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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Gute Ergebnisse für ostdeutsche Kunst bei Schmidt in Dresden

Sächsische Künstler mit Spitzenwerten



Gotthardt Kuehl, Augustusbrücke (Dresden), um 1895/98

Gotthardt Kuehl, Augustusbrücke (Dresden), um 1895/98

Eine Reihe teils unterwartet hoher Zuschläge konnte das Dresdner Auktionshaus Schmidt auf seiner vergangenen Kunstversteigerung erzielen. Besonders ostdeutsche Künstler oder Motive von dort waren gefragt. An die Spitze der Preisliste setzte sich das Werk eines bedeutenden Spätimpressionisten: Gotthardt Kuehls Blick auf die Augustusbrücke in der sächsischen Hauptstadt in winterlicher Tristesse und doch fast leuchtenden Farben brachte es nach einem Bietgefecht dreier sächsischer Sammler auf stolze 34.000 Euro. Taxiert war die um 1895/98 datierte Leinwand auf 18.000 Euro. Mit diesem Ergebnis dürfte das Gemälde nach Ausweis der einschlägigen Datenbanken eines der teuersten aus dem Schaffen des Künstlers sein, das jemals auf einer Versteigerung seinen Besitzer gewechselt hat.


Auch der wenige Jahre ältere Eugen Bracht, der der gleichen künstlerischen Richtung angehörte wie Kuehl, stieß auf großes Interesse. Sein Blick über „Verschneite Felder“ bei Wechselburg an der Mulde von 1911 sprang von 6.000 Euro auf 9.000 Euro. Als Meister der Neuen Sachlichkeit präsentierte sich Willy Kriegel in seinem feinmalerischen Blick auf einen von Felsen mit Blumen geschmückten Strudel der Wilden Weißeritz aus den späten 1930er Jahren. Hier sprang mit ebenfalls rekordverdächtigen 12.000 Euro verdientermaßen ebenfalls wesentlich mehr heraus, als mit 4.800 Euro veranschlagt war. Später gelangten von Kriegel noch drei Papierarbeiten zum Aufruf, die alle übernommen wurden und von denen die zart und fein gestalteten „Entenfedern“ hohe 3.800 Euro erreichten (Taxe 1.800 EUR). 10.300 Euro etwas unterhalb der Schätzung hieß es bei Albert Wigands perspektivlos als verschiedengroße Rechtecke in die Fläche gebannter und bunter Häuserzeile „Sedanfassade“ von circa 1966.

Manche Überraschung hielten auch die kleineren Preise bereit. Ein eindrücklicher Christuskopf des Tschechen Alén Diviš, der seine Ausbildung unter anderem bei František Kupka und Fernand Léger erhielt, schaffte unerwartet 2.200 Euro (Taxe 600 EUR), Josef Hegenbarths um 1957 in schwarzer Leimfarbe und Tusche gezeichnetes Tierpaar „Hahn und Henne“ spielte 3.200 Euro ein (Taxe 1.500 EUR), und Theodor Rosenhauers 1953 aquarellierte stille „Strandlandschaft auf Rügen“ 2.000 Euro (Taxe 750 EUR). Auf 1.800 Euro verdoppelte sich der Wert von Elisabeth Ahnerts buntem und naivem Wasserfarbenbild „Frühling im Garten mit blauer Katze“ aus der Zeit um 1929, während ihr aus verschiedenen Stoffen gestickter „Park mit Fischteich und Kirchlein“ um 1960 leicht auf 1.500 Euro nachgab (Taxe 1.800 EUR). Verschätzt hatte man sich auch bei zwei kleinen Gelegenheitsgrafiken des jungen Otto Dix wohl von 1912/14. Für die Blätter, die Dix für den Club „Dresdensia“ schuf, wollte Schmidt 180 Euro haben, 3.800 Euro bekam das Auktionshaus. Ein Kohleportrait des Urologen Peter Klook aus dem Spätwerk desselben Meisters von 1960 ging für taxgerechte 6.700 Euro über den Tresen.

Keinerlei Absatzschwierigkeiten bestanden bei Hermann Glöckner, dessen breites Formenspektrum in einer fast beschaulichen „Landschaft mit Dungwagen. Heißer Tag (Voitsdorfer Landschaft)“ von 1950 für 4.000 Euro (Taxe 2.800 EUR), den kubistisch interpretierten „Kurven + Kopf“ von 1953 für 3.600 Euro (Taxe 3.500 EUR) und den ganz abstrakten „Farbfeldern zwischen Kurven“ von 1959 für 3.200 Euro innerhalb weniger Jahre zur Geltung kommt (Taxe 2.800 EUR). Etwa im gleichen Bereich rangieren die Arbeiten Pol Cassels, so auch das Aquarell „Bei der Kartoffellese“ aus den frühen 1930er Jahren für 3.600 Euro (Taxe 3.800 EUR). Wiederum steigern konnten sich von jeweils 2.000 Euro aus Paul Wilhelms idyllischer Frühling am Gradsteg aus der ersten Nachkriegszeit auf 3.800 Euro und das farbenfrohe Bildnis seiner Frau „Marion im Kimono“ von etwa 1925/35 auf 4.200 Euro.

Aber nicht nur die Meister des späten 19. und 20. Jahrhunderts, sondern auch ein Vertreter der älteren Generationen reüssierte in den Räumen an der Bautzner Straße: Von 8.500 Euro auf 14.000 Euro kletterte das Bildnis einer vornehmen Dame, vielleicht Isabella Clara Eugenia von Spanien, das ein namentlich nicht bekannter Meister aus der Nachfolge Frans Pourbus’ d.J. in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts geschaffen hat. Unter den Werken der etwas jüngeren Künstler ist Johannes Heisigs symbolischer „Wilder Garten an der Grenze“ von 1986 für 2.900 Euro zu nennen (Taxe 3.200 EUR). Theo Baldens „Vogelbaum“ von 1972 für 3.600 Euro (Taxe 3.600 EUR) und Werner Stötzers „Weiblicher Torso“ von 1973 für 5.500 Euro markierten wie vorgesehen die oberen Grenzen bei den Skulpturen (Taxe 6.500 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Schmidt Kunstauktionen Dresden

Bautzner Straße 99

DE-01099 Dresden

Telefon:+49 (0351) 81 19 87 87

Telefax:+49 (0351) 81 19 87 88

E-Mail: mail@schmidt-auktionen.de



26.03.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Eugen Bracht, Verschneite Felder (Wechselburg an der Mulde), 1911
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Kunstwerk:

Frans Pourbus d.J. Nachfolger, Bildnis der Isabella Clara
 Eugenia von Spanien, um 1600/50
Frans Pourbus d.J. Nachfolger, Bildnis der Isabella Clara Eugenia von Spanien, um 1600/50

Kunstwerk:

Gotthardt Kuehl, Augustusbrücke (Dresden), um 1895/98
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Frans Pourbus d.J. Nachfolger, Bildnis der Isabella Clara Eugenia von Spanien, um 1600/50

Frans Pourbus d.J. Nachfolger, Bildnis der Isabella Clara Eugenia von Spanien, um 1600/50

Taxe: 8.500,- EURO

Zuschlag: 14.000,- EURO

Losnummer: 14

Eugen Bracht, Verschneite Felder (Wechselburg an der Mulde), 1911

Eugen Bracht, Verschneite Felder (Wechselburg an der Mulde), 1911

Taxe: 6.000,- EURO

Zuschlag: 9.000,- EURO

Losnummer: 36




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