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Aktuellzum Archiv:Ausstellung

Leichtigkeit und Vehemenz im deutsch-französischen Ländervergleich: Die Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“, kurz „ImEx“, in der Alten Nationalgalerie Berlin stellt zentrale Werke des Impressionismus und des Expressionismus erstmals unmittelbar einander gegenüber. Sie zeigt frappante Unterschiede, aber auch erstaunliche Gemeinsamkeiten zwischen den Stilen

Die Flüchtigen und die Ausdrucksstarken



Motiv zur Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“

Motiv zur Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“

Großstadtszenen bei Nacht, Tänzerinnen, Badende in freier Natur: Gemälde des Impressionismus und des Expressionismus zählen zu den Publikumslieblingen in großen Museen der Welt. In der Alten Nationalgalerie in Berlin versammelt jetzt die Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“ rund 160 Meisterwerke von französischen und deutschen Impressionisten wie Claude Monet, Camille Pissarro oder Max Liebermann und Expressionisten wie Ernst Ludwig Kirchner, Franz Marc oder Erich Heckel. Hochkarätig besetzte Salonabende mit Schriftstellern, Kunsthistorikern, Architekten und Sängern begleiten die sehenswerte große Sommer-Ausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin.


Obwohl die beiden Stile in der Kunstgeschichtsschreibung gerne auseinander dividiert werden, will man in Berlin gerade auch die oft übersehenen Übereinstimmungen aufzeigen. Kuratorin Angelika Wesenberg: „Wir wollen den Gemeinsamkeiten nachspüren, aber die Unterschiede auch nicht kleinreden.“ Nicht zuletzt gerät die Schau auch zu einem Ländervergleich zwischen Frankreich und Deutschland. Das flüchtige Festhalten sinnlicher Eindrücke bei den einen und der ungestüme Drang, seinen existenzialistischen Nonkonformismus in aller Heftigkeit zum Ausdruck zu bringen, bei den anderen, scheinen sich zunächst einmal unversöhnlich gegenüber zu stehen. Was Impressionisten und Expressionisten jedoch einte, war ihre gemeinsame antiakademische Einstellung, ihre konsequente Subjektivität, ihre Vorliebe für die Freilichtmalerei und die Bevorzugung ganz bestimmter Sujets. Badende, Großstadtszenen, Orte des Vergnügens wie Cafés und Varietés faszinierten beide Lager gleichermaßen.

Der Hauptsaal der Berliner Ausstellung ist ganz dem Thema Stadt gewidmet. Die Künstler waren fasziniert von der nächtlichen Beleuchtung, den Menschenmassen und Verkehrsströmen, kurz: dem Chaos in den Großstädten. Der französische Impressionist Camille Pissarro malt 1897 den „Boulevard Montmartre bei Nacht“. Gelbe Punkte und Schlieren deuten Lichter von Kutschen, Laternen und Schaufenstern und Reflexionen auf dem nassen Asphalt an. 16 Jahre später, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges, malt sein deutscher Kollege Max Beckmann die „Straße bei Nacht“. Hoch türmen sich die Häuser im bedrohlichen Orange, während sich auf der Straße Menschen und Autos in einem undurchdringlichen Getümmel in die Quere kommen. Paarungen wie diese machen den Reiz der Schau aus, indem sie zum vergleichenden Sehen einladen.

