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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Grafik, Zeichnungen, Miniaturen und Aquarelle im Wiener Dorotheum

Herodes spielt Orgel



Jakob Alt, Rom von der Passeggiata Margherita, 1835

Jakob Alt, Rom von der Passeggiata Margherita, 1835

Familie Alt ist wieder vollständig zur kommenden Versteigerung von Druckgrafik und Handzeichnungen des Dorotheums angetreten. Vater Jakob Alt macht den Anfang mit einem weiten Panorama Roms vom Gianicolo aus. Vielleicht hat an dem hauchfein ausgearbeiteten Aquarell mit der ausufernden Dächerlandschaft auch Sohn Rudolf schon mitgearbeitet. Beide reisten 1835 im Auftrag Kaiser Ferdinands I. von Österreich in die Ewige Stadt, und zumindest Jakob erreichte hier den Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens. 25.000 bis 35.000 Euro hat das Wiener Auktionshaus für das großformatige Blatt veranschlagt. Der 1812 geborene Rudolf von Alt hielt 1844 in der für ihn eher seltenen Grisailletechnik ein Motiv aus der Gegend von Langenwang in der Steiermark fest, durch die gerade eine frühe Dampflokomotive dahinrauscht. Dorotheum bietet es für 6.000 bis 8.000 Euro an. Und sein neun Jahre jüngerer Bruder Franz Alt schließlich gelangt mit seinem Aquarell „Der Heldenplatz in Wien mit Blick auf den Leopoldinischen Trakt der Hofburg“ an einem belebten Sommertag aus dem Jahr 1882 bei 20.000 bis 30.000 Euro zum Aufruf.


Auch sonst bilden die Veduten der Meister des 19. Jahrhunderts einen Schwerpunkt im fast vierhundert Losnummern umfassenden Dorotheum-Angebot am 2. April. Thomas Ender beispielsweise gewährt dem Betrachter einen Blick aus der Säulenhalle einer Villa heraus auf die Weilburg und den Eingang ins Helenental mit den Ruinen Rauheneck und Rauhenstein nahe Baden bei Wien (Taxe 7.000 bis 10.000 EUR). Etwa zeitgleich entstanden die ebenfalls biedermeierlichen Arbeiten Johann Tobias Dionys Raulinos, darunter Ansichten von Neustift und Salmannsdorf zwischen Weinbergen mit einer Rinderherde im Vordergrund oder von Sievering mit der Pfarrkirche St. Severin, das ebenfalls damals noch vor den Toren Wiens gelegen war (Taxe je 6.000 bis 8.000 EUR). Zu einem Trompe-l’œil hat Balthasar Wigand neun Ansichtskarten aus Wien und Umgebung wie zufällig übereinandergelegt (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR). Franz Barbarini hat 1839 seine Aussicht über den Wolfgangsee zum Loser mit zwei frommen Pilgern angereichert (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR), und Johann Kniep sein Aquarell mit dem hochaufragenden Schloss Tirol bei Meran im Vordergrund mit einer etwas müden österreichischen Militärdelegation auf Mauleseln (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR).

Romantik und Realismus sind die Pole, zwischen denen auch Anton Romakos Innenansicht des Kelterhauses eines italienischen Weinkellers, Henri-Joseph Harpignies’ duftige Flusslandschaft unter wetterwendisch bewölktem Himmel von 1882 und Carl Friedrich Wilhelm Trautscholds „Verschneiter Winterwald“ von 1868 mit urwüchsig geformten Bäumen liegen (Taxen alle zwischen 4.000 und 6.000 EUR). Der gerade siebzehnjährige Hans Makart beteiligt sich mit einer detailgenauen Innenansicht der spätgotischen Stiftskirche Nonnberg in Salzburg von 1857 bei 2.400 bis 3.000 Euro. Ein Jugendwerk ist auch von dem nachmals so berühmten Neuerer Otto Wagner zu haben: Sein Wettbewerbsbeitrag zum Bau der Wiener Börse bewegt sich 1863 noch ganz in den Bahnen der Wiener Ringstraßenarchitektur mit barocker Attitüde (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Energisch in moderne Bahnen schwenkt dagegen Max Liebermann bei seinem in schwarzer Kreide gezeichneten „Spaziergänger in einer Allee“ um 1880 für 5.000 bis 7.000 Euro.

