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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in London

Fontanas Eier



Groß sind die Ähnlichkeiten zwischen den beiden Londoner Zeitgenossenauktionen von Sotheby’s und Christie’s, die in wenigen Tagen parallel zur Frieze Art Fair stattfinden. Es werden nicht nur großteils dieselben Künstler präsentiert, sondern auch die Aufteilung in einen allgemeinen und einen ungefähr ebenso umfangreichen italienischen Teil ist identisch. Anders als bei der Konkurrenz stellen die Italiener bei Sotheby’s allerdings das Hauptlos der Veranstaltung: Es stammt – wie könnte es anders sein – von dem 1899 in Argentinien als Sohn eines Bildhauers geborenen Lucio Fontana. Das eiförmige „Concetto Spaziale“ von 1963 ist Teil der stets in annähernd gleichem Format gehaltenen Serie „La Fine di Dio“, aus der zwei andere Exemplare die Rangliste der Auktionspreise für Fontana derzeit bereits anführen: Eine goldene Ausgabe wechselte 2008 für 9,2 Millionen Pfund den Besitzer und ein bräunliches im November 2013 für 18,5 Millionen Dollar. Nun könnte die Messlatte noch höher gelegt werden: Das besonders großlöchrig perforierte Stück ganz in Schwarz, das Sotheby’s am 15. Oktober anbietet, soll 15 bis 20 Millionen Pfund einspielen.


Neben Fontana, von dem insgesamt ein Dutzend Arbeiten zur Disposition stehen, treten noch weitere bekannte Vertreter der italienischen Post-Abstraktion mit typischen Arbeiten auf, so Alberto Burri mit zwei verbrannten „Plastiche“ in Rot und Weiß von 1960 und 1961 für bis zu 2 Millionen Pfund. Zu einem neuen Auktionsrekord könnte es bei Agostino Bonalumi reichen, wenn seine rückseitig strukturierte und dadurch in den Raum ausgedehnte Leinwand „Nero“ von 1969 die obere Grenze von 450.000 bis 650.000 Pfund erreicht. Auch Paolo Scheggis zweieinhalb mal drei Meter große, weiße und gerundete Löcherwand „Pareta della Intercamera Plastica“ von 1966/67 für 1 bis 1,5 Millionen Pfund rechnet sich Chancen aus und auf kleinerem Preisniveau Carla Accardis schwarz-weißes Geschlängel „Scissione“ von 1960 (Taxe 80.000 bis 120.000 GBP). In der Fünfstelligkeit verharrt bislang noch Marina Apollonio, deren Op-Art-Tondo auf schwarzem Grund „Dinamica Circolare 6 S+S“ von 1966 aber ebenfalls eine Erwähnung verdient (Taxe 40.000 bis 60.000 GBP).

Teuerstes Los im allgemeinen Teil ist Jean-Michel Basquiats expressive Fratzengestalt „Untitled (The Black Athlete)“, geschaffen 1982, als der afroamerikanische Künstler seine wohl kreativste Schaffensphase erlebte (Taxe 3,5 bis 4,5 Millionen GBP). Dahinter folgt bei 2,5 bis 3,5 Millionen Pfund mit Agnes Martins minimalistischem Horizontalstreifenbild um 1999/2000 ein Werk ganz anderen Charakters. Der Einlieferer erwarb das Werk unmittelbar nach der Entstehung noch direkt bei der vier Jahre später verstorbenen Künstlerin. Platz drei besetzt ein überlebensgroßes Portrait Lenins vom späten Andy Warhol aus dem Jahr 1986 für 2,5 bis 3 Millionen Pfund. Eher selten auf großen Abendauktionen zu Gast ist der 1963 geborene Belgier Michaël Borremans, dessen Bilder vom Menschen technisch an die großen Meister seiner Heimat im 17. Jahrhundert erinnern. In dieser freilich verfremdeten und umgedeuteten Tradition steht auch sein einsames „Girl With Duck“ von 2011, das mit 600.000 bis 1 Million Pfund vielleicht eine neue Höchstmarke setzen wird.

Wie Christie’s hat auch Sotheby’s in seine Prestigeauktion einige jüngere Künstler aufgenommen, so die bislang offenbar völlig auktionsunerfahrene Ella Kruglyanskaya, die 1978 in Riga geboren wurde und heute in New York lebt. Ihr wird die Ehre zuteil, mit dem motivreich-figurativen neoexpressiven Frauenszene „Swordfish Picnic“ von 2011 die Eröffnung zu bestreiten (Taxe 40.000 bis 60.000 GBP). Jonas Woods „Rosy’s Masks“, die aus der afrikanischen Kunst stammen und seit 2008 über einem Fernseher an der Wand hängen (Taxe 200.000 bis 300.000 GBP), eine am Computer generierte, abstrakte Farbfotografie Cory Arcangels von 2013 (Taxe 80.000 bis 120.000 GBP) und Sterling Rubys verschleierte rot-grüne Landschaft „SP86“ von 2010 für 400.000 bis 600.000 Pfund können dagegen schon auf etwas mehr Markterfahrung ihrer jeweiligen Schöpfer blicken. Ein Zerrbild eines weiblichen Gesichts ist Jenny Savilles riesengroß gemaltes „Witness“ von 2009 (Taxe 600.000 bis 800.000 GBP).

Unter den Deutschen ragt Gerhard Richter mit einem abstrakten schlierigen „Ausschnitt (Kreutz)“ aus dem Jahr 1971 für 1,8 bis 2,5 Millionen Pfund und dem kleinteiliger strukturierten „Abstrakten Bild“ mit der Werknummer 562-2 von 1984 für 1 bis 1,5 Millionen Pfund heraus. Aus der Sammlung des Schuhdesigners Ernesto Esposito gelangt neben Künstlern anderer Nationen, darunter George Condo, Howard Hodgkin, Ilya Kabakov, Joseph Kosuth oder Michelangelo Pistoletto, auch Anselm Kiefer zum Aufruf. „Die Ungeborenen“, eingetaucht in ein schrundiges Blumenmeer, entstanden erst 2013 und sollen für 350.000 bis 450.000 Pfund eine neue Heimat finden. Ein weiterer Grande der deutschen Gegenwartskunst ist Georg Baselitz, der seinen frühen unheimlichen „Ralf-Kopf“ im Profil von 1965 für 700.000 bis 900.000 Pfund zur Verfügung stellt. Skulptural wird es bei Isa Genzkens massigem Beton-„Fenster“ auf dünnem Stahlgerüst von 1990 (Taxe 100.000 bis 150.000 GBP), während Louise Bourgeois ihre Glasvitrine mit verletzt wirkenden „Mother and Child“ aus blauem Stoff anfüllt (Taxe 350.000 bis 450.000 GBP).

Kontakt:

Sotheby’s London

34-35 New Bond Street

GB-W1AsAA London

Telefax:+44 (020) 72 93 59 24

Telefon:+44 (020) 72 93 51 84



13.10.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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