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In Basel hat jetzt das Haus der elektronischen Künste eröffnet

Neues Kompetenzzentrum für Medienkunst



Das Haus der elektronischen Künste im Baseler Dreispitz-Areal

Das Haus der elektronischen Künste im Baseler Dreispitz-Areal

Es tut sich was auf dem einst rauen Dreispitz-Areal im Basler Süden. Ein großer Teil des von Lagerhallen und Industriebetrieben geprägten Geländes wird nach und nach einer kulturellen Umnutzung zugeführt. Im Sommer erst hat die Hochschule für Gestaltung und Kunst ihren silbrig glänzenden, achtstöckigen Neubau bezogen. Das international renommierte Architekturbüro Herzog & de Meuron hat für sein umfangreiches Archiv und die firmeneigene Kunstsammlung einen markanten Neubau errichtet, der zudem noch luxuriöse Loftwohnungen beherbergt. Und Ende November ist auch noch ein spannender Ausstellungsort hinzugekommen: Das Haus der elektronischen Künste versteht sich als ein Ort für Ausstellungen, Performances, Konzerte, Workshops, Symposien und vieles mehr. Eines will es aber ganz dezidiert nicht sein: ein weiteres Museum. Davon hat Basel nämlich bereits eine ganze Menge. Auf knapp 180.000 Einwohner kommen fast 40 Museen. Das ist selbst in der Schweiz, dem Land mit der weltweit größten Museumsdichte, rekordverdächtig.


Direktorin Sabine Himmelsbach begreift ihr Haus der elektronischen Künste (HeK) vielmehr als dynamisch agierende, interdisziplinäre Präsentations- und Diskussionsplattform für Sound-, Netz- und Computerkünstler, elektronische Musikkultur, multimediale Performer und Vertreter aller möglichen anderen künstlerischen Disziplinen, die statt mit Pinsel und Leinwand mit Tastatur und Bildschirm operieren. Sabine Himmelsbach: „Als ich vor drei Jahren angefragt wurde, die künstlerische Leitung des HeK zu übernehmen und das Haus neu zu positionieren, habe ich diese Aufgabe mit großer Freude angenommen. Ziel und Ehrgeiz war und ist es, eine Institution zu schaffen, die in ihrer inhaltlichen Ausrichtung in der Schweiz einzigartig ist und sich als nationales Kompetenzzentrum für Medienkunst versteht.“ Sabine Himmelsbach war nach Stationen beim Festival Steirischer Herbst in Graz und am Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie zuletzt als Direktorin des Oldenburger Edith-Ruß-Hauses für Medienkunst tätig. Sie hat die Leitung des HeK im März 2012 übernommen.

Bislang war die junge Institution gleich nebenan in wesentlich bescheideneren Räumen untergebracht. In der vom Basler Architektenduo Alban Rüdisühli und Christoph Ibach behutsam umgebauten, ehemaligen Speditionslagerhalle stehen jetzt bei einer Gesamtfläche von 1300 Quadratmetern rund 550 Quadratmetern für Ausstellungen zur Verfügung. Hinzukommen ein 200 Quadratmetern großer Veranstaltungsraum im alten Betonkeller und ein Seminarraum mit 50 Quadratmetern. Für den Innenausbau zeichnete das ebenfalls in Basel ansässige Architekturbüro Lupo Zuccarello verantwortlich. Bauherren und Architekten haben darauf Wert gelegt, das Lagerhausflair der Räume weitgehend zu erhalten. So wurden etwa die Garderobenschränke und Loungemöbel aus alten Holzkisten der Schweizer Bundesbahn gebaut. Eine dreieckige, von einem großen Metalldach geschützte Freifläche vor dem Foyer bietet sich bei gutem Wetter als Aufenthalts- und Veranstaltungsort an. Selbstverständlich gibt es im HeK auch ein Café, das auch dann geöffnet hat, wenn das HeK geschlossen ist. Ermöglicht wurde das Projekt mit der finanziellen Unterstützung der Christoph Merian Stiftung, die auch das Cartoonmuseum Basel unterhält.

Gleich mit der ersten Ausstellung zeigt das HeK, was es anderen Häusern voraus hat: Die Technik ist auf dem allerneuesten Stand, hunderte Kilometer Stromkabel und Datenleitungen durchziehen, für den Besucher unsichtbar, das Gebäude, Beamer und Lautsprecher sind von einem zentralen Serverraum einzeln ansteuerbar. Ideale Voraussetzungen also auch für den japanischen Komponisten und Medienkünstler Ryoji Ikeda, 48, der die beachtenswerte Eröffnungsausstellung bestreitet. Ikeda entführt den Betrachter in einen hyperästhetischen High-Tech-Kosmos voller minimalistischer Klangfolgen und fremdartiger Hochfrequenztöne. Endlose Zahlenkolonnen flimmern mit atemberaubendem Tempo über Wände und Monitore. 3D-Animationen geben Einblick ins menschliche Genom oder die astronomischen Daten der NASA. Ikedas Rohmaterial sind die Datenströme, die uns alle tagtäglich umgeben. Selten hat ein Künstler die Omnipräsenz von Big Data derart ästhetisch verdichtet und unmittelbar physisch erfahrbar gemacht.

Bisher hat Medienkunst im Ausstellungs- und Museumsbetrieb eher ein Nischendasein geführt. Die überschaubare Szene traf sich auf Festivals wie der Ars Electronica in Linz, dem European Media Art Festival in Osnabrück oder der Transmediale im Berliner Haus der Kulturen der Welt. In Basel hat sie nun ein festes Haus mit Strahlkraft weit über die Schweiz hinaus erhalten. Für Sabine Himmelsbach gibt es auch in der Kunst „kein Jenseits der Medien mehr“. „Gerade weil die Nutzung von Medientechnologien mittlerweile allumfassend ist und alle Lebensbereiche durchdringt, ist ein kritisches Hinterfragen wichtig“, betont sie die gesellschaftliche Notwendigkeit ihrer Institution.

Die Ausstellung „Ryoji Ikeda“ ist bis zum 29. März 2015 zu sehen. Das Haus der elektronischen Künste hat täglich außer montags und dienstags von 12 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr geöffnet. Geschlossen bleibt an Heiligabend und 1. Weihnachtstag sowie vom 29. Dezember bis zum 1. Januar. Der Eintritt beträgt 9 Franken, ermäßigt 6 Franken.

Kontakt:

Haus der elektronischen Künste Basel

Freilager-Platz 9

CH-4142 Münchenstein/Basel

Telefon:+41 (061) 331 58 40

E-Mail: office@hek.ch



29.12.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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22.11.2014, Ryoji Ikeda

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Ausstellungsraum im Haus der elektronischen Künste
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Veranstaltungsraum im Haus der elektronischen Künste
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Ryoji Ikeda, data.tron [3 SXGA+ version], 2009
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Künstler:

Ryoji Ikeda







Neueröffnung des HeK in Basel

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Veranstaltungsraum im Haus der elektronischen Künste

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Ausstellungsraum im Haus der elektronischen Künste

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Ryoji Ikeda, data.tron [3 SXGA+ version], 2009

Ryoji Ikeda, data.tron [3 SXGA+ version], 2009




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