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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Kunst und Antiquitäten bei Leo Spik in Berlin

Die neue Schlosskapelle



Franz Skarbina, L’heure bleue

Franz Skarbina, L’heure bleue

„L’heure bleue“ oder „Abenddämmerung“ hat Franz Skarbina sein Gemälde genannt, auf dem eine junge Damen in grünlichem, mit Pfauenmotiven gemustertem Kleid an einem Teetisch sitzt, ein kleines Büchlein in der Hand hält, das sie aber soeben in den Schoß hat sinken lassen, um den gerade eintretenden Betrachter kurz aufschauend, aber freundlich zu begrüßen. Bunt, aber nicht schreiend schillern die Farben, die der Künstler oft mit dünnen länglichen Pinselstrichen eng gegeneinandergesetzt hat, so dass das Kleid, der Stuhl, ein Sofa und der Vorhang am Fenster zu einer fast teppichartigen Gesamtkomposition zusammenschmilzen, aus der nur das glatte Gesicht der Frau wie ein ruhender Pol heraussticht. Das Entstehungsjahr des in Pastellkreide auf Papier ausgeführten Bildes ist nicht überliefert, 1995 war es einmal im Bröhan-Museum zu Berlin ausgestellt, und jetzt bildet es das Hauptlos der kommenden Versteigerung von Kunst und Antiquitäten bei Leo Spik: 22.000 Euro werden für die gut sechzig Zentimeter hohe Impression erwartet.


Malerei des 19. Jahrhunderts bildet einen der Schwerpunkte auf der Veranstaltung des Berliner Auktionshauses vom 16. bis 18. April. Überwiegend handelt es sich um gefällige Ware von Meistern der zweiten oder dritten Garnitur. Einiges sticht qualitativ hervor wie Heinrich Brandes’ biedermeierliches Bildnis des uniformierten Freiherrn Simon Anton von Tubeuf aus dem Jahr 1840 (Taxe 3.200 EUR) oder eine Historienszene Hermann Kaulbachs, die Friedrich der Große und seinen Hofstaat zeigt, wie sie 1747 mehr oder weniger begeistert in Sanssouci Johann Sebastian Bach beim Orgelspiel lauschen (Taxe 5.500 EUR). Hugo Oehmichen schildert in unprätentiöser Weise eine kleine Beratung vornehmer Herren in der Ratsstube über „Die neue Schlosskapelle“, die offenbar demnächst in einem kleinen Städtchen errichtet werden soll, nach dem sichtbaren Plan in der Hand des Pfarrers aber sehr stattliche Dimensionen besitzt (Taxe 5.000 EUR). Zeichnerisch wird es mit Moritz von Schwind, der für 1.700 Euro die Kopfstudie einer ernst und unglücklich blickenden jungen Frau mit offenem Haar beisteuert.

Ein recht bekannter Impressionist der ersten Generation in Deutschland war der in Berlin tätige Louis Douzette. Von ihm gibt es eine stimmungsvolle Heidelandschaft im Abendlicht für 4.200 Euro und das Hochformat „Bei Prerow“ mit einem Paar beim Reisigsammeln an einem von Birken bewachsenen Hang (Taxe 3.800 EUR). Philipp Franck ist mit einem Spätwerk aus dem Jahr 1931 vertreten, einer „Mainlandschaft“ mit Eisenbahnbrücke in Aquarell auf Papier für 3.000 Euro. Von dem fast gleichaltrigen Tiermaler Franz Gräßel bietet Spik „Fünf Enten im Schilf“ an, ebenfalls in spätimpressionistischer Manier, aber technisch nicht ganz so bestechend wie die seines Kollegen Alexander Koester und daher mit 8.500 Euro auch nicht ganz so teuer. Das alte Berlin lässt Peter Götz Pallmann wieder aufleben, und auch seine Ansicht des Stadtschlosses mit dem Eosanderportal wird die Kunden bei Spik wieder begeistern (Taxe 5.500 EUR). Einen moderneren künstlerischen Zugriff wagen da Paul Paeschke in seiner Farbkreidezeichnung der Marina Piccola in Capri (Taxe 900 EUR), Götz von Seckendorff in seiner expressiv aufgewühlten „Dorfstraße in Pommern“ (Taxe 600 EUR) oder Julian Klein von Diepold in seinem farblich leuchtenden „Hafen von Greetsiel“ in Ostfriesland (Taxe 1.800 EUR).

