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200 Spitzenwerke von Cézanne, van Gogh, Bonnard und 15 weiteren Jahrhundertkünstlern: Mit der großbürgerlichen Sammlung Hahnloser-Bühler aus Winterthur präsentiert die Hamburger Kunsthalle jetzt eine der legendärsten Privatkollektionen der Schweiz

Volle Pracht voraus!



Félix Vallotton, La Blanche et la Noire, 1913

Félix Vallotton, La Blanche et la Noire, 1913

„Es ist das erste Mal, dass diese legendäre Sammlung in einer Ausstellung außerhalb der Schweiz gezeigt wird“, sagt Hubertus Gaßner, der Direktor der Hamburger Kunsthalle. Präsentiert werden jetzt unter dem Titel „Verzauberte Zeit“ 200 Meisterwerke, darunter 110 Gemälde, aus der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler aus Winterthur. Der Augenarzt und seine an einer Kunstgewerbeschule ausgebildete, kunstbegeisterte Frau waren zeitlebens mit so wichtigen Künstlern wie Pierre Bonnard, Edouard Vuillard, Félix Vallotton oder Henri Manguin befreundet. Sowohl in Winterthur als auch in ihrem Sommerhaus, der Villa Pauline in Cannes, führten sie ein offenes Haus. Der enge Austausch mit den Künstlern ebnete ihnen den Weg, zwischen 1906 und 1936 eine herausragende Sammlung mit Spitzenwerken vor allem aus der Zeit des Postimpressionismus zusammenzutragen.


Diese weltberühmte Sammlung ist eigentlich nach wie vor im ehemaligen Privatrefugium des Sammlerpaares, der Villa Flora in Winterthur, beheimatet. Die Villa wurde seit 1995 als Privatmuseum betrieben, war jedoch stets von öffentlichen Zuwendungen abhängig. Aufgrund der schlechten Finanzlage der Stadt Winterthur kam es im April 2014 zur Schließung des Museumsbetriebs auf unbestimmte Zeit. Auch eine dringend anstehende Sanierung musste verschoben werden. Die Hamburger Kunsthalle hat jetzt das Privileg, als erste von vier Stationen einer Ausstellungstournee die Besonderheiten der qualitativ hochstehenden Sammlung herauszuarbeiten. Farbig gestaltete Wände und einige Originalmöbel aus der Villa Flora vermitteln auf dezente Weise die Aura des Privaten.

„Charakteristisch für die Sammlung ist der Austausch mit den Künstlern“, sagt Angelika Affentranger-Kirchrath, die künstlerische Direktorin der Villa Flora, die die prachtvolle Schau zusammen mit Daniel Koep und Hubertus Gaßner in Hamburg eingerichtet hat. „Die Künstler haben den Sammlern die moderne Kunst nahe gebracht“, ergänzt Daniel Koep. Gerade der Schweizer Félix Vallotton, bekannt für seine holzschnittartige Formensprache und seine klar geordneten Kompositionen, begleitete das Sammlerpaar regelmäßig auf Atelierbesuchen in seiner Wahlheimat Paris. In Hamburg ist Vallotton mit nahezu atelierfrisch wirkenden Werken aus allen Schaffensphasen prominent vertreten. Herausragend: Das 1913 entstandene Gemälde „Die Weiße und die Schwarze“, das einen hellhäutigen, liegenden Akt zeigt und auf der Bettkannte daneben sitzend eine sehr lässige, beiläufig rauchende und prachtvoll gewandete Farbige. Vallotton bezieht sich hier auf Edouard Manets 50 Jahre zuvor entstandene berühmte „Olympia“, wo eine farbige Frau in Dienerinnenpose im Hintergrund zu sehen ist. Bei Vallotton jedoch erscheint die Schwarze selbstbewusst, während die weiße Frau dem ungeschützten Blick des Betrachters ausgesetzt ist.

Die Ausstellung macht insbesondere die Entwicklung von den frühen Impressionisten zu den Postimpressionisten nachvollziehbar: Aus Momentaufnahmen werden traumverlorene, psychologisch aufgeladene Stimmungsbilder. Dies kann man besonders an den ebenso farbenprächtigen wie subtil melancholisch unterlegten Stillleben, Interieurs und Landschaften von Pierre Bonnard ablesen. Daniel Koep dazu: „Pierre Bonnard nimmt die Freiheiten und Möglichkeiten von den Impressionisten auf, aber bei ihm bekommen sie eine magische Qualität. Der Moment kann ein ganzes Universum in sich sein. Und das ist eigentlich das, was wir mit ‚Verzauberte Zeit‘ meinen.“

In die Ausstellung integriert sind auch die Arbeiten von zwei zeitgenössischen Künstlerinnen, die sich in neuen Medien mit kunsthistorischen Motiven auseinandersetzen. So präsentiert Judith Albert in einem siebenminütigen Videoloop eine eigenwillige Variante eines Aktes von Vallotton, und Ursula Palla setzt sich in ihrer Videoinstallation „Sunflowers 2“ mit dem Motiv der welkenden Sonnenblumen bei Vincent van Gogh auseinander. Die Ausstellung versammelt berühmte Ikonen der Kunstgeschichte genauso wie Nebenfiguren, die es noch zu entdecken gilt. Ob verspielte Landschaftsaufnahmen, Strandszenen aus Südfrankreich oder fein komponierte, großbürgerliche Interieurs: Die Kunst aus der Villa Flora vermittelt Lebensfreude, die unvergängliche Pracht des Schönen – und auch einen dezenten Hauch von Weltschmerz und „verlorener Zeit“. Bleibt zu hoffen, dass nach der Ausstellungstournee mit vier Stationen auch der Grundstein für die Wiedereröffnung am angestammten Ort gelegt sein wird.

Die Ausstellung „Verzauberte Zeit. Cézanne, van Gogh, Bonnard, Manguin - Meisterwerke aus der Sammlung von Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler“ ist bis zum 16. August zu sehen. Die Hamburger Kunsthalle hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich von 10 bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro. Der Katalog aus dem Imhof-Verlag kostet 17,90 Euro.

Kontakt:

Hamburger Kunsthalle

Glockengiesserwall

DE-20095 Hamburg

Telefon:+49 (040) 428 131 200

Telefax:+49 (040) 428 543 409



23.02.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Hedy, Paul, August, Arthur, Ida und Emil Hahnloser, vor Dezember 1910
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