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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Quittenbaum tritt in München mit hochwertigem Design und nun auch mit Kunst des 20. Jahrhunderts auf das Auktionsparkett

Dinge fürs Auge



Clara Driscoll, Tischlampe „Dragonfly“, 1899

Clara Driscoll, Tischlampe „Dragonfly“, 1899

Sieben bunt schillernde Libellen reihen sich den Kopf nach unten gewendet in einem Kreis auf. So bilden sie den aus Opalglas gefertigten Schirm der Tischlampe „Dragonfly“. Um die Struktur der feingeäderten Flügel nachzubilden, wurden dünne Kupferstege zwischen den kleinen Glaspättchen eingefügt, die im Licht dann hellbraun schimmern. Eine an Blätter erinnernde Struktur zieht sich über den übrigen Schirm, der von einer türkisblauen, einer gelben und einer erneut blau schimmernden Line abgeschlossen wird. Der floral inspirierte Fuß aus Bronze ist gedreht und analog zum Gerüst des Schirmes braun und grün patiniert. 1899 entwarf Clara Driscoll diesen prächtigen Lampenschirm. Sie war lange die große Unbekannte der Tiffany Studios in New York, die neben Firmenchef Louis Comfort Tiffany die wichtigsten Kreationen des Hauses verantwortete. Nun steht die „Dragonfly“ bei Quittenbaum für 50.000 bis 60.000 Euro zum Verkauf.


Design 20. Jahrhunderts

Das Münchner Auktionshaus präsentiert am 9. und 10. Dezember ausgewähltes Design aus dem 20. Jahrhundert und Kunst aus der gleichen Zeitspanne. Neben der Tischlampe der Jahrhundertwende hängt dort ein Kronleuchter aus dem Jahr 1914 bereit. Der 170 Zentimeter hohe, viergliedrig strukturierte Leuchter setzt sich aus Blüten und Blättern zusammen, welche aus cremefarbenem und golden gefasstem Holz gearbeitet wurden. Er wird dem in Wien tätigen Dagobert Peche zugeschrieben (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR). Eine puristischere Art, seine Bettlektüre zu beleuchten, bietet Wolfgang Tümpels Prototyp einer Tischleuchte von 1927. Dafür nahm er Edelstahl und Aluminium her und bezog sich auf eine Dreiecksform mit abgerundeten Ecken (Taxe 18.000 bis 20.000 EUR). Die gegenteilige Funktion – das Verdunkeln – erfüllen Jean Dunands Modellparavent „Les Gagnas“ um 1921 mit der Ansicht eines klar gestaffelten Dorfes (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR) oder Jean Prouvés verschiebbarer Sonnenschutz von 1954 in industriell nüchterner Aluminiumoptik oder (Taxe 22.000 bis 25.000 EUR). Etwas gemütlicher sieht sein dunkelbrauner, schlichter Polsterstuhl aus; doch auch für diesen hat sich Prouvé in den 1950er Jahren des industriellen Materials Metallblech bedient (Taxe 18.000 bis 20.000 EUR).

Für die angemessen silberne Bestückung einer Kaffeetafel ist dann Hans Christiansen verantwortlich. Der Darmstädter entwarf das an Kürbisformen erinnernde vierteilige Kaffeeservice „8070“ 1902 in jugendstiltypischen organischen Rundungen (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Noch kleiner, genauer gesagt gute vier Zentimeter in der Höhe, ist Henry van de Veldes Anhänger von 1899. Das kunstvoll mit Wirbeln und Voluten ornamentierte Schmuckstück ließ er in Brüssel aus Messing herstellen und vergolden (Taxe 20.000 bis 24.000 EUR). Französisches Art Nouveau gibt es unter anderem mit dem Glaskreationen der Daum Frères. Blühende rote Ackerdisteln tummeln sich auf einer gut 20 Zentimeter hohen Vase der Brüder Auguste und Antonin Daum um 1900. Emile Gallé ergänzt mit der Etagere „Ombelles“ von 1903 aus Nussbaum, bei der Doldenblüten das bestimmende Gestaltungselement sind (Taxe je 10.000 bis 12.000 EUR). „Tessuto mosaico“ nennt Paolo Venini seine Vasenkreation von 1954. Das grünblaue Glasgefäß in Rechteckform wurde mit in Fadenoptik gearbeiteten Glasplättchen besetzt (Taxe 10.000 bis 14.000 EUR).

Zu den Klassikern des Designs zählen nach wie vor Sitzmöbel. Gleich mit Esstisch kann ein Set aus vier Armlehnstühlen des Tschechen Josef Gocár erworben werden. Das um 1914 geschaffene Ensemble aus dunkel gebeiztem Kiefernholz stammt ursprünglich aus einer Villa nahe Prag und stellt einen Übergang vom Jugendstil in den Kubismus dar (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Platz für eine Person bietet Jacques-Émile Ruhlmanns eleganter Schreibtisch mit Armsessel von 1925 aus dunklem Makassarfurnier mit hellen Zierelementen. Der fünfschubladige Tisch erhielt über Eck gestellte, kannelierte Beine; der Sessel mit geschwungener Rückenlehne steht auf passenden Füßen (Taxe 15.000 bis 18.000 EUR). Eine Gruppe aus Stühlen und Tisch entwarf dann wieder Otl Aicher um 1955. Als Material für die filigranen, den industriellen Charakter betonenden Stühle wählte der Designer Stahlrohr und Schichtholz, die er weiß oder schwarz lackieren ließ. Die dreibeinigen Stühle und der rechteckige Tisch sollen zusammen zwischen 18.000 und 20.000 Euro einbringen. Eine Festgesellschaft passt an die „Tabula rasa“, einen faltbaren Tisch des Ginbande-Duos Uwe Fischer und Klaus-Achim Heine aus dem Jahr 1987. In einem schwarzen Kasten sind die bis zu fünf Meter ausziehbare Tischplatte und zwei entsprechend lange Bänke verstaut (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR).

