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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Mobilität auf zwei Rädern: Das Hamburger Museum der Arbeit untersucht in einer großen kulturgeschichtlichen Ausstellung, wie das Fahrrad den Stadtraum erobert hat

Vorfahrt für Pedalritter



Breakin LA, Maltman

Breakin LA, Maltman

Hochrad, Bonanza-Rad, Tandem, Mountain-Bike, Rennrad, BMX-Rad: In Deutschland gibt es 71 Millionen Fahrräder und 45 Millionen Autos. Die Kulturgeschichte des ökologisch korrekten Fortbewegungsmittels, seine technischen Finessen und viele weitere Aspekte zum Thema pedalbetriebener Mobilität in urbanen Metropolen beleuchtet die Ausstellung „Das Fahrrad. Kultur, Technik, Mobilität“ im Hamburger Museum der Arbeit. „Es war unser Anliegen, das Auf und Ab des Fahrrads zu erzählen“, erläutert Kurator Mario Bäumer.


Im Zentrum der abwechslungsreichen Schau steht eine Galerie mit rund 70 Ikonen des Fahrradbaus: Die erste Laufmaschine von 1817, ein Hochrad, wie es wagemutige Dandys im ausgehenden 19. Jahrhundert als exzentrisches Spielzeug liebten, aber auch Beispiele für Lastenräder, wie sie in früheren Zeiten Bäcker zum Ausliefern benutzten, ein Damenrad, das durch das Montieren einer Stange zum Herrenrad umfunktioniert werden kann, oder diverse historische Rennräder im Stil der belgischen Radrenn-Legende Eddy Merckx.

„Das Fahrrad erlebt heute eine Renaissance“, sagt Mario Bäumer. So konzentriert sich die Schau nicht nur auf Fahrradaccessoires wie sorgsam restaurierte historische Fahrradlenker oder alte Schließanlagen für das umweltbewusste Großstadtgefährt. Die breit aufgestellte Schau widmet sich auch ausgiebig dem Thema Mobilität in typischen Fahrradstädten wie Amsterdam, Kopenhagen oder Münster, wo schon frühzeitig durchdachte Konzepte für radelnde Verkehrsteilnehmer entwickelt wurden. Aber auch in Städten wie Paris, Hamburg oder Brüssel wird das Fahrradfahren attraktiv gemacht: Moderne Leihfahrradstationen ermöglichen Mobilität ohne Auto und Parkplatznot für Stadtbewohner und Besucher.

„In der Nachkriegszeit hat das Auto die Infrastruktur der Städte verändert und das Fahrrad verdrängt“, erläutert Mario Bäumer. Mit der Ölkrise und der Ökobewegung in den 1970er Jahren feierte das Fahrrad dann sein Comeback, und es erfolgte ein Umdenken. Heute jedoch ist das Fahrrad längst nicht mehr nur das Vehikel von Umweltfreaks. Manche Liebhaber investieren viel Geld in liebevoll restaurierte Zweirad-Oldtimer, E-Bikes oder Luxus-Drahtesel. Als besonders exklusives Exponat präsentiert die Ausstellung ein Kultrad des Pariser Nobel-Labels Hermès für 8.100 Euro. Bastler und Tüftler tunen ihr geliebtes Zweirad mit Extraausstattungen, als schnittiges Liegerad oder als praktisch ausgestattetes Beförderungsmittel samt Anhänger für den Nachwuchs.

Ob sportiv durch die Stadt, gemütlich durch die Landschaft oder als kopfsteinerprobter Profi beim 1896 gegründeten Radrenn-Klassiker Paris-Roubaix: Das Velo ist ein Vehikel für viele Gelegenheiten, und jeder Fahrradbesitzer hat eine andere Haltung zu seinem Gefährt. Die Hamburger Ausstellung bietet eine kurzweilige Bestandsaufnahme rund ums Fahrrad, will aber nicht moralisieren. Trotzdem stellt Mario Bäumer fest: „Vielleicht beobachten wir zur Zeit den Abschied vom Auto. Auf jeden Fall ist das Fahrrad das neue Statussymbol.“

Die Ausstellung „Das Fahrrad. Kultur, Technik, Mobilität“ ist noch bis zum 1. März zu sehen. Das Museum der Arbeit hat montags von 13 bis 21 Uhr, dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7,50 Euro, ermäßigt 4,50 Euro. Der Katalog aus dem Junius-Verlag kostet 24,90 Euro.

Kontakt:

Museum der Arbeit

Wiesendamm 3

DE-22305 Hamburg

Telefax:+49 (040) 42 81 33 330

Telefon:+49 (040) 42 81 330

E-Mail: info@museum-der-arbeit.de



26.02.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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