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Am 24.09.2019 Auktion 385: Alte Kunst und Schmuck

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spring swing, 2012 / Heinz Mack

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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Amazone, nach 1906 / Franz von  Stuck

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© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

In seiner „Berlin Auktion“ offeriert Lempertz knapp 300 Lose mit Bezug zur deutschen Hauptstadt. Neben Silber, Bronze, Eisenguss und Malerei aus Preußen hat das Auktionshaus einen Katalog mit Porzellan aus der frühen Sowjet-Zeit aufgelegt

Der König lässt bitten



Johann Carl Friedrich Riese, Carl Gottlieb Boetticher und Eduard Wilhelm Forst, Krater mit Panorama von Potsdam, 1836

Johann Carl Friedrich Riese, Carl Gottlieb Boetticher und Eduard Wilhelm Forst, Krater mit Panorama von Potsdam, 1836

Wie seine Vorgänger setzte auch Friedrich Wilhelm III. Porzellan gerne als Mittel der Diplomatie ein und überreichte verbündeten Monarchen oder Familienmitgliedern repräsentative Geschenke. Eine 77 Zentimeter hohe, imposante Kratervase von 1836 mit einer 360 Grad-Panoramaansicht von Potsdam gehört zu einem dreiteiligen Vasensatz, den der König Herzog Ferdinand Philippe von Orléans und Prinzessin Helene zu Mecklenburg-Schwerin zur Verlobung schenkte. Das Modell von Johann Carl Friedrich Riese mit reichem Emaildekor, Vergoldungen und Bronzezierrat war bewusst gewählt; es geht doch auf ein Vasenpaar der Manufaktur Sèvres zurück, das Friedrich Wilhelm III. selbst einige Jahre zuvor vom Vater des Herzogs geschenkt bekommen hatte – Frankreich und Preußen in trauter Porzellanzweisamkeit. Auch die übrigen Künstler an diesem imposanten Werk von KPM sind bekannt: Carl Gottlieb Boetticher entwarf den Dekor, die komplizierte Malerei auf dem zylindrischen Gefäßkörper führte Eduard Wilhelm Forst aus. Mit einer Schätzung von 200.000 bis 250.000 Euro ist die Kratervase das Highlight der „Berlin Auktion“ bei Lempertz.


Porzellan

Pünktlich zum Gallery Weekend lädt der Kölner Versteigerer am 2. Mai in seiner Berliner Repräsentanz zur Auktion ein. Ob sich aber die Freunde zeitgenössischer Kunst an dem reichen Fundus aus der Königlichen Porzellan Manufaktur erfreuen werden, ist eher unwahrscheinlich. Der Katalog wartet mit mehreren dieser Präsente auf, die das hohe Niveau der Manufaktur zu Beginn des 19. Jahrhunderts veranschaulichen. Berliner Sehenswürdigkeiten bietet eine goldene, von der Form her Münchner Vase für 20.000 bis 30.000 Euro, die nachweislich ein Geschenk für die Gräfin von Reden à Buchwald war. Das Alte Museum am Lustgarten und die Werdersche Kirche in Berlin sind darauf zu sehen, beide Bauwerke nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels, die im Entstehungsjahr der Vase 1830 fertig gestellt wurden. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei also um eine der ersten, wenn nicht sogar die erste Darstellung der Gebäude auf Porzellan. Ein weiteres Damengeschenk, diesmal an die Gräfin von Haack aus Magdeburg, ist eine Kratervase auf einem quadratischen Postament mit Ansichten von Potsdam (Taxe 15.000 bis 18.000 EUR).

Ein Paar Kratervasen aus dem Hause KPM von 1825 gibt es ab 30.000 bis 50.000 Euro zu erwerben. Beide schmücken ein reich radierter Goldgrund sowie Dekorbänder mit Efeuranken, blauen und roten Weintrauben und bunten Sommerblumen, die wohl von Gottfried Wilhelm Völcker stammen. Einen kompletten Kräutergarten kann man zumindest auf dem heimischen Esszimmertisch ernten. Mit je 3.500 bis 4.500 Euro sind vier Porzellanteller mit vergoldeten Rahmungen und Spitzbogenbordüren angesetzt, in deren Mitte sich auf lachsfarbenem, schokoladenbraunem und hellblauem Fond Vertreter der Botanik befinden. Jetzt muss man sich nur noch entscheiden zwischen Löwenzahn, weiß blühendem Waldsauerklee, Springkraut und der pinken Pechnelke – oder man kauft sie eben alle. Bei dieser Gelegenheit sollte auch eine vergoldete Tasse samt Unterteller auf die Einkaufsliste gesetzt werden, die von üppigen Kränzen aus leuchtend violetten Vergissmeinnichtblüten geschmückt ist (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR).

