Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 01.06.2018 Auktion 1109: Photographie

© Kunsthaus Lempertz

Anzeige

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel

Bei Wangen, 1945 / Erich Heckel
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior

Orange-Blau-Orange, 2004 / Kuno Gonschior
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

An drei aufeinander folgenden Tagen tritt das Münchner Auktionshaus Quittenbaum mit Design in unterschiedlichen Schwerpunkten an

Zeitlos schön



Fulvio Bianconi, Vase „A fasce verticale“, 1951

Fulvio Bianconi, Vase „A fasce verticale“, 1951

Beinahe lebendig erscheint der kleine schwarz-weiße Fuchs, welcher den Kopf nach hinten wendet. Ercole Barovier schuf den kleinen Streuner jedoch aus farblosem und tiefviolettem Murano-Glas. „Volpe“ entstand um 1929 und ist für mindestens 5.000 bis 6.000 Euro auf der kommenden Auktion von Quittenbaum in München zu ersteigern. Unter den für den 4. März ausgewählten Stücken befinden sich neben dem Fuchs noch einige andere gläserne Tiere, aber auch Vasen, Kerzenständer, Karaffen oder Trinkgläser. Ebenfalls aus farblosem Glas, durchzogen mit bunten Streifen, besteht die Vase „A fasce verticale“ von 1951. Fulvio Bianconis schlankes, zweifach in unterschiedlichen Richtungen ausgebuchtetes Gefäß mit Streifen in Grün, Blau, Gelb und Rot ist bei 24.000 bis 28.000 Euro einer der Favoriten der Versteigerung.


Glas aus Murano

Für zarte Streifenbündel in den Farben des Meeres entschied sich Ercole Barovier bei seiner Vase „Millefili“ von 1957, die nach oben etwas breiter wird und zur Öffnung wieder halbrund einschwingt (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR). Zwei weitere Schalen erinnern in ihrer Musterung an bunte Fliesen: Baroviers „Egeo“ von 1960 in Türkis und Braun (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR) und seine „Dorico“ aus dem selben Jahr, die sich durch Rechtecke in sattem Grün auszeichnet (Taxe 6.000 bis 7.000 EUR). Etwas organischer toben sich die Muster auf zwei weiteren Vasen des Designers aus: „Dorico“ von 1960 ist mit braunen Kreisen geschmückt (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR), „Tessere policrome“ von 1963 erinnert an die Augen von Pfauenfedern (9.000 bis 12.000 EUR). An die Wellenbewegung des tiefblauen Meeres lässt Baroviers Vase „Opalino a fiamma“ von 1969 denken (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR), während zwei Gefäße aus seiner Serie „Diamantati“ von 1968 mit bunt schillernden kleinen Quadratreihen in Gelb, Blau, Rot und Grün spielen (Taxe zwischen 3.000 und 6.000 EUR).

Vasen aus dem Art Déco stehen in Form von Napoleone Martinuzzis Arbeit „Pulegoso“ um 1932 aus hellbraunem, blasigem Glas mit zersprengter Goldfolie und raupenartigen Handhaben für 2.000 bis 2.500 Euro oder Flavio Polis mehr zur grünen Kugelform tendierender Ausführung „Incamiciato“ um 1937 für 4.000 bis 5.000 Euro zur Verfügung. Letzterer arbeitete 1936 mit Alfredo Barbini bei der Vase „Grigio oro“ zusammen, die sich auffällig in Faltenzügen, weit ausgestellter Mündung und gewellten Ösenhenkeln präsentiert (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR). Carlo Scarpa setzte seine Kugelvase „Transparento“ von 1926 auf einen kegelförmigen grünen Fuß und wiederholte die Farbe dann an der kleinen Mündung (Taxe 2.400 bis 2.800 EUR). Antonio da Ros nannte seine Vase „Contrappunto“ und ließ dafür in einem abgeflachten Glasblock Schichteinschmelzungen in Violett herabfließen (Taxe 2.200 bis 2.800 EUR). Die jüngsten Murano-Arbeiten sind Lino Tagliapietras herzförmige Vase von 1995 mit wellig gekämmten braun-violetten Fadeneinschmelzungen (Taxe 5.000 bis 8.000 EUR) und Alessandro Mendinis kosmische Tischlampe „Arkab“ von 1991 mit bunten Kegeln, die in einer blauen Kugel stecken (Taxe 6.000 bis 7.000 EUR).

