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Am 16.11.2018 Auktion 123: Moderne und zeitgenössische Kunst - Moderne Photographie

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Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

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Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Andreas Sturies erzielt Erfolge mit Werken von Antonio Calderara, Gerhard Richter, Peter Doig und anderen; einige der Auktionshighlights blieben aber unverkauft

Richter geht immer



Ausverkauf für Gerhard Richter – das kann Andreas Sturies von seiner letzten Auktion vermelden. Vier grafische Werke wechselten erfolgreich den Besitzer. Zuerst überzeugten die zur Jahreszeit passenden, teils schneebedeckten „Schweizer Alpen. Motiv A1“. Der farbige Siebdruck von 1969 ist eines von 300 Exemplaren aus dem Verlag der Hamburger Griffelkunst-Vereinigung. Richter hatte dieses Blatt, das bei 2.000 Euro angesetzt war und 4.700 Euro einbrachte, dem „1. Land-Artisten Arendt Schröder“ gewidmet. Ebenfalls mit kalten Temperaturen verbunden ist sein Künstlerbuch „Eis“, das 2011 im Verlag der Kölner Buchhandlung Walther König mit zwei farbigen Fotoabzügen erschien. Es schnellte von 400 Euro auf 2.600 Euro. Der Künstlerkatalog „Gerhard Richter. Graue Bilder“ in Kassettenform von 1975, herausgegeben vom Städtischen Museum Mönchengladbach in 330 Exemplaren, ging anstelle von 4.000 Euro für 4.600 Euro über den Auktionstisch. Und schließlich übertraf auch Richters „Abstraktes Bild (Werk Nr. 641/2)“ als farbiger Offsetdruck von 1990 die Erwartungen von 2.000 Euro mit einem Schlussgebot von 3.100 Euro. Allerdings gehörten zu der in einer Auflage von 100 Exemplaren verlegten Mappe „Künstler für Äthiopien“ auch noch Arbeiten von Hans Peter Adamski, Karl Marx, Rune Mields und C.O. Paeffgen.


Mit dem Nachverkauf konnte Andreas Sturies eine losbezogene Zuschlagsquote von hohen 86,4 Prozent für seine Auktion mit moderner und zeitgenössischer Kunst am 15. November in Düsseldorf verbuchen. Viele der Arbeiten übertrafen die Erwartungen. Einige der hochpreisigeren Werke konnten jedoch keinen neuen Besitzer finden. Dazu gehörten Hans Bellmers erotisch gezeichnete Kopffüßlerin aus den 1930er Jahren (Taxe 12.000 EUR), Bernhard Heiligers sich windende Bronzefigur „Sebastian“ von 1961, Gerhard Hoehmes „Fenster-Kreuz“ von 1965 oder Sigmar Polkes teils aquarellierte kindliche Zeichnung mit Gesichtern von 1968 zu Preisvorstellungen jeweils von 20.000 Euro. Auch Hoehmes informelle Collage „Wer sich eine Freude machen will...“ blieb mit 5.000 Euro hinter den anvisierten 6.000 Euro zurück.

Das höchste Gebot erhielt mit wiederum 20.000 Euro Antonio Calderaras „La Chiesa“ Das 1958 entstandene Ölgemälde, das pastellfarbene Rechtecke ohne jede perspektivische Tiefenstaffelung ein Kirchengebäude andeutet, verdoppelte beinahe die Schätzung. Nicht nur Richters Künstlerbücher erfreuten sich der Beliebtheit der Kunden, auch Marcel Broodthaers’ „Un coup de dés jamais n’abolira le hasard. Image“ von 1969 konnte gute 11.000 Euro verzeichnen (Taxe 8.000 EUR). Auf Platz 3 kam dann mit 9.000 Euro Gotthard Graubners frühes „Kissenbild“ von 1968, für das er eine Leinwand über synthetische Watte gespannt, dann mit braunschwarzer Ölfarbe bemalt und so zu einem dreidimensionalen Farbraumkörper erweitert hat (Taxe 10.000 EUR). Auch Emil Schumachers Mischtechnik auf Papier von 1958 mit einem in den blauweißen Gips eingegrabenen schwarzen Linienmuster gab etwas auf 7.800 Euro nach (Taxe 8.000 EUR).

