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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Die Kunst des Impressionismus und Moderne notiert bei Christie’s in London kräftig

Surrealisten gefragt



Es war der große Tag des Joan Miró, der 4. Februar im Londoner Auktionshaus Christie’s. Nun gehört der 1983 im Alter von neunzig Jahren gestorbene spanische Künstler zwar immer zu den Millionenkandidaten, auf der jüngsten Versteigerung impressionistischer und klassisch-moderner Kunst aber trat er mit derart qualitätvollen Werken auf, dass er nicht nur heiß umkämpft war, sondern am Ende noch vor den eigentlichen Favoriten sogar die Zuschlagsliste anführte. Eingeordnet fand er sich unter die Surrealisten, die das Auktionshaus gesondert als zweiten Teil der Abendveranstaltung anbot. Sein figurenreiches, aus zarten Linien und locker über Leinwand verteilten Farbflächen bestehendes „Painting (Women, Moon, Birds)“ von 1950 auf fast eineinhalb Meter breiter Leinwand war auf 4 bis 7 Millionen Pfund angesetzt, schaffte mit 13,8 Millionen Pfund schließlich aber gut und gern das Doppelte. Damit ist das poetische Bild nun der drittteuerste Miró überhaupt auf einer Auktion und der teuerste aus dem Schaffen des Meisters nach 1945.


Auch 5 Millionen Pfund für sein „L’Oiseau s’envole vers la zone où le duvet pousse sur les collines encerclées d’or“ ebenfalls aus dem Jahr 1950 (Taxe 2 bis 3 Millionen GBP) und 8,1 Millionen Pfund für das drei Jahre jüngere „L’Oiseau au plumage déployé vole vers l’arbre argenté“ bezeugten Joan Mirós markttechnische Attraktivität (Taxe 6 bis 9 Millionen GBP). Wie überhaupt die Surrealisten sehr gut abschnitten: Von den 36 Werken blieben nur vier unveräußert, und am Gesamtumsatz des Abends in Höhe von 147 Millionen Pfund hatten sie gut 45 Prozent Anteil. Steigern konnte sich nicht nur Miró, sondern auch Marc Chagalls „Jeune fille au cheval“ aus den späten 1920er Jahren von 2,2 bis 2,8 Millionen Pfund auf 5,2 Millionen Pfund und die neun angebotenen und sämtlich weitervermittelten Werke René Magrittes, darunter sein maskierter Apfel am Strand „Souvenir de voyage“ in Gouache von 450.000 bis 650.000 Pfund auf 2,3 Millionen Pfund und der ebendort aufgestellte Frauentorso „Quand l’heure sonnera“ in Öl aus den mittleren 1960er Jahren von 2,5 bis 3,5 Millionen Pfund auf 3,8 Millionen Pfund.

Max Ernst langte sowohl bei seinen kristallinen Gestalten „Don Juan et Faustroll“ von 1951 mit 1,2 Millionen Pfund (Taxe 500.000 bis 800.000 GBP), wie auch bei seiner frühen Raumflucht „Justitia oder Metzgerladen“ von 1919 mit 300.000 Pfund zu (Taxe 180.000 bis 250.000 GBP). Gefallen fanden zudem die beiden Flattergestalten „Les deux pirates“ mit ihren Stierschädeln, von Óscar Domínguez um 1943 gemalt, bei 650.000 Pfund (Taxe 240.000 bis 280.000 GBP) und Hans Arps mit Eiformen bestückte Kartonmalerei „Balcon I“ von 1925 bei 1,3 Millionen Pfund (Taxe 900.000 bis 1,2 Millionen GBP). Im sklupturalen Bereich hatte Alberto Giacomettis Gitterwesen „Homme (Apollon)“ von 1929 bei 650.000 Pfund das Sagen. Die Bronze ließ er nochmals 1954 gießen und schwarz patinieren (Taxe 300.000 bis 400.000 GBP).