Skandinavisches Design

Besonders die Sitzmöbel tun sich bei Quittenbaums skandinavischer Design-Auktion am 3. März hervor. In den typischen schlichten Formen, Naturmaterialien und gedeckten Farben sind sie nach wie vor hochaktuell. Ländlich-rustikal treten Viggo Boesens zugeschriebene Armlehnsessel aus den 1940er Jahren in Erscheinung. Die mit Kuhfell bezogenen Sitzflächen der zwei Sessel sind besonders flauschig. Ergänzt werden sie durch Lehnen aus Eichenholz (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Der gleichen Technik bediente sich auch Kurt Østervig. Er wählte weißes Scharffell als Überzug für seinen Armlehnsessel von 1957; unten schauen noch die Füße aus Eichenholz hervor (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR). Etwas mehr staatsmännische Eleganz strahlt sein Fauteuil von 1954 aus, das mit einem grau-grauen Textilbezug bespannt ist (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR).

Noch ein wenig gemütlicher ist das Sitzen auf Arne Vodders Chaise Longue. Hierfür ließ der Architekt schwarze Ledergurte zu einer Liegefläche weben. Die Füße und der Rahmen des Liegemöbels sind aus Teakholz und Buche gefertigt. Die aus den 1950er Jahren stammende Liege ist bei 9.000 bis 10.000 Euro bewertet. In den grafischen Formen von Finn Juhls Sessel „Bwana“ um 1958 harmonieren die Sitzflächen aus schwarzem Leder und ein Korpus aus Teakholz (Taxe 3.800 bis 4.000 EUR). Hans J. Wegner gehört zu den häufigsten Namen des Katalogs. Der dänische Designer ist etwa für den filigranen, von ostasiatischer Kunst inspirierten Säbelbeintisch „AT-304“ von 1995 verantwortlich (Taxe 4.500 bis 5.000 EUR), ebenso für die vergleichbaren vier Armlehnstühle „Y-Chair CH-24“ von 1950 (Taxe 1.800 bis 2.000 EUR), die beiden kompakteren Sessel „GE 290“ von 1953 (Taxe 2.200 bis 2.500 EUR) oder den schlichten Schreibtisch „AT 325A“ um 1960 (Taxe 3.500 bis 4.000 EUR).

Zwei echte Hingucker bietet Quittenbaum mit Verner Pantons „Wire Cones“ von 1958. Man nimmt hier in der Mitte eines Trichters aus Stahldraht Platz. Bequemes Sitzen ermöglichen Sitzfläche und Lehne aus runden orangefarbenen Kissen (Taxe 3.000 bis 3.500 EUR). Ebenfalls durch seine auffallende Farbigkeit stechen zwei Exemplare des Sessels „Scimitar“ von 1962 ins Auge. Eine tellerartige rote Sitzfläche aus Leder ruht auf einem hufeisenförmigen Bein. Das Sitzmöbel entstand in Zusammenarbeit der Designer Preben Fabricius und Jørgen Kastholm und soll im Doppelpack zwischen 12.000 und 16.000 Euro kosten. Tischware gibt es mit Tapio Wirkkalas gehämmerter Silberkanne „TW 761“ von 1962/63 (Taxe 1.500 bis 1.700 EUR), Evald Nielsens silberner Vase, in deren Fuß er 1937 Elfenbeinplättchen mit Zunftzeichen eingelassen hat (Taxe 2.200 bis 2.400 EUR), oder Henning Koppels fünfteiliges, aus einer gedrückten Kugelform entwickeltes Kaffee- und Teeservice „051“ von 1978/79 (Taxe 3.800 bis 4.200 EUR).