Bei den Alten Meistern stehen bekannte Namen im Vordergrund, so Albrecht Dürer mit seinem Kupferstich „Der heilige Hubertus“, auch als Eustachius bekannt, im Wald aus der Zeit um 1501 (Taxe 3.500 bis 4.000 EUR) oder Rembrandt mit seinem Studienblatt, auf dem er 1632 neben greisen Menschen auch ein jugendliches Selbstbildnis verewigte (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR). Während sich Adriaen van Ostade bei seinem „Tanz im Wirtshaus“ von 1656 (Taxe 1.200 bis 1.600 EUR) oder seiner „Familie“ in der Schlafwohnküche von 1647 den einfachen Menschen widmet (Taxe 2.000 bis 2.400 EUR), lässt Giovanni Battista Piranesi in seinen „Opere Varie di Architettura…“ von 1743/57 in 35 Radierungen die Pracht antiker und neuzeitlicher höfischer Baukunst aufleben (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR). Eine Verbindung aus beiden Genres gelingt Giovanni Antonio Canal in seinen meist ein wenig ruinösen Schilderungen venezianischer Lebensumstände, etwa in den um 1740 geschaffenen Radierungen „Der Portikus mit der Laterne“ oder „Blick auf eine Stadt an einem Flussufer“ (Taxe je 3.000 bis 4.000 EUR). Eine charaktervolle Arbeit des 19. Jahrhunderts ist Luigi Calamattas Selbstbildnis, das er nach einer Zeichnung seines Freundes Jean-Auguste-Dominique Ingres radierte (Taxe 2.000 bis 2.400 EUR).

Die italienischen Zeichnungen, sonst immer ein Schwerpunkt im Dorotheum, treten diesmal etwas bescheidener auf. Hervorzuheben sind Pirro Ligorios merkwürdige Darstellung eines antikisch gekleideten bärtigen Mannes, hinter dem sich laut Bildunterschrift Herodes verbergen soll, beim Orgelspiel (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR), ein sitzender Männerakt in roter Kreide von Ercole Procaccini il Giovane (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR) und mehrere Handstudien Giovanni Battista Piazzettas für 5.000 bis 7.000 Euro. Deutsche Renaissancekunst gibt es mit Christoph Schwarz’ Entwurf eines Altargemäldes zum Erzengel Michael im Kampf mit Luzifer und der heiligen Ursula mit ihren elftausend Jungfrauen, über denen die Dreifaltigkeit schwebt. Letzteres Konzept für ein Altarbild soll Bartholomäus Spranger geschaffen haben (Taxe je 1.200 bis 1.600 EUR).

Mitten in romantischen deutschen Gefilden befindet sich das Angebot dann mit Adrian Zinggs lavierter Federzeichnung der Burg Gnandstein bei Leipzig, und Jean-Joseph Bastier de Bez nimmt uns 1827/28 ins heitere Italien mit und lässt die „Hermitage a la Cava“ bei Neapel und die „Vue de Nemi“ aufleben (Taxe je 1.200 bis 1.600 EUR). Für die Kunst der Nazarener stehen Josef von Führichs biblische Skizzen „Jakob und Rahel am Brunnen“ (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR) und „Christus fällt zum zweiten Mal unter das Kreuz“ (Taxe 2.600 bis 3.000 EUR). Johann Georg Meyer von Bremen schildert in seinem Aquarell eine etwas bedrückt blickende Mutter mit ihren beiden Kleinen in der Stube (Taxe 4.500 bis 6.000 EUR), während bei Theodor Pixis eine Schar junger Studenten 1864 fünf jungen Damen beim Picknick im Freien zuprostet (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR).

Auch für reichlich Portraitkunst ist gesorgt. Auf großem Format hielten der Darmstädter Hofmaler Gotthelf Leberecht Glaeser 1814 einen jungen charmanten Offizier mit struppigem Haar (Taxe 2.400 bis 3.000 EUR), Josef Danhauser um 1835 einen verschmitzt blickenden Mann (Taxe 900 bis 1.200 EUR) und Ludwig Passini 1889 eine junge Italienerin in weißem Kleid fest (Taxe 1.600 bis 2.000 EUR). Und schließlich gibt es noch die Abteilung der Miniaturen, die von einem barocken Halbbildnis eines Herrn in blauem Rock aus dem Umkreis Pieter Nasons (Taxe 2.500 bis 3.000 EUR) über Jacques Delaplaces klassizistisches Portrait von Napoleons Privatarzt, Jean-Nicolas Corvisart (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR), bis zu Adolf Theers zartem Bildnis einer jungen Frau in Tracht vor einer Hügellandschaft reicht (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 2. April um 16 Uhr. Die Besichtigung findet bis zum Auktionsbeginn täglich von 10 bis 18 Uhr statt. Der Internetkatalog listet die Objekte unter www.dorotheum.com.

Kontakt:

Dorotheum

Dorotheergasse 17

AT-1010 Wien

Telefon:+43 (01) 515 60 0

Telefax:+43 (01) 515 60 443

E-Mail: client.services@dorotheum.at



31.03.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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