„Natürliche Blumen und Insekten“ war 1772 auch die Angabe Friedrich II. zur Gestaltung eines Tafelservice für das Berliner Schloss, von dem nun ein Paar Kühlgefäße für 10.000 bis 12.000 Euro im Angebot sind. Für 30.000 bis 40.000 Euro gibt es ein Paar klassizistischer Tafelaufsätze mit plastisch ausgearbeiteten Löwenstützen aus vergoldetem Biskuitporzellan. Die ursprünglich als Présentoire für die Terrinen der Feldherrenservice entworfenen Postamente fanden bei beiden Aufsätzen eine neue Verwendung. Die ovalen Platten sind dekoriert mit rechteckigen Bildfeldern, auf denen Waldszenen mit Hirschen und Wildvögeln zu sehen und wohl einer Stichfolge von Johann Elias Ridinger nachempfunden sind. Eine besondere Rundumsicht bietet eine elegante Tazza, deren Kreisfläche im Zentrum der Schale den Standpunkt des Betrachters auf dem Turm des Kavaliershauses markiert. Von hier aus spannt sich ein kreisrundes Band im Inneren des Gefäßes und zeigt den Blick über die Pfaueninsel um 1830 mit ihren Gebäuden, der Wasserfläche der Havel und der umliegenden Ufer. Die idyllischen Malereien tragen die Handschrift des bekannten Landschaftsmalers Johann Eusebius Forst (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR).

Möbel

Wie bei Königs zuhause kann man sich dank der wunderbar erhaltenen Möbelstücke aus Berlin und Potsdam fühlen. Ein Rokoko-Spiegel mit versilberter Bekrönung aus voluminösen Rocaillen und naturalistischen Früchten und Blumen, wahrscheinlich aus der Zeit vor dem Siebenjährigen Krieg, ist für 10.000 bis 15.000 Euro zu erwerben. Eine höfische Mahagonikommode mit vergoldeten Bronzebeschlägen auf den drei großen Schubladen mit konvex-konkav geschweiftem Korpus und Rautenparkettierung sucht für 13.000 bis 14.000 Euro einen neuen Besitzer. Ein gut 230 Zentimeter hoher Aufsatzsekretär mit Kommodenunterteil aus Nussmaserholz, der aus einem zweitürigen Aufsatz mit Pilasterordnung unter einem hochgebogenen Giebel besteht, ist Christian Hamann zugeschrieben (Taxe 33.000 bis 35.000 EUR). Stilistisch zu den vorgenannten Losen passt eine vierschübige Kommode aus Zederfurnier, die wahrscheinlich aus der späten Phase des Potsdamer Rokoko stammt (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Interessant wird es bei einer elfenbeinfarbenen, filigranen Konsole mit einer Platte aus rotem Marmor. Daran angebracht ist ein Inventuretikett, das besagt, dass sich das Möbel in einem Zimmer VIIa des Neuen Palais’ befand (Taxe 11.000 bis 14.000 EUR).

Gemälde

Den Höhepunkt der Malereiabteilung markiert das ganzfigurige Portrait „Die Tänzerin Barbarina Campanini“ von Antoine Pesne. Der 1683 in Paris geborene Künstler galt als einer der bedeutendsten Vertreter des friderizianischen Rokoko und hatte als Hofmaler drei preußischen Königen gedient. Besonders der frankophile Friedrich II. war angetan von Pesnes „preußischer Adaption“ des Stils von Watteau. Der König zählte zu den Verehrern Campaninis und holte sie nach großen Erfolgen in Paris und London 1744 an die Berliner Oper. Ihre Karriere endete jedoch einige Jahre später abrupt, als sie auf offener Bühne einen Heiratsantrag vom Sohn des preußischen Großkanzlers annahm. Von Pesnes insgesamt fünf Porträts der Campanini galten zwei als verschollen – so auch das nun in der Auktion angebotene Exemplar, das in Italien aufgetaucht ist und die Tänzerin in einem Schäferinnengewand vor einer kulissenartigen Landschaft zeigt (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR).

Freude und Pein liegen manchmal nah beieinander – das dürfte Alte Fritz rückblickend beim Betrachten einer Ansicht von Schloss Sanssouci mit dem Fontänenrondell und sprudelndem Wasserstrahl von 1843 denken. Dieser hatte sich seinerzeit vergeblich bemüht, das große Wasserspiel in Betrieb zu nehmen. Lediglich eine Stunde durfte er dem künstlichen Naturschauspiel beiwohnen, bevor es in sich zusammenbrach. Erst unter Friedrich Wilhelm IV. sollte es gelingen, das Becken dauerhaft zu bespielen. Das Porzellanbild von KPM nach einer Gemäldevorlage Carl Daniel Freydancks steht für 20.000 bis 25.000 Euro bereit. Das Berliner Stadtschloss übte auf Johann Georg Rosenberg eine besondere Faszination aus. Der bekannte Bühnenmaler brachte 1786 ein aufwändig hergestelltes Album mit Veduten heraus, die zu den bekanntesten Stadtansichten aus der Zeit Friedrich des Großen zählen. Lempertz bietet nun zwei Ölgemälde an, die im Umfeld der erfolgreichen Stichfolge entstanden: Der Blick auf Zeughaus, Kronprinzenpalais und Oper für 10.000 bis 15.000 Euro, eine Ansicht des Schlossplatzes von Westen her für 15.000 bis 20.000 Euro. Die Sparte beschließt eine Porzellanbildplatte mit einer Darstellung des von Friedrich Drake geschaffenen Denkmals für Friedrich Wilhelm III. im südlichen Tiergarten (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Silber