Internationales Design

Eine allgemeine Design-Auktion veranstaltet Quittenbaum am 5. März. Von Spielzeug über Möbel, Lampen, Porzellan bis hin zu sieben Krawatten Barnaba Fornasettis für 400 bis 500 Euro lässt sich hier beinahe alles für den Gestaltungswillen finden. Eines der kleineren Werke ist Arthur Krupps Tischspiegel von 1910/15. Das schlichte Stück aus vernickeltem Metallblech und Spiegelglas liegt bei 2.200 bis 2.400 Euro. Auch Christian Dells Doppelpultleuchte „6580“ von 1934 besticht in ihren klaren Formen und der schwarzen Farbe durch Schlichtheit (2.500 bis 3.000 EUR). Jeremy Cole versucht, sich mit seiner Deckenlampe „Aloe Blossom“ von 2004 aus weißen Porzellanblättern der Natur anzunähern (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR). Mario Botta steuert zwei silberne Weinkannen von 1988 bei, deren Schnäbel sich ineinander stecken lassen (Taxe 2.800 bis 3.000 EUR).

Grafische Eleganz verbreitet Franco Albinis Prototyp des Stuhls „Villa Berio“ von 1948. Rechteckige Sitzflächen aus schwarzem Kunstleder werden getragen von einem doppelt A-förmigen Gestell aus Nussholz. Der Stuhl wurde ursprünglich für einen Wettbewerb für die Ausstattung des Ozeandampfers „Conte Biancamano“ entworfen, den Albini allerdings nicht für sich entscheiden konnte (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR). Futuristisch erscheint Paul Evans’ Sofatisch „Cityscapes“ von 1973. Rechtecke aus Stahlblech und Messingblech verbinden sich auf einer L-förmigen Fläche zu einem spiegelnden Mosaik (Taxe 18.000 bis 20.000 EUR).

Außergewöhnlich sind die von Ettore Sottsass entworfenen hölzernen vertikalen Hängeschränke. Beide wurden in Abstimmung mit dem Designer für die Ausstellung „I Wonder Why“ 2007 in Triest nochmals aufgelegt. Der ursprüngliche Entwurf stammt von 1965 (Taxe je 8.000 bis 9.000 EUR). Ebenfalls auffällig sind die 16 Wandleuchten „CP-1“ Charlotte Perriands von 1960. In den Farben der deutschen Flagge, ergänzt durch Grau, und aus Metallblech gefertigt, ähneln sie den Strahlern, welche sonst von Bühnentechnikern verwendet werden (Taxe 8.500 bis 9.000 EUR). Shiro Kuramata steuert seinen bekannten Sessel „How high the moon“ aus einem kühlen Geflecht von Streckmetall bei (Taxe 4.500 bis 5.000 EUR), Pierre Paulin den blau bezogenen, eher gemütlichen Armlehnsessel „Big Tulip“ von 1959 (Taxe 1.500 bis 1.800 EUR).

Antoine Philippon und Jacqueline Lecoq einwarfen 1962 das quadratische Highboard „1307“. Für die Front wählten sie Mahagonifurnier, das sie zu einer Art Diamantquaderung verarbeiteten, für die Füße einfaches Vierkantstahlrohr (Taxe 8.500 bis 9.500 EUR). Noch mehr Stauraum bietet Charles Eames’ Regalschrank „ESU 400“ von 1950. Unten kann in zwei Schubladensegmenten gelagert werden, darauf folgen eine freie Ablage und ein rundum geschossenes Abstellfach. Gedeckte Farbfelder harmonieren mit hellem Birkenholz (Taxe 15.000 bis 18.000 EUR). Aus der Serie bietet Quittenbaum zusätzlich einen Schreibtisch und ein Sideboard an, die mit ihren bunten Seitenteilen deutlich mehr Aufmerksamkeit einfordern (Taxe 5.500 bis 6.000 EUR und 2.000 bis 2.200 EUR).

Die Auktion „Skandinavisches Design“ beginnt am 3. März um 17 Uhr, am 4. März folgt zur gleichen Uhrzeit „Murano Glas“ und am 5. März „Design“. Die Besichtigung ist bis zum 2. März möglich. Der Katalog listet die Objekte unter www.quittenbaum.de.

