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Die New Contemporaries auf der Art Cologne 2015

Weiße Verwirrung



Art Cologne: Am Stand von PSM aus Berlin

Art Cologne: Am Stand von PSM aus Berlin

Neue Besen kehren gut, sagt der Volksmund, doch wenn der Besen dann schon beinahe zehn Jahre alt ist, sollte man meinen, dass die Borsten abgenutzt sind, zumindest aber Ermüdungserscheinungen zeigen. Bei Daniel Hug ist das ganz und gar nicht so. Er hat der altehrwürdigen Mutter Art Cologne eine Verjüngungskur verschrieben, und siehe da, der Laden läuft besser denn je. Auf drei Etagen präsentieren sich die Galerien aus aller Welt. In der oberen Halle 11.3 treffen 29 junge Aussteller im Sektor der New Contemporaries auf 32 Teilnehmer der 2014 eingeführten Sektion Collaborations. Großzügig von der Deutschen Bank unterstützt, zeigen die Galerien im Bereich New Contemporaries, die nicht länger als zehn Jahre tätig sein dürfen, junge Künstler, die es noch zu entdecken gilt oder aber schon dabei sind, den Markt zu erobern.


Thomas Brambilla aus Bergamo freut sich über den Ankauf der Deutschen Bank von Werken des 25jährigen Erik Saglia. Seine abstrakten, gerasterten Schlierenmalereien knüpfen an die Art Povera an und kosten zwischen 2.000 und 6.000 Euro. Tegenboschvanvreden aus Amsterdam stellt mit Chaim van Luit einen Künstler vor, der sich mit dem von den Nazis geprägten Begriff der „Entarteten Kunst“ befasst. Van Luit verwandelt Kunstwerke von Lyonel Feininger, Ernst Ludwig Kirchner, Marc Chagall oder Hermann Max Pechstein in Originalgröße zu monochromen weißen Leinwänden und löscht wie im Dritten Reich damit die Inhalte der Kunst aus. PSM aus Berlin gehört zu den vielen aufstrebenden Galerien aus der deutschen Hauptstadt, die sich im dritten Stock versammeln. Ihre ganz in weiß gehaltene Koje ist ein Eyecatcher für den Besucher. Das Thema der ausstellenden Künstler ist das Motiv der Verschleierung. Das walisisch-deutsche Künstlerduo Awst & Walther lenkt mit Hilfe von gläsernen Straßenpfosten den Betrachter vom direkten Weg durch den Messestand ab (Preis 3.400 Euro). Darüber hinaus scheint ein Notausgangsschild, das farblich von Grün nach Weiß tendiert, den Standbesucher ebenfalls ins Ungewisse schicken zu wollen (Preis 1.400 Euro).

Natalia Hug folgte mit ihrer Galerie ihrem Mann Daniel Hug von Kanada nach Köln, als dieser 2008 zum Direktor der Art Cologne ernannt wurde. Sie vertritt sowohl Künstler aus der Region als auch aus dem englischsprachigen Raum. Corin Sworn, geboren 1976 in London, hat Schottland 2013 bei der Biennale von Venedig vertreten. Ihre Blumenbilder auf Seide hat sie nach Originalvorbildern aus dem botanischen Garten in Edinburgh angefertigt, wobei sie sogar die verwendete Farbe aus den Blüten extrahiert hat (Preis 4.500 Euro). Im Mai wird Corin Sworn ihre neuesten Arbeiten in der Whitechapel Gallery in London zeigen. Max Mayer, dessen Vater Hans Mayer in diesem Jahr den Art Cologne-Preis erhielt, stieg in dessen großen Fußstapfen, ohne darin zu versinken. Installative Arbeiten von Felix Schramm und großformatige Bilder von Jan Paul Evers bestimmen seine Koje auf der Art Cologne 2015.

Lullin + Ferrari aus Zürich setzen auf Keramik, etwa von der 1974 geborenen Japanerin Mamiko Otsubo. Auch der Hamburger Alexander Heim, Jahrgang 1977, gibt sich Keramikschalen ab. Er brennt den Ton, indem er in die Mitte eine Glasflasche stellt, die beim Brennvorgang schmilzt und eine bizarre farbige Fläche in der Schale hinterlässt. Es ist der kontrollierte Zufall, der für Heim von Interesse ist (Preis 4.000 Euro). Simone Rueß hat einige Jahre in Warschau gelebt. Eigentlich stammt sie aus Ravensburg, wo sie gerade im Kunstmuseum eine Ausstellung hat. Le Guern aus Warschau präsentiert die deutsche Künstlerin mit Erkundungen ihrer Heimatstadt oder ihres derzeitigen Wohnorts Ulm. Ihre Erinnerungen manifestieren sich in abstrakten Abbildungen, in denen Rueß etwa das Gewusel des Marktes in Ulm als organischen Körper umsetzt (Preis 4.000 Euro). Bei Klemm’s, Berlin, wurde eine Pelzjacke grob an die Wand geheftet und eine Hand mit einer ausgeglühten Kippe auf einem goldenen Brett daneben drapiert. Emilie Pitoiset hat so ihr eigenes Klischeebild in der ihr eigenen Sicht der Welt geschaffen. Immerhin ist der Preis für die Pelzjacke realistisch mit 6.500 Euro angesetzt.

Zum zweiten Mal im Bereich New Contemporaries nimmt die Hezi Cohen Gallery aus Tel Aviv mit großformatigen monochrom abstrakten und vielfarbig figurativen Öl- und Acrylbildern von Matthew Chambers teil, die ihre Struktur oft durch rhythmisierte Erhebungen in der Farbschicht erhalten (Preis 15.000 Euro). Andreas Golinskis auf dem Boden liegende Metallboxen aus Stahl lassen sich öffnen und erinnern an eine traumatische Vergangenheit (Preis 8.000 Euro). Kour Pour hat persische Wurzeln und stammt aus einer Dynastie von Teppichhändlern. Aufgewachsen in Großbritannien, bildet er historische Teppichmuster auf Leinwand ab. Den Druckstock aus Holz verwendet er auch auf Tonplatten und zerstört diese Tonbilder gerne wieder. Einen Orientteppich an der Wand gibt es für 4.500 Euro bei der Ellis King Gallery aus Dublin.

Petrit Halilaj stellt zur Zeit in der Bonner Bundeskunsthalle und im Kölnischen Kunstverein aus. Seine Vogelzeichnungen stehen bei der Galerie Chert aus Berlin den Soundarbeiten, Videos und Installationen der britisch-polnischen Künstlerin Kasia Fudakowski gegenüber. „Ein froher Gast ist keine Last“ steht an der Wand. Ein Mantel ist vom Haken gefallen, ein Tennisschläger vervollständigt die Installation. Die Galerie Drei aus Köln hat – nomen est omen – drei künstlerische Positionen im Programm. Tiril Hasselknippe aus Norwegen verbindet Mauerwerk, das ihrer Fantasie entspringt, mit Gitarrenseiten zu Wandstützen; denn für sie steckt in jedem geschwungenen Mauerbogen auch Musik (Preis 5.000 Euro). Stille Arbeiten von Max Schaffer gibt es bei Aanant & Zoo aus Berlin. Seine kleinen monochromen Frottagen, deren Leerstellen mit Fineliner aufgefüllt werden, zeigen einen fortlaufenden Kunstprozess (Preis je 1.100 Euro).

Die 49. Art Cologne findet auf dem Gelände der Messe Köln in Halle 11 statt. Sie hat bis zum 18. April von 11 bis 19 Uhr, am 19. April von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 25 Euro, ermäßigt 20 Euro, die Abendkarte ab 16 Uhr ebenfalls 20 Euro. Die Zweitageskarte kostet 35 Euro, der Katalog 30 Euro.

Kontakt:

KölnMesse GmbH

Messeplatz 1

DE-50679 Köln

Telefax:+49 (0221) 821 2574

Telefon:+49 (0221) 8210

E-Mail: info@koelnmesse.de



17.04.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Marianne Hoffmann

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