten die 1985 für Salviati & C. geschaffenen Entwürfe des deutschen Designers Heinz Oestergaard an. Zwanzig dieser recht verspielten Objekte aus einer Privatsammlung bringt Fischer für bis zu 700 Euro auf den Markt.

Die Auktion beginnt am 17. Oktober um 10 Uhr. Die Besichtigung findet bis zum 15. Oktober von 11 bis 17 Uhr, am 16. Oktober von 9 bis 16 Uhr statt. Der Katalog listet die Objekte unter www.auctions-fischer.de.

Kontakt:

Kunstauktionshaus Dr. Jürgen Fischer

Trappensee-Schlösschen

DE-74074 Heilbronn

Telefax:+49 (07131) 15 55 720

Telefon:+49 (07131) 15 55 70

E-Mail: info@auctions-fischer.de



15.10.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


17.10.2015, 242. Auktion: Europäisches Glas & Studioglas

Bei:


Heilbronner Kunst- und Auktionshaus Dr. Jürgen Fischer

Kunstwerk:

Johann Heinrich Balthasar Sang, Pokal mit den Jahreszeiten, Braunschweig um
 1750
Johann Heinrich Balthasar Sang, Pokal mit den Jahreszeiten, Braunschweig um 1750

Kunstwerk:

Vladimíra Klumpar, Eruption, 2014
Vladimíra Klumpar, Eruption, 2014

Kunstwerk:

Vladimíra
 Klumpar, Reach, 2009
Vladimíra Klumpar, Reach, 2009

Kunstwerk:

Frantisek Vízner, Schalenobjekt
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Kunstwerk:

Heinz Oestergaard, Objekt Nr. 17, 1985
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Kunstwerk:

Ermanno Nason, Vase mit Figurenfries, um 1970
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Kunstwerk:

Paul Jenkins, Vase „Phenomena Studio Unico“, um 1968
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Paul Jenkins, Vase „Phenomena Studio Unico“, um 1968

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Taxe: 6.000 - 8.000 EURO

Losnummer: 762

Vladimíra Klumpar, Reach, 2009

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Taxe: 32.000 - 38.000 EURO

Losnummer: 853

André Delatte, Vase mit Tänzerinnen, um 1925

André Delatte, Vase mit Tänzerinnen, um 1925

Taxe: 2.000 - 2.500 EURO

Losnummer: 510

Ernest-Baptiste Leveillé, Eugène Michel, Vierkantvase, um 1880/84

Ernest-Baptiste Leveillé, Eugène Michel, Vierkantvase, um 1880/84

Taxe: 5.000 - 7.000 EURO

Losnummer: 401

Reichsadlerhumpen mit Kruzifix, Böhmen, 1572

Reichsadlerhumpen mit Kruzifix, Böhmen, 1572

Taxe: 5.000 - 8.000 EURO

Losnummer: 165

Johann Heinrich Balthasar Sang, Pokal mit den Jahreszeiten, Braunschweig um 1750

Johann Heinrich Balthasar Sang, Pokal mit den Jahreszeiten, Braunschweig um 1750

Taxe: 4.000 - 6.000 EURO

Losnummer: 101

Frantisek Vízner, Schalenobjekt

Frantisek Vízner, Schalenobjekt

Taxe: 11.000 - 13.000 EURO

Losnummer: 842a

Emile Gallé, Vase mit Pflaumen, um 1925

Emile Gallé, Vase mit Pflaumen, um 1925

Taxe: 8.000 - 11.000 EURO

Losnummer: 431

Ermanno Nason, Vase mit Figurenfries, um 1970

Ermanno Nason, Vase mit Figurenfries, um 1970

Taxe: 3.000 - 5.000 EURO

Losnummer: 772

Heinz Oestergaard, Objekt Nr. 17, 1985

Heinz Oestergaard, Objekt Nr. 17, 1985

Taxe: 500 - 700 EURO

Losnummer: 776

Vladimíra Klumpar, Eruption, 2014

Vladimíra Klumpar, Eruption, 2014

Taxe: 15.000 - 18.000 EURO

Losnummer: 854

Angelo Barovier, Nel Bosco, 1958

Angelo Barovier, Nel Bosco, 1958

Taxe: 5.000 - 8.000 EURO

Losnummer: 702




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