Kontakt:

Quittenbaum Kunstauktionen

Theresienstraße 60

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 27 37 02 10

Telefax:+49 (089) 27 37 02 122

E-Mail: info@quittenbaum.de



02.03.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Mona Zimmer

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 47

Seiten: 1  •  2  •  3  •  4  •  5  •  6

Events (3)Adressen (1)Kunstwerke (43)

Veranstaltung vom:


03.03.2015, Skandinavisches Design

Veranstaltung vom:


04.03.2015, Murano Glas

Veranstaltung vom:


05.03.2015, Design

Bei:


Quittenbaum Kunstauktionen

Kunstwerk:

Charlotte Perriand, 16 Wandleuchten CP-1, 1960
Charlotte Perriand, 16 Wandleuchten CP-1, 1960

Kunstwerk:

Barnaba Fornasetti, Sieben Krawatten, 1991/2005
Barnaba Fornasetti, Sieben Krawatten, 1991/2005

Kunstwerk:

Mario
 Botta, Zwei Weinkannen, 1988
Mario Botta, Zwei Weinkannen, 1988

Kunstwerk:

Ettore Sottsass, Hängeschrank, 1965
Ettore Sottsass, Hängeschrank, 1965

Kunstwerk:

Ettore Sottsass, Hängeschrank, 1965
Ettore Sottsass, Hängeschrank, 1965







Hans J. Wegner, Zwei Sessel GE 290, 1953

Hans J. Wegner, Zwei Sessel GE 290, 1953

Taxe: 2.200 - 2.500 EURO

Losnummer: 165

Kurt Østervig, Armlehnsessel 54, 1954

Kurt Østervig, Armlehnsessel 54, 1954

Taxe: 4.000 - 5.000 EURO

Losnummer: 168

Ettore Sottsass, Hängeschrank, 1965

Ettore Sottsass, Hängeschrank, 1965

Taxe: 8.000 - 9.000 EURO

Losnummer: 186

Verner Panton, Zwei Stühle „Wire Cone“, 1958

Verner Panton, Zwei Stühle „Wire Cone“, 1958

Taxe: 3.000 - 3.500 EURO

Losnummer: 187

Jeremy Cole, Deckenlampe „Aloe Blossom“, 2004

Jeremy Cole, Deckenlampe „Aloe Blossom“, 2004

Taxe: 6.000 - 8.000 EURO

Zuschlag: 3.500,- EURO

Losnummer: 350

Charlotte Perriand, 16 Wandleuchten CP-1, 1960

Charlotte Perriand, 16 Wandleuchten CP-1, 1960

Taxe: 8.500 - 9.000 EURO

Losnummer: 265

Arne Vodder, Chaise Longue, um 1950

Arne Vodder, Chaise Longue, um 1950

Taxe: 9.000 - 10.000 EURO

Zuschlag: 9.000,- EURO

Losnummer: 154

Viggo Boesen zugeschrieben, Zwei Armlehnsessel, 1940er Jahre

Viggo Boesen zugeschrieben, Zwei Armlehnsessel, 1940er Jahre

Taxe: 8.000 - 12.000 EURO

Losnummer: 135

Barnaba Fornasetti, Sieben Krawatten, 1991/2005

Barnaba Fornasetti, Sieben Krawatten, 1991/2005

Taxe: 400 - 500 EURO

Zuschlag: 400,- EURO

Losnummer: 240

Antoine Philippon und Jacqueline Lecoq, Highboard 1307, 1962

Antoine Philippon und Jacqueline Lecoq, Highboard 1307, 1962

Taxe: 8.500 - 9.500 EURO

Losnummer: 279

Hans J. Wegner, Schreibtisch AT 325A, um 1960

Hans J. Wegner, Schreibtisch AT 325A, um 1960

Taxe: 3.500 - 4.000 EURO

Losnummer: 206

Kurt Østervig, Armlehnsessel 57, 1957

Kurt Østervig, Armlehnsessel 57, 1957

Taxe: 4.000 - 6.000 EURO

Losnummer: 184

Ercole Barovier, Schale „Egeo“, 1960

Ercole Barovier, Schale „Egeo“, 1960

Taxe: 7.000 - 9.000 EURO

Zuschlag: 7.500,- EURO

Losnummer: 130




Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce