Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 27.10.2018 Auktion 49

© Auktionshaus Lehr

Anzeige

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto  Modersohn

Stilleben mit Äpfeln in weißer Schale mit blauem Glas, 1925 / Otto Modersohn
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack

Ohne Titel, 2012 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Anzeige

Nature morte au crane / Pablo Picasso

Nature morte au crane / Pablo Picasso
© Galerie Weick


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Es muss noch kräftig nachverhandelt werden: Kunst bei Hassfurther in Wien

Kolig und seine Freunde



Rund dreieinhalb mal zweidreiviertel Meter misst Anton Koligs Leinwand „Olympische Spiele Berlin 1933“. Dieses Bild ist also nicht für jede Wohnung geeignet – oder umgekehrt nicht jede Wohnung für das Bild. Trotzdem fand sich am 24. November im Wiener Auktionshaus Hassfurther ein Interessent für das von einem der wichtigsten österreichischen Expressionisten stammende Großformat. Die in verschiedenen sportlichen Betätigungen gezeigten Männerakte erzielten 230.000 Euro und landeten damit im oberen Viertel des angegebenen Schätzwertes. Zeigte sich der 1886 geborene Kolig in diesem bedeutenden Werk mit einer Kombination verschiedener stilistischer Ausdrucksformen von einer experimentellen Seite, so lässt sich sein „Männliches Aktpaar“ von 1925 eindeutiger dem klassischen Expressionismus zurechnen. Auch dieses Ölbild erfreute sich einiger Beliebtheit der Sammler und wurde von 40.000 bis 80.000 Euro auf 100.000 Euro gesteigert. Trotz dieser guten Ergebnisse verzeichnet die Zuschlagsliste beide Objekte mit einem Vorbehalt.


Anton Kolig, Oskar Kokoschka, Anton Faistauer oder Franz Wiegele bildeten einen Kreis von Künstlern, die zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts die österreichische Kunst in neue Bahnen lenkten. Auch Sebastian Isepp gehörte dazu, ein eher stiller Vertreter, der auch auf dem Kunstmarkt nur selten auftaucht. Umso erstaunlicher sind die 90.000 Euro, die jetzt seine verschneiten „Weiden am Bach im Winter“ wiederum unter Vorbehalt erzielten (Taxe 40.000 bis 80.000 EUR). Was diese Künstler für die Malerei bedeuteten, war mit noch weitreichenderen Folgen Arnold Schönberg in der Musik. Von ihm konnte Hassfurther mehrere persönliche Dokumente weitervermitteln, darunter für 14.000 Euro ein Fotoalbum mit Aufnahmen aus den Jahren 1918 bis 1923 (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR), zwei eigenhändig gemalte Spielkartensets für 8.000 und 10.000 Euro (Taxe je 5.000 bis 10.000 EUR) sowie das Bild des Sohnes Georg Schönberg, bei dem wohl der Familienfreund Richard Gerstl mitgewirkt hat. Bei einem Zuschlag von 4.000 Euro muss hier noch nachverhandelt werden (Taxe 6.000 bis 12.000 EUR). Schönberg trat nochmal in Gestalt eines Portraits von Max Oppenheimer während der Auktion in Erscheinung. Doch auch hier konnte Wolfdietrich Hassfurther noch abschließendes Ergebnis verkünden (Taxe 50.000 bis 100.000 EUR).

Hassfurthers wichtigster Hausgast Alfons Walde hielt sich diesmal ein wenig zurück. Wie schon die Schätzwerte vermuten ließen, verharrte der Tiroler Bergmaler bei fünfstelligen Zuschlagspreisen. Am weitesten brachte es mit Vorbehaltszuschlag von 54.000 Euro eine sonnenbeschienene Winterlandschaft aus dem Jahr 1926 (Taxe 30.000 bis 60.000 EUR). Ein leicht hochformatiges „Gehöft vor aufsteigendem Gebirgsmassiv“ von Oskar Mulley reüssierte bei marktüblichen, etwas oberhalb der Taxe gelegenen 33.000 Euro. Den Fotorealismus der 1970er Jahre scheint Josef Stoitzner mit einer gestochen scharf gemalten „Sommer-Idylle“ für 16.000 Euro vorwegzunehmen (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR). Fast ausnahmslos Abnehmer fanden sich für eine Serie von rund zwanzig Aquarellen Ernst Hubers für bis zu 2.000 Euro, Oskar Laske konnte sich über 6.000 Euro für seine Gouache des verschneiten Liesingsbachs im Winter von 1935 freuen (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR), und Franz Sedlacek überzeugte mit der fantastischen Lithografie „Der Berggeist“ von 1937 bei 4.000 Euro (Taxe 1.000 bis 2.000 EUR).