Favorit der Auktion war ja eigentlich Paul Cézanne. Er machte seine Sache auch gut, schaffte für sein Paradebild „Vue sur L’Estaque et le Château d’If“ von circa 1883/85 aus der berühmten Sammlung Samuel Courtaulds die obere Grenze von 8 bis 12 Millionen Pfund, wurde später aber doch von Miró überholt. Ansonsten hielten sich die französischen Impressionisten eher bescheiden zurück, den Höchstpreis errang bei 2,2 Millionen Pfund Alfred Sisleys saftige Hochsommerlandschaft „Le Loing à Saint-Mammès“ von 1883 (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen GBP). Da waren sogar die Fauvisten mehr gefragt, wie sich an den unerwartet hohen Zuschlägen von 3,4 Millionen Pfund für Georges Braques lyrische „Paysage à L’Estaque“ aus dem Jahr 1907 (Taxe 2 bis 3 Millionen GBP) und 2,5 Millionen Pfund für André Derains rund zwei Jahre ältere „Bateaux au Port de Collioure“ zeigte (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen GBP). Die stilistische Zwischenstufe nahm Paul Signacs lichte Hafenansicht „Marseille, la brume jaune“ von 1922 für 1,5 Millionen Pfund ein (Taxe 900.000 bis 1,2 Millionen GBP).

Kubistisches wurde trotz etwas freudloser brauner Einfärbung in Form von Juan Gris’ 1914 in Collagetechnik mit echter Zeitung erstelltem Stillleben „La Lampe“ für 4 Millionen Pfund honoriert (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen GBP). Amedeo Modigliani reüssierte trotz stilistischen Außenseitertums mit seinen melancholischen „Deux filles“ bei 6,7 Millionen Pfund und konnte damit den sechs Jahre alten Wert für dieses Werk aus dem Jahr 1918 um 900.000 Pfund erhöhen (Taxe 6 bis 8 Millionen GBP). Erwähnung darf auch Raoul Dufy finden, auf Abendauktionen ein eher seltener Gast, der mit seinen heiteren, unverwechselbar grün dominierten Ausflüglern an „La Marne“ trotzdem 620.000 Pfund einspielte (Taxe 250.000 bis 350.000 GBP). Teuerster Bildhauer wurde wiederum Alberto Giacometti mit seiner überschlanken „Femme de Venise V“ von 1956/58, allerdings nur zur unteren Taxe von 6 Millionen Pfund. Dafür kletterte sein Bruder Diego als flachgedrückter „Tête sur socle“ von 1 bis 1,5 Millionen Pfund auf 2,6 Millionen Pfund. Bei guten 3,8 Millionen Pfund schloss Henry Moores zweieinhalb Meter lange „Three Piece Reclining Figure No. 2 (Bridge Prop)“ aus grünpatinierter Bronze von 1963 ab (Taxe 2 bis 3 Millionen GBP).

Die Deutschen waren vor allem expressionistisch unterwegs, so mit Werken aus der Sammlung Carl Hagemann, von denen Erich Heckels eruptive „Badende am Waldteich“ von 1910 für 2,6 Millionen Pfund sogar auf Rekordniveau aus dem Auktionssaal getragen wurde. Eine beidseitig ebenfalls mit „Badenden am Meer“ sowie einer „Schlittenfahrt“ bemalte Leinwand Ernst Ludwig Kirchners und Karl Schmidt-Rottluffs „Badende am Strand“ von 1922 mussten sich dagegen mit jeweils 950.000 Pfund etwas unterhalb der Schätzung begnügen. Franz Marcs „Springendes Pferd“, 1913 in leicht cézannescher Farbwahl mit mehreren Licht- und Formbrechungen in Gouache und Aquarell auf Papier gebannt, machte einen Satz von 1,5 bis 2 Millionen Pfund auf 2,2 Millionen Pfund. Emil Noldes „Windiger Nachmittag“über weiter See von 1949 legte sich erst zur oberen Grenze von 900.000 bis 1,2 Millionen Pfund. Alexej von Jawlenskys mystischer „Abstrakter Kopf: Ostern“ in leuchtenden Farben von 1933 erreichte ebenso die oberen anvisierten 700.000 Pfund. Bei Wassily Kandinskys spielerischer Formenabstraktion „Ernstspass“ von 1930 waren es dann sogar 1,1 Millionen Pfund (Taxe 700.000 bis 1 Million GBP), und auch Paul Klees rote Figurenvision „Hitze“ von 1940 ließ sich erst bei 580.000 Pfund aus dem Auktionssaal bitten (Taxe 350.000 bis 450.000 GBP).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Christie’s

