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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Die Achenbach Art Auction bei Van Ham in Köln und Düsseldorf war ein voller Erfolg

Mehr geht nicht



Am Ende erhielt Auktionator Markus Eisenbeis einen weißen Handschuh, wie es in der Branche üblich ist, wenn am Ende einer Versteigerung sämtliche Lose verkauft worden sind. Das war bei rund 2.300 Losnummern nicht gerade selbstverständlich, doch wo „AAA“ draufsteht, muss auch erste Qualität drin sein. So nämlich hatte Van Ham die große Versteigerung des Kunstbesitzes von Helge Achenbach, dem insolventen und wegen Betrugs an reichen Kunden verurteilten Kunstberater, vom 17. bis zum 20. Juni betitelt. Ein Ort des Geschehens war das ehemalige Atelier des Fotografen Thomas Ruff in Düsseldorf. Um die 2.500 Bieter sollen sich nach Angaben des Hauses angemeldet haben, fast 6.000 Gebote bereits im Vorfeld registriert worden sein, und bei zeitweilig mehr als 300 anwesenden Bietern mussten viele von ihnen trotz der großzügigen Dimensionen des Saales stehen. Ökonomisch jedenfalls hat sich die Sache gelohnt: Mit einem Gesamtumsatz von rund 9 Millionen Euro war die Veranstaltung die erfolgreichste in der Geschichte von Van Ham, und auch die Behauptung, damit die jemals größte Auktion mit zeitgenössischer Kunst in Deutschland abgehalten zu haben, dürfte wohl nicht weit hergeholt sein.


Denn um Werke der Gegenwart ging es fast ausschließlich in diesem viertägigen Marathon. Die 120 besten Arbeiten hatte Van Ham ans Ende gestellt, als krönenden Abschluss einer separaten Auktion am Samstagnachmittag in Köln. Angesichts eher niedriger Schätzungen sahen sich viele Interessenten offenbar besonders angestachelt, ihr Sammlerglück zu versuchen. Frank Stella etwa ist ein international zu bekannter Künstler, als dass man noch mit 15.000 bis 20.000 Euro für eine mittelgroße Assemblage hinkäme. Das unbetitelte Metallungetüm von 1993 verfünffachte seinen Wert auf 90.000 Euro. 95.000 Euro wurden es für Imi Knoebels dreiteilige Wandinstallation „Sandelholz“ von 1997, in dessen Zentrum eine prachtvoll glutrote Hochrechtecktafel prangt (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Von gleicher Basis aus verbesserte sich ein ebenfalls ungegenständliches Gemälde Günther Förgs mit kraftvoll formulierten Farbkreisen aus dem Jahr 1999 auf 70.000 Euro.

Besonders auffällig war das große Interesse an einer Gruppe später Bronzefiguren Jörg Immendorffs. Diese Affenfiguren werden in der Kunstwelt eigentlich gern etwas naserümpfend beäugt, doch das juckte die Kundschaft wenig. „Komm Jörch wir gehen“ mit einer lebensgroßen Auferweckung von Immendorffs Düsseldorfer Lehrer Joseph Beuys, der das kleine Alter Ego des Schülers liebevoll an die Hand nimmt, wurde von 25.000 bis 35.000 Euro auf stolze 210.000 Euro getrieben und damit auf den Höchstpreis für eine Bronze des 2007 verstorbenen Malers und Bildhauers. Insgesamt kamen neben einem Stapel Grafiken weit mehr als sechzig Affenbronzen aus Immendorffs Zoo unter den Hammer, allesamt weit über den Taxen für bis zu 70.000 Euro. Übertroffen wurde Immendorff nur von einer kleinen abstrakten Farbverwischung Gerhard Richters aus dem Jahr 2008 für 230.000 Euro. Zwei weitere Arbeiten aus derselben in Öl über Farboffset ausgeführten Serie erzielten 190.000 Euro und 210.000 Euro (Taxen je 40.000 bis 60.000 EUR).

Größere Werkserien lagen auch von älteren und jüngeren Klassikern wie Markus Lüpertz, Georg Baselitz, A.R. Penck, Hans-Peter Feldmann, Daniel Richter, Julian Opie oder auch Dash Snow vor, und nicht selten – wie bei Pencks „Spaziergang in der Nacht“ und seinem „Lärm des Tages“ von jeweils 2007 für jeweils 48.000 Euro – pendelten sich die Zuschläge erst etwa beim Doppelten oder mitunter auch Vielfachen der Schätzungen ein. Bei so vielen Erfolgen fiel ein Durchhänger wie er Gotthard Graubners graues Kissenbild „Trampolin“ schon auf: Die 1971 geschaffene Arbeit war mit 80.000 bis 120.000 Euro eigentlich Favorit für einen Höchstpreis des Tages, landete bei 65.000 Euro aber nur im guten Mittelfeld. Dagegen macht sich Jef Verheyens minimalistisches, fein von Gelb zu Rosa und wieder zurück changierendes Farbfeld erst bei 38.000 Euro davon (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR), Christos Projektcollage zum „Wrapped Reichstag“ in Berlin von 1995 erst bei 45.000 Euro zum dreifachen Schätzwert.

Erfolge für hierzulande etwas weniger bekannte Künstler verbuchte Van Ham mit dem Rekordwert von 50.000 Euro für die schwarz-weiße Lackmalerei „Moto Mouth“, eine ungestaltete Donald Duck-Adaption von Joyce Pensato aus dem Jahr 2009 (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR), oder von 40.000 Euro für ein Arrangement aus sich überlagernden amorphen Farbflächen, geschaffen 2013 nach einer Stilllebenvorlage von der 1977 geborenen Lesley Vance (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Für Vera Lutters großformatiges Schwarz-Weiß-Foto „Times Square VI, New York“ von 2007, das mit Negativ- und Positiv-Partien spielt, kamen 40.000 Euro zusammen (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Vom derzeitigen „ZERO“-Boom profitierte ein elektrifiziertes Spiegelobjekt Christian Megerts aus dem Jahr 1965, das statt 4.000 bis 6.000 Euro hohe 28.000 Euro einspielte, und ebenso Walter Leblancs „Twisting Strips“, ein lustiges Op Art-Kunstwerk mit gedrehten Kunststoffstreifen, das von 20.000 bis 30.000 Euro auf 60.000 Euro kletterte. Thomas Ruff übrigens, in dessen früherem Atelier ein Großteil der Auktion ja stattfand, wurde übrigens auch gebührend gefeiert. Bei seinem Blick in die Sterne „13h 18m/-60°“ von 1992, Exemplar zwei von zwei, einigten sich die Käufer erst bei 85.000 Euro (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR). Und Ende September geht es bei Van Ham weiter mit „Achenbach Art Auction XXL“; dann stehen Großformate aus dem ehemaligen Besitz Helge Achenbachs auf dem Programm.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Van Ham Kunstauktionen

Hitzelerstraße 2

DE-50968 Köln

Telefon:+49 (0221) 925 86 20

Telefax:+49 (0221) 925 86 24

E-Mail: info@van-ham.com



19.07.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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