Für die Gegenwartskunst stand der fantastische Realist Arik Brauer mit seiner altmeisterlichen Mischtechnik „Der traurige Bauer“ für 23.000 Euro (Taxe 9.000 bis 12.000 EUR). Zeitlich auf der anderen Seite fanden sich einige Werke von Meistern des 19. Jahrhunderts wie Remigius Adrianus van Haanens spätromantische Winterlandschaft mit Jägern im Stil der alten Niederländer für 4.600 Euro (Taxe 400 bis 800 EUR) oder Edward Theodore Comptons en grisaille auf Papier festgehaltener Blick über Millstatt samt See auf die gegenüberliegenden Berge für 6.500 Euro (Taxe 1.500 bis 3.000 EUR). Und mit Angelika Kauffmann ging es sogar bis ins 18. Jahrhundert zurück: Ihr wohl aus dem frühen Schaffen stammendes Bildpaar „Allegorie der Justitia“ und „Allegorie der Temperantia“ in schönen Goldrahmen fand für insgesamt knapp 160.000 Euro im Bereich der Erwartungen Eingang in eine neue Sammlung.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Galerie Hassfurther

Hohenstaufengasse 7

AT-1013 Wien

Telefon:+43 (01) 533 41 74

Telefax:+43 (01) 533 41 74 73

E-Mail: hassfurther@aon.at



29.12.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an


Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


24.11.2014, Auktion 60: Alte Meister, 19. Jahrhundert. Klassische Moderne

Bei:


Galerie Hassfurther

Bericht:


Schöne Damen in funkelndem Gold

Kunstwerk:

Angelika Kauffmann, Justice (Allegorie der Justitia), wohl vor 1766
Angelika Kauffmann, Justice (Allegorie der Justitia), wohl vor 1766

Kunstwerk:

Angelika Kauffmann, Temperance (Allegorie der Mäßigkeit), wohl vor
 1766
Angelika Kauffmann, Temperance (Allegorie der Mäßigkeit), wohl vor 1766

Kunstwerk:

Edward Theodore Compton, Blick über Millstatt und See auf das Gebirgspanorama
Edward Theodore Compton, Blick über Millstatt und See auf das Gebirgspanorama

Kunstwerk:

Remigius
 Adrianus van Haanen, Jäger im Winter
Remigius Adrianus van Haanen, Jäger im Winter







Angelika Kauffmann, Justice (Allegorie der Justitia), wohl vor 1766

Angelika Kauffmann, Justice (Allegorie der Justitia), wohl vor 1766

Taxe: 60.000 - 90.000 EURO

Zuschlag: 88.730,- EURO

Losnummer: 102

Remigius Adrianus van Haanen, Jäger im Winter

Remigius Adrianus van Haanen, Jäger im Winter

Taxe: 400 - 800 EURO

Zuschlag: 4.600,- EURO

Losnummer: 47

Angelika Kauffmann, Temperance (Allegorie der Mäßigkeit), wohl vor 1766

Angelika Kauffmann, Temperance (Allegorie der Mäßigkeit), wohl vor 1766

Taxe: 60.000 - 90.000 EURO

Zuschlag: 70.000,- EURO

Losnummer: 103

Edward Theodore Compton, Blick über Millstatt und See auf das Gebirgspanorama

Edward Theodore Compton, Blick über Millstatt und See auf das Gebirgspanorama

Taxe: 1.500 - 3.000 EURO

Zuschlag: 6.500,- EURO

Losnummer: 41




Copyright © '99-'2018
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce