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Zeitgenössische Kunst bei Sotheby’s in London mit viel deutscher Kunst

Zwei Rehe, zwei Kissen



Nach den Rekordergebnissen mit den Impressionisten und Modernen am 3. Februar geht es in der kommenden Woche bei Sotheby’s in London weiter mit den Werken zeitgenössischer Künstler. 77 Losnummern im Gesamtwert von bis zu 127 Millionen Pfund suchen in der Abendauktion nach neuen Heimstätten, vorwiegend von Meistern anglo-amerikanischer, deutscher und italienischer Herkunft. Die meisten Werke bewegen sich preislich im sechs- oder niedrigeren siebenstelligen Bereich. Ein weißes, vielfach in zwei Reihen geschlitztes „Concetto Spaziale, Attese“ Lucio Fontanas von 1965 für 5 bis 7 Millionen Pfund oder Cy Twomblys 1960 kleinteilig hingekritzelte Zeichnung „Crimes of Passion I“ für 4 bis 6 Millionen Pfund gehören zu den teuersten Arbeiten.


Um den ersten Platz auf der Zuschlagsliste werden am 10. Februar aber wohl Francis Bacon und Gerhard Richter ringen. Ein „Abstraktes Bild“ des Letzteren von 1986 in schillernden Regenbogenfarben mit der Werknummer 599 ist mit 14 bis 20 Millionen Pfund bewertet. Auf einer Sotheby’s-Auktion im Mai 1999 in New York kostete die geheimnisvoll leuchtende Farbenpracht noch 550.000 Dollar. Dicht dahinter bei 13 bis 18 Millionen Pfund rangieren Francis Bacons „Two Studies for Self-Portrait“ aus dem Jahr 1977. Auch dieses kleine Diptychon mit dem verzerrten Gesicht des irisch-britischen Malers bei geschlossenen Augen war erst einmal auf einer Auktion zugegen und damals sehr viel günstiger: Im Dezember 1993 bei Sotheby’s in London für 320.000 Pfund.

Neben Richter und etwa seinem fotorealistischen Himmelsblick in graublaue „Wolken“ von 1970 für 3,5 bis 4,5 Millionen Pfund haben noch auffallend viele weitere Werke deutscher Künstler den Weg nach London gefunden. Zahlenmäßig rangiert Georg Baselitz mit vier Arbeiten an der Spitze, darunter mit den marktfrischen Ölbildern „Zwei Rehe“ auf dem Kopf von 1984 (Taxe 400.000 bis 600.000 GBP) und „Zwei Kissen“ von 1967 richtig herum für 250.000 bis 350.000 Pfund. Seine Zeichnung „Ein neuer Typ“ von 1965 aus der frühen Serie der Heldenbilder liegt preislich gleichauf. Die materialreiche triste Schneelandschaft „Des Herbstes Runengespinst“ widmete Anselm Kiefer 2005 dem Dichter Paul Celan (Taxe 400.000 bis 600.000 GBP). Auch Sigmar Polke, Martin Kippenberger und Andreas Gursky sind mit mehreren preislich etwa gleichwertigen Arbeiten vertreten, und der Bildhauer Thomas Schütte steuert eine liegende, zerfließende „Bronzefrau I“ von 1998 bei, die ein bisschen an Henry Moore erinnert (Taxe 1,2 bis 1,8 Millionen GBP).

Nicht alltäglich auf einer der großen Abendauktion ist ein Auftritt des Schweizer Künstlers Jean Tinguely. Aus schwedischem Privatbesitz kommen gleich zwei seiner frühen, teils konkreten und immer beweglichen Metallschnittbilder für jeweils 200.000 bis 300.000 Pfund zum Aufruf. Drei Losnummern besetzt der Franzose Yves Klein, unter anderem mit der 1959 datierten „Untitled Blue Monochrome“ Werknummer IKB 92 für 3,6 bis 4,6 Millionen Pfund. Einen Interessenten für das leicht hochformatige Rechteck, das vor neun Jahren für 850.000 Pfund über den Tresen ging, gibt es bereits. Kleins etwas kleinere Variante mit der Nummer IKB 241 listet der Katalog für 2 bis 3 Millionen Pfund. Dazwischen rangiert bei 3 bis 4 Millionen Pfund seine ebenfalls blaue „Anthropométrie (ANT 9)“ von 1960.

Frankreich kommt noch mit Nicolas de Staëls gestischer Abstraktion „Footballeurs“ von 1952 zum Zug (Taxe 2 bis 3 Millionen GBP), während Italien unter anderem Paolo Scheggis schwarze und durchlöcherte Leinwandüberlagerungen „Intersuperficie nera“ von 1965 (Taxe 200.000 bis 300.000 GBP) oder Enrico Castellanis reliefierte Leinwand „Dittico bianco“ in Dreiecksform von 1968 zu bieten hat (Taxe 800.000 bis 1,2 Millionen GBP). Diese Preisunterschiede zeichnen auch Agostino Bonalumis ausgestülpte Leinwand „Blu“ von 1967 (Taxe 300.000 bis 400.000 GBP) und Alighiero Boettis bunt gestickte Weltkarte „Mappa“ auf weißem Meereshintergrund von 1983 aus (Taxe 800.000 bis 1,2 Millionen GBP). Im Millionenbereich sind zudem zwei Werke der School of London angesiedelt: Frank Auerbachs dick in Braun und Rot aufgetragene Hinterhofansicht „To the Studios“ von 1977 für 1,5 bis 2 Millionen Pfund und David Hockneys querformatige Strandansicht „Green Tide“ von 1989 für 1,2 bis 1,8 Millionen Pfund.

Die jüngsten Künstler der Auktion sind der 1977 in Boston geborene Jonas Wood mit einem gegenständlichen, an die Pop Art erinnernden Interieur namens „Studio Hallway“ von 2010 (Taxe 70.000 bis 90.000 GBP), der 1979 geborene Chinese Jia Aili mit dem surrealen Nachtbild „Serbonian Bog“ von 2007 (Taxe 250.000 bis 350.000 GBP) und Alex Israel, Jahrgang 1982, mit einem zwischen Violett und Weiß changierenden, abstrakt wolkigen Triptychon von 2012 für 250.000 bis 350.000 Pfund. Aus China ist zudem Li Songsong, Jahrgang 1973, vertreten, der seinen 2007 gemalten Sprengkörper sarkastisch mit „Someday my Prince will Come“ betitelt hat (Taxe 250.000 bis 350.000 GBP). Die Preise für Sterling Rubys ausufernden und gesellschaftskritischen Minimalismus liegen da schon etwas höher; für sein für dreigeteiltes Farbbalkenbild „SP76“ sind 500.000 bis 700.000 Pfund veranschlagt.

Kontakt:

Sotheby’s London

34-35 New Bond Street

GB-W1A 2AA London

Telefax:+44 (020) 72 93 59 24

Telefon:+44 (020) 72 93 51 84



08.02.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


10.02.2015, Contemporary Art Evening Auction

Bei:


Sotheby's

Bericht:


Der teuerste Richter ist wieder abstrakt










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