Zu den qualitätvollsten Offerten der Auktion gehört Georg Schrimpfs „Bayerische Waldlandschaft“ von 1935, ein charakteristischen Werk der Neuen Sachlichkeit mit der für Schrimpf so charakteristischen Anmutung trügerischer Ruhe (Taxe 18.000 EUR). Zu haben sind auch weitere ansprechende Arbeiten von Künstlern der klassischen Moderne wie Rudolf Bartels’ „Nächtlicher Laternenumzug“ am Martinstag für 5.000 Euro oder César Kleins fast altmeisterlich anmutende „Madonna mit Kind“ von 1935 für 8.500 Euro. Die zeitgenössische Kunst ist in Gestalt Markus Lüpertz’ zugegen. Je 9.500 Euro sollen zwei zusammengehörige und auch formatgleiche „Kompositionen mit Collage“ kosten, auf denen in surrealistischer Manier undefinierbare Gegenstände in landschaftlichen Umgebungen platziert sind.

Unter den Alten Meistern sind Johann Friedrich Gerhards kleine Holztafel „Liebespaar in Parklandschaft“ (Taxe 5.000 EUR) und Jan van der Vuchts Innenansicht einer gotischen Hallenkirche für 6.000 Euro zu nennen. In Hinsicht auf künstlerische Güte und Preis werden sie allerdings übertroffen von einer hügeligen Landschaft mit rastenden Jägern von Jan Wynants (Taxe 9.000 EUR). Britische Portraitkunst des Klassizismus tritt uns in Gestalt einer Lady in weißem Kleid in einer Parklandschaft mit Schloss im Hintergrund von George Watson entgegen (Taxe 3.000 EUR). Johann Gottlieb Hackert ist nach England ausgewandert und 1773 in Bath verstorben. Auch dort waren seine Pastoralen, wie die südliche Gebirgslandschaft mit rastenden Hirten samt Schaf, Ziege, weißem Ochsen und liegender brauner Kuh, gefragt (Taxe 3.200 EUR).

Beim Kunsthandwerk verdienen vor allem die Möbel Aufmerksamkeit: Durch Stempel signiert ist ein kastenförmiger Schreibsekretär des in Paris zur Mitte des 18. Jahrhunderts tätigen Meisters Hubert Hansen, dessen Außenflächen mit feinen Blütenranken verziert sind (Taxe 10.000 EUR). Der seit 1764 als Meister nachgewiesene Franzose Nicolas-Alexandre Lapie ist als Schöpfer einer hübschen Poudreuse des Louis XV zu identifizieren, die ebenfalls floralem Schmuck im späten Rokokostil aufweist (Taxe 9.000 EUR). Tafelaufsätze und Kandelaber des Empire aus dem früheren 19. Jahrhundert stehen für bis zu 7.500 Euro in der Abteilung „Kunstgewerbe – Varia“ bereit. Die Firma Emile Gallé zeichnet für einen asymmetrischen Etagerenschrank des Jugendstil aus dem späten 19. Jahrhundert verantwortlich, auf der sich Blütenzweige schönlinig emporrecken (Taxe 6.000 EUR). Passend dazu gibt es aus den New Yorker Tiffany Studios ein dunkel patiniertes, bronzenes Kerzenleuchterpaar mit Opalglasbehang (Taxe 1.600 EUR).

Die Auktion beginnt am 16., 17. und 18. April jeweils um 10 Uhr. Die Besichtigung der Objekte ist von 11. bis zum 14. zu unterschiedlichen Uhrzeiten möglich.

Kontakt:

Leo Spik

Kurfürstendamm 66

DE-10707 Berlin

Telefon:+49 (030) 8836170

Telefax:+49 (030) 8839734



10.04.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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