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Knieende(r), 1907/1908 / Ernst Barlach

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Ausstellung des Europarats in Magdeburg

Beeindruckende Zeugnisse aus der Zeit Otto des Großen



Siegel Otto I.

Siegel Otto I.

Unter Otto I. (912-973) formierten sich die ostfränkischen Gebiete nördlich der Alpen und Norditalien langsam zu dem, was als Heiliges Römisches Reich bis 1806 Bestand haben sollte. Mit der Ausstellung „Otto der Große, Magdeburg und Europa“ folgt das Kulturhistorische Museum Magdeburg jetzt den Spuren eines Herrschers, der politisch, religiös und kulturell eine Epoche prägte, die später die „Ottonische“ genannt wurde.



Die über 400 gezeigten Objekte - durchweg Originale aus der Zeit um 1000 - beeindrucken allein schon durch ihre Qualität. Zum ersten Mal seit tausend Jahren sind die drei erhaltenen Teile des Petrusstabes wieder an einem Ort zu sehen. Aus den Domschatzkammern von Köln, Limburg und Prag kamen die Stücke, bei denen es sich nach der Überlieferung um den Bischofsstab des Apostels Petrus handelt, der 953 nach Köln kam.

Wohlverwahrt - Dank modernster Sicherheitstechnik - ruht das Krönungsevangeliar der englischen Könige seit tausend Jahren zum ersten Mal wieder auf dem Kontinent. Otto schenkte die Handschrift aus dem späten 9. Jahrhundert seinem Schwager, dem englischen König Aethelstan. Daneben ist das Gandersheimer Evangeliar, das Gegengeschenk des Engländers, zu sehen, dessen Schwester Editha Otto 930 heiratete.

An diesen Beispielen allein wird deutlich, dass es sich nicht um eine Anhäufung von Schätzen handelt, die mit einem Etat von achteinhalb Millionen Mark aufwendig präsentiert werden. Hinter diesen Kleinodien, zu denen auch der Kaiserinnenschmuck, kostbare Stoffe und Reliquiare gehören, verbirgt sich ein Beziehungsgeflecht von Familien, deren Macht im Symbol, im Geschenk sichtbar wurde. Diese Verbindungen aufzuzeigen und gleichzeitig etwas vom Lebensgefühl auch im Alltag zu vermitteln, macht die Stärke der Präsentation aus. Die wirtschaftliche Basis, Ernährungs- und Wohnverhältnisse, aber auch eine grundlegende Einführung in die damalige Lebens- und Erfahrungswelt der Menschen gehören zum didaktischen Konzept.

Die Schau frühmittelalterlicher Superlative stellt chronologisch den politischen Werdegang Ottos von der Festigung seiner Stellung in Sachsen, den Sieg über die Ungarn am Lech 955 bis zur Kaiserkrönung 962 in Rom dar. Besonderes Gewicht legen die Kuratoren der vom Europarat geförderten Ausstellung dabei auf die europäischen Beziehungen des Ottonenreiches. Neben England, Frankreich und Italien - Otto heiratet später Adelheid, die Witwe des italienischen Königs - entstanden Verbindungen zu Byzanz, Skandinavien, den Slawischen Stämmen und dem Kalifat von Cordoba.

Herrschaft und Reich, die Kirche, die Otto als Reichskirche institutionalisierte und die so die Macht des Herrschers stützte, aber auch die Bedeutung Magdeburgs als Kaiserstadt, gewinnen durch kostbare Exponate an Kontur. Die berühmten, von Otto für den Magdeburger Dom gestifteten Elfenbeintafeln konnten für die Ausstellung aus acht Orten weltweit zusammengeführt werden. Andere wertvolle ottonische Arbeiten, beispielsweise die Krone Ottos III. oder das Otto-Mathildenkreuz aus dem Essener Domschatz, befinden sich zwar heute noch in liturgischem Gebrauch, wurden aber aus konservatorischen Gründen nicht ausgeliehen.

Die Europaratsausstellung läuft noch bis zum 2. Dezember und hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Mark, ermäßigt 8 Mark. Die Dauerkarte kostet 40 Mark. Der zweibändige Katalog mit rund 1000 Seiten ist an der Museumskasse für 98 Mark und im Buchhandel für 140 Mark erhältlich.

Katalog in der Buchhandelsausgabe jetzt versandkostenfrei bestellen!

Kontakt:

Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Otto-von-Guericke-Straße 68-73

DE-39104 Magdeburg

Telefon:+49 (0391) 540 35 30

Telefax:+49 (0391) 540 35 10

E-Mail: museen@magdeburg.de

www.ottodergrosse.de



30.08.2001

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Dirk Aschendorf

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Elfenbeintafel aus New York
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Aus dem Krönungsevangeliar für König Aethelstan
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Bergkristallampe
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Bronzekanne
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Siegel Otto
 I.
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Elfenbeintafel aus New York

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Aus dem Krönungsevangeliar für König Aethelstan

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Bergkristallampe

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Bronzekanne

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