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Petrit Halilaj und der Kosovo-Krieg in Bonn

Gelebte Erinnerung können derzeit die Besucher der Bonner Bundeskunsthalle erkunden und sich von ihr berühren lassen. Dazu hat Petrit Halilaj Exponate aus dem nicht mehr existierenden Naturhistorischen Museum in Pristina aus einfachen Materialien wie Erde, Stroh und Exkrementen nachgebaut und präsentiert diese Erinnerungsstücke als Speicher der (Natur-)Geschichte seines Heimatlandes nun in den Bonner Ausstellungsräumen. Die wechselvolle Geschichte des Museums, in dessen Gebäude sich heute die Ethnologische Schausammlung befindet, hat es Halilaj angetan. Er hat im Depot des Kosovo-Museums die naturkundliche Sammlung aufgespürt und beharrlich daran gearbeitet, die teilweise in katastrophalem Zustand befindlichen Stücke zu schützen und aufarbeiten zu lassen. Diese intensive Archivierung von Vergangenheit sei sein großer Verdienst, so Rein Wolfs, der Intendant der Bundeskunsthalle, und sagt zu Halilajs Rauminszenierung: „Petrit Halilajs Erzählung über das Verschwinden eines Museums in Zeiten von politischen Umwälzungen ist denkbar traurig und fungiert als Mahnmal für die Zerbrechlichkeit kulturellen Erbes.“

1986 in einem Dorf im Kosovo geboren, floh die Familie von Petrit Halilaj während des Serbien-Kosovo-Krieges, nachdem ihr Haus komplett zerstört worden war. 2009 beendete er sein Studium an der Kunstakademie Brera in Mailand. Heute lebt und arbeitet Halilaj in Berlin. Geprägt von den Kriegserlebnissen, setzt er sich in seiner zumeist installativen Arbeit vorrangig mit seiner eigenen Geschichte auseinander. Oft arbeitet er mit Unterkünften, Überdachungen, vermeintlichen Wohnräumen, die jenen Raum symbolisieren, den er als Kind verlor. Weiter spielen bestimmte Tiere eine stets wiederkehrende Rolle. Besonders Hühner erhalten neue Formen, seltsam anmutende Nester, Hennen, die sich ihren Weg in die Freiheit suchen. Als Begleiter der Menschen stehen sie gleichsam für die Wanderung der Bevölkerung aus den gefährdeten ländlichen Gebieten Richtung Stadt. 2010 stellte Petrit Halilaj bei der Berlin Biennale ein Gerüst seines zerstörten Elternhauses auf und bestückte das bedeutungsschwere Gebäude mit einigen Hennen, die sich frei im Areal bewegen konnten.

Die Ausstellung „Pertit Halilaj – She, fully turning around, became terrestrial“ läuft bis zum 18. Oktober. Die Bundeskunsthalle in Bonn hat täglich außer montags von 10 bis 19 Uhr, dienstags und mittwochs zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zur Ausstellung erscheint Mitte April ein Katalog.

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Friedrich-Ebert Allee 4
D-53113 Bonn

Telefon: +49 (0)228 – 91 71 0
Telefax: +49 (0)228 – 23 41 54

Quelle: Kunstmarkt.com/Claudia Rauth

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06.03.2015, Petrit Halilaj - She, fully turning around, became terrestrial

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Kunst und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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Petrit Halilaj








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