Überraschend hoch fielen die Gebote für Peter Doigs „Black Palms“ aus. Die Folge von sechs farbigen Radierungen war 2004 im Verlag der Hamburger Griffelkunst-Vereinigung erschienen und spielte nun 7.500 Euro ein (Taxe 2.000 EUR). Zu den Erfolgreichen zählte gleichfalls Gerhard Altenbourgs „Anima-Wald: lockendes Grauen“, eine Tuschezeichnung mit Aquarell aus dem Jahr 1980, bei der die freie Fläche in der Mitte von einer Art kleinteiligem Labyrinth umgeben wird. 7.000 Euro kamen hier zusammen (Taxe 6.000 EUR). Auch mit preiswerteren Objekten war Sturies erfolgreich. Ein Künstlerbuch von Martin Kippenberger aus dem Jahr 1989 mit dem Titel „Die Welt des Kanarienvogels“ und eingelegter Kritzelzeichnung erreichte 2.600 Euro (Taxe 1.000 EUR). Roy Lichtensteins farbiger Offsetdruck „Sunrise“ von 1965 bestach durch die vertraute Comic-Malweise und kam auf 4.000 Euro (Taxe 1.000 EUR). Günther Ueckers kreisförmiger Prägedruck mit vielen kleinen Nagelköpfen von 1971 überzeugte in seiner dekorativen Schlichtheit und brachte statt 1.000 Euro einträgliche 2.100 Euro. Auch Herbert Zangs’ Radierung mit Prägedruck in horizontaler Struktur von 1979 fuhr mit 800 Euro das Doppelte des angesetzten Preises ein.

Fast die Erwartungen erreichte Otto Dix’ „Mondäne Dame“ von 1965. Ein Bieter war bereit, für die sich durch eine extravagante Hochsteckfrisur auszeichnende, lithografierte Frau 3.800 Euro zu zahlen (Taxe 4.000 EUR). Thilo Maatschs auf wenige Linien reduzierte Tintenstiftzeichnung eines Mädchenkopfes von 1925 überzeugte für 1.100 Euro (Taxe 500 EUR). Aus der Klassischen Moderne nahmen die Kunden noch Marta Hegemanns Aquarell der stilisierten Landschaft „Am Wege“ von 1928 für 3.000 Euro mit (Taxe 2.500 EUR), ebenso Walter Dexels aquarellierten Holzschnitt „Moschee“ von 1916 für 1.300 Euro (Taxe 1.500 EUR) oder Louise Loebers geometrisch reduziertes Gemälde „Schuitenvoerder I“ von 1928 in den Grundfarben Gelb, Blau und Rot für taxgerechte 5.000 Euro.

Verschieden große, monochrome Quadrate in Blau und Grau staffelte Josef Albers in „Slate and Sky“ ineinander. Der 1964 entstandene signierte, datierte, nummerierte und betitelte Siebdruck wurde für 1.300 Euro ersteigert (Taxe 800 EUR). Ebenfalls im Bereich der Grafik verzeichnete Adolf Luthers „Licht konkret“, eine schwarzweiße Version des Selbstporträts von Hans Baldung Grien von 1974/81, für 1.100 Euro Erfolge (Taxe 400 EUR). Blinky Palermo wählte für seine zarte, nur aus zwei Linien bestehende Zeichnung die Kassette seines Mönchengladbacher Katalogs mit den 30 auf Karten reproduzierten Objekten des Künstlers als Untergrund. Der Katalog mit Zeichnung von 1973 kletterte von 1.000 Euro auf 1.600 Euro. Walter Heckmanns ein wenig an den Surrealismus Magrittes gemahnende trompe l’œil-Malerei „Esst mehr Fisch“ aus den 1970er Jahren wurde auf 700 Euro gehoben (Taxe 300 EUR).

Beide Werke von Horst Antes, eine abstrakte Landschaftszeichnung mit Pastellkreiden und Bleistift von 1961 sowie die 65 Mal aufgelegte Edelstahlskulptur „KopfHaus“ mit eingravierten Gesichtszügen von 2002, spielten jeweils 3.800 Euro ein (Taxe 4.000 EUR und 2.000 EUR). Diesen Wert gab es zudem für Ed Ruschas bunte Schriftgrafik „Mr. Ray“ von 1975 (Taxe 3.500 EUR). Antony Gormleys Aquarell der Silhouette eines männlichen nackten Körpers von 2010 schaffte 3.600 Euro (Taxe 2.500 EUR). Für enttäuschende 2.000 Euro ging Jan Schoonhovens aus 35 kleine Quadratfeldern gebildete Armbanduhr von 1970 über den Auktionstisch (Taxe 5.000 EUR). Das ebenso extravagante „Atemobjekt 112/77“ von Günter Weseler besteht aus einer Holzplatte, einem Spiegel, einem Stück Fell und einem Elektromotor. Anstatt 600 Euro wurden für dieses Exemplar seiner fortwährenden Untersuchung zum Atmen von 1977 stattliche 1.100 Euro bewilligt.

Hubert Berke konnte sich mit „Aufsteigend im Blau“ um 1955 über ein Ergebnis von 1.900 Euro freuen. Das informelle Werk erinnert an das Blättergewirr eines Urwaldes (Taxe 1.000 EUR). Sein Kollege Bernard Schultze brachte die „Komposition 11/3/56“, eine wuchernde Mischtechnik auf Papier von 1956, gewinnbringend für 2.800 Euro an den Sammler (Taxe 2.500 EUR). Ebenfalls abstrakt, durch einen angedeuteten Horizont jedoch zugleich zur Assoziation anregend, ist eine mit verschiedenen Materialien gefertigte Zeichnung von Karl Bohrmann. Das 1963 entstandene Blatt wechselte den Besitzer für 3.200 Euro (Taxe 2.000 EUR). Einen Sprung nach oben vollzog außerdem Abraham David Christians Bronze von 1991. Die turmartige runde Plastik schaffte 2.100 Euro (Taxe 600 EUR). Renée Sintenis’ „Springendem Fohlen“, eine Bronze aus dem Jahr 1928, war dieser mit 3.600 Euro nicht möglich gewesen (Taxe 5.000 EUR).

Einige Werke im Bereich der Fotografie konnte Sturies nicht an den Mann bringen. So erging es einem Offsetdruck auf Fotoleinwand, welcher vom Boden aus aufgenommen Joseph Beuys zeigt, wie er eine Ausstellung in Stockholm installiert. Die 1973 entstandene Fotografie sollte mindestens 8.000 Euro kosten. Den gleichen Preis hatte Sturies für Nan Goldins „Jabarlowe (?) smoking Sheisha in Café in Paris“ von 2004 verlangt, das verruchte Bildnis aber nicht absetzten können. Gewinnbringend verlief dagegen die Versteigerung von Martin Kippenbergers „Was ist ihre Lieblingsminderheit. Wen beneiden Sie am meisten“ von 1985/86 mit 2.200 Euro (Taxe 500 EUR). Auch für Cindy Shermans Selbstentstellung als „Hexe“ von 1986/93 interessierten sich mindestens zwei Bieter. Per Losentscheid wurde die Farbfotografie für 1.100 Euro verkauft (Taxe 500 EUR).

Die Preise verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Dr. Andreas Sturies - Moderne Kunst & Auktionen

Goltsteinstraße 23

DE-40211 Düsseldorf

Telefon:+49 (0211) 514 13 54

Telefax:+49 (0211) 514 07 69

E-Mail: auktionen@sturies.de



07.01.2015

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Mona Zimmer

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