8 King Street, St. James’s

GB-SW1Y 6QT London

Telefon:+44 (020) 78 39 90 60

Telefax:+44 (020) 78 39 83 26

E-Mail: info@christies.com



23.02.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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04.02.2015, Impressionist/Modern Evening Sale

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Christie's

Bericht:


Lauter Badende

Kunstwerk:

Paul Klee,
 Hitze, 1940
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Kunstwerk:

Juan Gris,
 La lampe, 1914
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Kunstwerk:

Paul Cézanne, Vue sur L’Estaque et la Château d’If, um 1883/85
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Kunstwerk:

Wassily Kandinsky, Ernstspass, 1930
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Kunstwerk:

Alexej von Jawlensky, Abstrakter Kopf: Ostern, 1933
Alexej von Jawlensky, Abstrakter Kopf: Ostern, 1933







Juan Gris, La lampe, 1914

Juan Gris, La lampe, 1914

Taxe: 2.500.000 - 3.500.000 GBP

Zuschlag: 4.000.000,- GBP

Losnummer: 7

Ernst Ludwig Kirchner, Badende am Meer, 1913

Ernst Ludwig Kirchner, Badende am Meer, 1913

Taxe: 1.000.000 - 1.500.000 GBP

Zuschlag: 950.000,- GBP

Losnummer: 20

Paul Signac, Marseille, la brume jaune, 1922

Paul Signac, Marseille, la brume jaune, 1922

Taxe: 900.000 - 1.200.000 GBP

Zuschlag: 1.500.000,- GBP

Losnummer: 10

Alfred Sisley, Le Loing à Saint-Mammès, 1883

Alfred Sisley, Le Loing à Saint-Mammès, 1883

Taxe: 1.200.000 - 1.800.000 GBP

Zuschlag: 2.200.000,- GBP

Losnummer: 11

Paul Cézanne, Vue sur L’Estaque et la Château d’If, um 1883/85

Paul Cézanne, Vue sur L’Estaque et la Château d’If, um 1883/85

Taxe: 8.000.000 - 12.000.000 GBP

Zuschlag: 12.000.000,- GBP

Losnummer: 8

Paul Klee, Hitze, 1940

Paul Klee, Hitze, 1940

Taxe: 350.000 - 450.000 GBP

Zuschlag: 580.000,- GBP

Losnummer: 5

Alexej von Jawlensky, Abstrakter Kopf: Ostern, 1933

Alexej von Jawlensky, Abstrakter Kopf: Ostern, 1933

Taxe: 500.000 - 700.000 GBP

Zuschlag: 700.000,- GBP

Losnummer: 36

Wassily Kandinsky, Ernstspass, 1930

Wassily Kandinsky, Ernstspass, 1930

Taxe: 700.000 - 1.000.000 GBP

Zuschlag: 1.100.000,- GBP

Losnummer: 37

Franz Marc, Springendes Pferd, 1913

Franz Marc, Springendes Pferd, 1913

Taxe: 1.500.000 - 2.000.000 GBP

Zuschlag: 2.200.000,- GBP

Losnummer: 34

Amedeo Modigliani, Les deux filles, 1918

Amedeo Modigliani, Les deux filles, 1918

Taxe: 6.000.000 - 8.000.000 GBP

Zuschlag: 6.700.000,- GBP

Losnummer: 15




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