100.000 bis 120.000 Euro benötigt der Silberfreund für einen opulenten Tafelaufsatz der Grafen Salm und Beissel von Gymnich, bestehend aus einer großen vasenförmigen Jardiniere mit einem Korb geflochtener, fein ziselierter Weinstockreben und plastisch gearbeiteter Trauben sowie zwei achtarmigen Kandelabern mit entsprechendem Dekor. Heinrich Friedeberg schuf das Ensemble um 1850/60. Ein Paar Blaker aus der Mitte des 18. Jahrhunderts gibt es schon für ein Zehntel dieses Schätzpreises. Die Wandleuchter sind mit großen, feuervergoldeten Bronzesonnen geschmückt. Diese sitzen auf einem ziselierten Bronzenetz über Verspiegelungen, zusätzlich bricht sich das Kerzenlicht noch in dem Behang aus facettiertem Bergkristall- und Halbedelsteintropfen und geschliffenen Kristallblüten – ein prachtvoller Anblick (Taxe 9.000 bis 10.000 EUR).

Eine große friderizianische Deckelterrine mit reichem getriebenem Rocaillendekor und Blütenzweigen von Johann Bernhard Müller und seinem Bruder Martin Friedrich Müller um 1760 (Taxe 12.000 bis 14.000 EUR) harmoniert mit einer etwa um dieselbe Zeit entstandenen Kaffeekanne von Hermann Neupert II. (Taxe 13.000 bis 15.000 EUR) und einer Teekanne von Friedrich Jacob Stoltz (Taxe 10.000 bis 13.000 EUR). Beide Stücke besitzen einen birnenförmigen Korpus, geschwungene ohrenförmige Holzhenkel und ein florales Dekor wie bei der Terrine. Natürlich steht bei Lempertz auch die dazu passende Girandole Neuperts mit drei pflanzlich empfundenen Armen und Tüllen samt blattförmigen Traufschalen bereit (Taxe 13.000 bis 15.000 EUR). Für die praktisch Veranlagten dürfte eine Potsdamer Jagdschale von Christian Friedrich Müller genau das Richtige sein, deren Erscheinung das reizvolle Spiel zwischen äußerer Versilberung und innerer Vergoldung ausmacht. Sie diente Jägern früher als Trinkgefäß, die viel Wasser aufnehmen konnte, jedoch wegen ihrer nach innen gebogenen Längsseiten nur wenig Platz im Gepäck einnahm (Taxe 19.000 bis 21.000 EUR).

Skulpturen

Auch einige bildhauerische Überbleibsel der königlichen Familien stehen zum Verkauf, so etwa eine Büste aus weißem Marmor der bayerischen Prinzessin Amalie Auguste, die 1822 Johann von Sachsen heiratete und kurz nach der Vermählung dieses makellose Ebenbild mit Perlenkette schaffen ließ (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Eine schwärzliche Galvanoplastik wiederholt den antiken „Betenden Knaben“ aus dem 3. Jahrhundert vor Christus. Friedrich II. hatte das Original 1747 für die exorbitante Summe von 5.000 Talern angekauft und es auf der Terrasse von Schloss Sanssouci aufstellen lassen. Der Guss aus dem späten 19. Jahrhundert verlangt aber nur 8.000 bis 10.000 Euro. Für die anhaltende Verehrung des Alten Fritz steht ein Reiterstandbild des Königs, das Theodor Kalide für die Königlich Preußische Eisengießerei um 1826 entwarf (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR). Ästhetisches Räkeln kann man bei den flankierenden Porzellanfiguren auf einer Kaminuhr des Jugendstils beobachten. Die vergoldete Uhr mit olivegrünem Ziffernblatt unter dem originalen gewölbten Glas wird begleitet von zwei allegorischen Darstellungen des Kampfes und des Sieges in zarter Bemalung; das Modell stammt von Hans Latt (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR).

