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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Van Hams „XXL“-Auktion beschert dem Achenbach-Insolvenzverwalter knapp 1 Million Euro

Kunst für die Insolvenzkasse



Knapp eine Million Euro wäre der Düsseldorfer Kunsthändler Helge Achenbach seit Mittwochabend reicher. Leider gehört ihm das Geld nicht, das das Kölner Auktionshaus Van Ham für Kunst aus seinen Beständen erwirtschaftete. Denn es fließt in den Topf, aus dem die Gläubiger des insolventen und wegen Betrugs zu sechsjähriger Haftstrafe verurteilten Achenbach bedient werden sollen. Aus seinem umfangreichen Kunstlager bot Van Ham als zweite und letzte Versteigerung die „XXL“-Formate an, darunter eine Reihe teils in der Tat ziemlich platzbedürftiger Installationen. Wie im vergangenen Juni beim ersten Teil der Achenbach-Auktionsreihe konnte Markus Eisenbeis inklusive Nachverkauf alle Arbeiten an den Mann bringen, auch wenn die Erwartung wie bei Matthew Darbyshires Designinstallation „Furniture Island“ von 2008 mit einem Zuschlag von 650 Euro teils heftig unterschritten wurde. Hier hatten 3.000 bis 5.000 Euro auf dem Etikett gestanden. Dennoch konnte die Schätzpreissumme – wie angesichts niedriger Taxen allerdings nicht anders zu erwarten war – deutlich übertroffen werden. Für alle Achenbach-Auktionen kam somit ein Bruttogesamtergebnis 10,5 Millionen Euro zusammen.


Als teuerstes Los verließ planmäßig eine 49teilige Zeichnungssuite des russischen Künstlers Pavel Pepperstein den Saal. Geschaffen hat er seine „Landscapes of the future“ 2009 für den russischen Pavillon der 53. Biennale in Venedig. Zwei russische Bieter stritten sich an den Telefonen um diese Visionen zukünftiger Denkmäler und verhalfen ihnen zu Peppersteins neuen Auktionsrekord von 165.000 Euro (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Mit 60.000 Euro das Dreifache der oberen Schätzung schafften Hans-Peter Feldmanns 101 Gelatinesilberabzüge „100 Jahre“, für die er 101 Menschen aus seinem eigenen Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis fotografierte – vom acht Wochen jungen Säugling bis zur 100 Jahre alten Frau – und so 2001 eine konzeptuelle Interpretation von Zeit und Lebensalter schuf. Auch dies der neue Spitzenpreis für Feldmann. Auch seine beiden unterlebensgroßen und kitschig bunt bemalten Gipsfiguren „David“ und „Venus“ ließen sich mit 15.000 Euro und 14.000 Euro nicht lumpen (Taxe je 4.000 bis 6.000 EUR).

Von 10.000 bis 15.000 Euro kletterte Franz Erhard Walthers fast zweieinhalb Meter hohe „Wandformation (No. 73)“ aus dem Jahr 1985 auf 28.000 Euro. Das aus orangerotem Stoff und Holz konstruierte Gebilde greift die Beuyssche Aktionskultur auf; denn Walther lädt den Betrachter ein, sich in die Arbeit zu stellen und damit Teil des Kunstwerks zu werden. Auf Andy Warhol und die Pop Art rekurriert Douglas Gordons vierteilige Arbeit „Self Portrait of You + Me“ mit drei angebrannten Drucken der trauernden „Jackie“ von 2008, die auf Spiegelglas aufgezogen sind und damit ebenfalls den Betrachter einbeziehen. Hier kamen 33.000 Euro zusammen (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Thomas Bayrle nahm sich für seinen „Galaxy Windscreen Wiper“ von 2011 dann Warhols „Mao“ her und schuf daraus die nun 14.000 Euro teure Sound-Collage mit zwei bunten Porträts des chinesischen Machthabers, die hinter einer Windschutzscheibe mit elektrischen Scheibenwischern montiert sind (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR).

Unter den Arbeiten klassischer Malerei sind Tatjana Valsangs abstrakte „Raumebenen“ sich überlagernder lasierender Farbschwünge von 2011 für 10.000 Euro (Taxe 800 bis 1.000 EUR), Stefan Kürtens quirliges und motivreiches „Worried Life Blues“ aus Interieurversatzstücken von 2008 für 22.000 Euro (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR) und Michael Scotts breitformatiges Op Art-Bild aus vibrierden schwarz-weißen Vertikalstreifen von 1990 für 6.000 Euro zu nennen (Taxe 800 bis 1.200 EUR). Auch Susanne Girings schattenhafte, im „See III“ watende Frauengestalt wurde bei 4.500 Euro in die Höhe gehoben (Taxe 1.000 bis 1.500 EUR). Die Grundlagen des Malerischen untersucht Olivier Mosset. Sein durchaus internationales Renommee in speziellen Sammlerkreisen resultierte in 28.000 Euro für ein rotes Rechteck auf weißem Grund von 1989 (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Der 2012 verstorbene rumänisch-amerikanische Künstler Serge Spitzer reüssierte mit zwei zeichnerischen Farbflächenkompositionen unter dem Titel „About Sculpture“ aus den mittleren 1980er Jahren bei 9.000 Euro und 10.000 Euro ebenfalls weit über den bescheidenen Schätzungen.

Die Druckgrafik war beispielhaft mit zwei aus bunten Rechtecken zusammengesetzten „Porträts“ in Siebdrucktechnik auf Papier von Imi Knoebel vertreten, die sich von 2.000 bis 3.000 Euro auf 13.500 Euro verbesserten. Für die Fotografie stand Thomas Struths mit sechs Metern Breite riesenhafter „Grafenberger Wald, Düsseldorf 2006“, eines von sechs Exemplaren, das in Achenbachs Düsseldorfer Monkey-Restraunt hing und die Mitte von 40.000 bis 60.000 Euro traf. Die teuersten Skulpturen kamen, wie im vergangenen Juni, von Jörg Immendorff. Seine „Malerstamm“-Affen-Bronzen in verschiedenen Posituren und Tätigkeiten gingen für Preise zwischen 48.000 Euro und 68.000 Euro weg, wurden jedoch wiederum nur unter Vorbehalt zugeschlagen, da hier noch diverse Rechtsansprüche verhandelt werden müssen.

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Van Ham Kunstauktionen

Hitzelerstraße 2

DE-50968 Köln

Telefon:+49 (0221) 925 86 20

Telefax:+49 (0221) 925 86 24

E-Mail: info@van-ham.com



02.10.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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