Die Hälfte der in der Alten Nationalgalerie gezeigten Bilder stammt aus eigenen Beständen, die andere Hälfte sind Leihgaben aus Museen in aller Welt. Die Nationalgalerie erwarb als eines der ersten Museen weltweit ab 1896 impressionistische Gemälde. Bereits 1919 kam eine große Sammlung expressionistischer Gemälde hinzu. Die Maler des Impressionismus wie des Expressionismus liebten die Natur. Die Sehnsucht nach Freizeit, nach der Flucht aus der Großstadt ins Grüne prägte viele der gezeigten Künstler. Claude Monet, Max Liebermann, Max Slevogt und Emil Nolde sahen ihre Erfüllung im Anlegen eigener Gärten, wo sie zunehmend auch ihre Motive fanden. Landhäuser als Rückzugsort, daneben die Stadt mit ihren abendlichen Vergnügungen – dieser Gegensatz wird in der Berliner Schau ebenso thematisiert wie die neue Rolle der Frau im sozialen Wandel des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Individualität wird großgeschrieben. Auch selbstbewusste Paare und Familien jenseits der biedermeierlichen Idylle halten Einzug in die Malerei.

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg jedoch werden Lebenslust und Fortschrittsglaube von ersten Vorboten der Katastrophe abgelöst. Gerade die expressiven Brücke-Maler thematisieren jetzt mit zackigen, stechenden Formen und intensiven Farben den Tanz auf dem Vulkan, wie etwa Ernst Ludwig Kirchner auf seinem Gemälde „Potsdamer Platz“ von 1914. Die Berliner Ausstellung hat das Zeug, in diesem Sommer zum Publikumsmagneten zu werden. So unmittelbar und hochkarätig wie jetzt in der Alten Nationalgalerie wurden die zu ihrer Entstehungszeit von Kritik und Publikum oft gnadenlos bekämpften und heute bei Museumsbesuchern so überaus beliebten Stilrichtungen Impressionismus und Expressionismus noch nicht miteinander konfrontiert.

Die Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“ läuft vom 22. Mai bis zum 20. September. Die Alte Nationalgalerie hat dienstags, mittwochs und sonntags sowie an Pfingstmontag von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis samstags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er kostenlos. Das VIP-Ticket für 30 Euro berechtigt zum sofortigen Eintritt der Ausstellung. Der 320seitige Katalog aus dem Hirmer Verlag kostet im Museum 29 Euro, im Buchhandel 49,90 Euro.

Kontakt:

Alte Nationalgalerie

Bodestraße 1-3

DE-10178  Berlin

Telefon:+49 (030) 20 90 58 01

Telefax:+49 (030) 20 90 58 02



20.05.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


22.05.2015, Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende

Bei:


Staatliche Museen zu Berlin

Bericht:


Kirchners Liebermann-Porträt im Berliner Liebermann Haus

Bericht:


100.000 bei ImEx in Berlin

Variabilder:

in der Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus.
 Kunstwende“
in der Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“

Variabilder:

Motiv zur Ausstellung „Impressionismus –
 Expressionismus. Kunstwende“
Motiv zur Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“

Variabilder:

Ernst Ludwig Kirchner, Zwei Tänzerinnen, 1910/11
Ernst Ludwig Kirchner, Zwei Tänzerinnen, 1910/11

Variabilder:

Edgar Degas, Tänzerinnen im Probensaal, 1895/96
Edgar Degas, Tänzerinnen im Probensaal, 1895/96

Variabilder:

Pierre-Auguste Renoir, Badende mit blondem offenem Haar, um
 1903
Pierre-Auguste Renoir, Badende mit blondem offenem Haar, um 1903







Pierre-Auguste Renoir, Badende mit blondem offenem Haar, um 1903

Pierre-Auguste Renoir, Badende mit blondem offenem Haar, um 1903

in der Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“

in der Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“

Camille Pissarro, Boulevard Montmartre bei Nacht, 1897

Camille Pissarro, Boulevard Montmartre bei Nacht, 1897

Camille Pissarro, Der Boulevard Montmartre an einem Wintermorgen, 1897

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in der Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“

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Berthe Morisot, Der Spiegel (La Psyché), 1876

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in der Ausstellung „Impressionismus – Expressionismus. Kunstwende“

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Edouard Manet, Im Wintergarten, 1878/79

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Edgar Degas, Tänzerinnen im Probensaal, 1895/96

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Ernst Ludwig Kirchner, Zwei Tänzerinnen, 1910/11

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