Sowjet-Porzellan

Am Nachmittag kommt eine farbenfrohe Sammlung sowjetischer Avantgardeporzellane unter den Hammer. Etwa 60 Lose, hauptsächlich bemalte Teller, veranschaulichen einen Querschnitt durch die russische Ideenwelt der 1920er Jahre. Der Revolutionsgedanke durchdrang sämtliche Lebensbereiche und beeinflusste das künstlerische Schaffen, das vom neuen Konstruktivismus durchzogen war und propagandistische Züge aufwies. Die Stücke stammen aus alter österreichischer Provenienz und wurden überwiegend in der vormals Kaiserlichen und nun Staatlichen Porzellanmanufaktur St. Petersburg hergestellt. 1923 bemalte Stella Georgijewna Wengerowskaja einen flachen Teller. Gepinselt, laviert und mit gespritzten Emailfarben stellte sie Kriegsszenen im Winter dar, die durch einen freundlich wirkenden Schneemann und die bunte Kolorierung an Dramatik verlieren (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR).

Aus demselben Jahr stammt ein Exemplar mit friedvollerem Motiv. Darauf zu sehen sind eine Frau mit gelbem Kopftuch und ein im Garten sitzender Mann mit der Prawda in den Händen, die bereits vor der Februarrevolution 1917 im zaristischen Russland erschienen war und später bis zum Ende der Sowjetunion als Organ der KPdSU Bestand hatte (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). „Wer nicht arbeitet, der isst nicht“ – das ursprünglich biblische Motto ist der Leitspruch auf dem nächsten Teller und auf dessen bogig geschnittenem Rand aufgebracht. Wie ein barockes Quodlibet stellt die gemalte Collage das damals aktuelle politische Propagandamaterial zusammen: ein Bildnis Lenins, ein roter Stern mit Hammer und Sichel, ein halber Doppeladler, das Monogramm RSFSR und ein Rationierungscoupon von 1921 (Taxe 8.000 bis 10.000 EUR).

Auch einige Porzellanfiguren mit detaillierten Emailmalereien, teils sogar mit Vergoldungen, finden sich in der Sammlung, etwa eine junge Frau mit aufgemaltem, lockigem Haar und einem blauen Schal um die Schultern, die ihre Einkäufe in einem Korb nach Hause trägt. Das Modell schuf Natalja Danko 1923 (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Für den westlichen Figurengeschmack wahrscheinlich äußerst ungewöhnlich mutet der blockhafte Wachposten von Tigran Ownanowitsch Dawtjan an. Der stehende sowjetische Rotarmist mit grüner Kappe und dem roten Stern darauf ist in eine winterliche Fellkleidung gehüllt, die sich wie ein dickes Band einmal rund um den Porzellankorpus schlingt (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR).

Zuletzt stechen noch zwei Service hervor. Ein Tête-à-tête mit farbigem Email- und radiertem Silberdekor sowie Vergoldungen auf gelbem Fond besteht aus zwei Tassen mit Untertellern, einer Tee- und Milchkanne sowie einer Zuckerdose mit Deckel. Die Sinaida Wiktorowna Kobylezkaja zugeschriebenen Malereien zeigen stilisierte Blumen über Hammer, Sichel und Zahnrädern, was sich sicher deutlich von den Streublumen im heimischen Geschirrschrank abheben dürfte (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Noch ungewöhnlicher ist nur noch das suprematistische Weißporzellanservice für 15.000 bis 20.000 Euro aus den 1920er Jahren. Das Design stammt von keinem Geringeren als Kasimir Malewitsch, und entsprechend auffällig gestalten sich die Porzellankörper: Die Kanne bildet sich auf Grundlage verschiedener kubischer und zylindrischer Formen, und die beiden dazugehörigen Tassen bestehen aus gestreckten, halbierten Kugelsegmenten. Mit diesem Entwurf gelang Malewitsch seinerzeit der Durchbruch zum modernen Designer; bezeichnenderweise nannten die Arbeiter in der St. Petersburger Manufaktur die Teekanne „Lokomotive“.

Die Berlin-Auktion beginnt am 2. Mai um 11 Uhr, ab 15 Uhr folgt die Versteigerung des Sowjetischen Porzellans. Die Besichtigung ist bis zum 1. Mai täglich außer sonntags von 10 bis 17 Uhr möglich. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.lempertz.com.

Kontakt:

Kunsthaus Lempertz

Poststraße 21-22

DE-10178 Berlin

Telefon:+49 (030) 278 760 80

Telefax:+49 (030) 278 760 86

E-Mail: info@lempertz.com



24.04.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Viviane Bogumil

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02.05.2015, Berlin Auktion - Sowjetisches Porzellan

Bei:


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 Kaminuhr, 1899
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Betender Knabe, wohl Deutschland, spätes 19. Jahrhundert
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 KPM - Königliche Porzellan-Manufaktur, Bildplatte mit Denkmal für Friedrich Wilhelm III., KPM, Berlin 1852

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