Gleich zwei Paare des „ZigZag“-Stuhls von Gerrit Rietveld hat Quittenbaum zu bieten. In den frühen 1930er kam der holländische Designer auf die Idee, Eschenholzbretter mit Messingschrauben so zu verbinden, dass ein blitzförmiger Stuhl entstand. Die nur wenige Zentimeter kleinere Ausführung aus den 1950er Jahren kostet 10.000 bis 12.000 Euro, die gleichaltrige größere 12.000 bis 14.000 Euro. Gemütlich wird es mit den Schöpfungen von Philip Arctander. Seine beiden Modelle des „Claim Chair“ überzog er 1944 mit flauschigen Scharffell (Taxe je 10.000 bis 15.000 EUR), genauso wie sein Tagesbett aus den 1940/50er Jahren. Komfortabel und gleichzeitig dekorativ ist Arne Jacobsens „Egg chair“ mit Ottoman von 1957. Die eiförmigen Rundungen der beiden Möbel werden durch glattes schwarzes Leder betont (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR). Ganz anders sieht es mit Stefan Zwickys Betonsessel aus. „Grand confort, sans confort, dommage à Corbu“ von 1980 rekurriert auf einen Entwurf Le Corbusiers und hat mehr skulpturale, denn funktionale Qualitäten. Für 15.000 bis 20.000 Euro kann das Sitzobjekt im eigenen Wohnzimmer aufgestellt werden.

Bei den Aufbewahrungsmöbeln überzeugt Marcel Breuers um 1926 entstandene Anrichte mit schwarzen Schiebetüren durch seine strenge Schlichtheit (Taxe 16.000 bis 18.000 EUR). Ein kleiner Damensekretär mit vielen kleinen Schubladen stammt von Poul Kjærholm. Sein Gesellenstück in pyramidenförmigem Aufbau hat er 1948 aus rötlichem Wallnussholz, Eiche und Ahornholz gefertigt (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Wer es extravaganter mag, kann seine Habseligkeiten auch in Ico Parisis Bar aus den 1950er Jahren verstauen. Der mit Mahagonifurnier verkleidete globusartige Polyeder auf Rollenfüßen kann für 20.000 bis 25.000 Euro erstanden werden.

Kunst des 20. Jahrhunderts

Auch auf freie Kunst des 20. Jahrhunderts verlegt sich der Design-Spezialist Quittenbaum zunehmend, hat dafür einen zweiten Katalog aufgelegt und einen eigenen Auktionstag am 10. Dezember vorgesehen. Weibliche Darstellungen bilden einen Kern der Werke. Paul Klees Farblithografie „Heilige vom Innern Licht“ von 1921 zeigt eine barbusige verhärmte Frau mit schwarzen Haaren (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR). Josef Scharls junge Dame tritt dem Betrachter in einem blauen Umhang gekleidet und darunter ebenfalls nackt entgegen. Die 1945 geschaffene Gouache soll 12.000 bis 16.000 Euro einspielen. Während Ludwig von Hofmanns Pastell mit zwei nackten Frauen auf einem Stein im Wasser und einem Knaben als Rückenakt von etwa 1905 bedeutungsschwer als symbolistisches Werk daherkommt (Taxe 8.000 bis 9.000 EUR), freut sich Eugen Spiro in seiner Ölskizze „Strand in der Bretagne“ von 1929 ohne Hintersinn an unbekümmerten sommerlichen Badefreuden. Auch hier tummeln sich etliche weibliche Gestalten (Taxe 7.000 bis 7.500 EUR).

Acht auf Leinwand gedruckte Fotografien von Claudia Schiffer bearbeitete Gunter Sachs farbig nach und schuf so 1991 eine „Hommage à BB et Andy“. Mit einer anspruchsvollen Schätzung von 120.000 bis 150.000 Euro ist die Suite ein Favorit der Auktion. Almut Heise gruppiert in ihrer realistischen farbigen Kreidelithografie „Elke D. mit Anna und Puppe“ von 1984 die drei Personen hochrechteckig um einen Armlehnstuhl (Taxe 2.000 bis 2.400 EUR). Auch auf surreal-naiven Schöpfungen von Friedrich Schröder-Sonnenstern, dem Kurator Massimiliano Gioni im vergangen Jahr auf der Biennale in Venedig einen eigen Raum widmete, geistert manches weibliche Mischwesen herum, so etwa auf den beiden 1959 gezeichneten bunten Blättern „Der Flug der Verfolgung“ (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR) oder „Jucelche und Spuckelche – die beiden Rivalen der Mondliebe“ (Taxe 1.200 bis 1.300 EUR).

Hans Herrmann hält das Berliner Reichstagsgebäude 1893 kurz vor seiner Fertigstellung an einem Regentag fest. Das nachimpressionistische Aquarell ist bei 30.000 bis 40.000 Euro angesetzt. Verschwommen und erst auf den zweiten Blick erkennbar malt Ernst Fuchs 1986 „Mohnblüten in schwarzer Vase“ mit Pastell und Tempera auf Papier (Taxe 18.000 bis 20.000 EUR). Ebenso undeutlich, wohl durch die suggerierte Bewegung, in der sich das Auto befindet, ist Mimmo Rotellas emulgierte Leinwand „Il traffico (Der Verkehr)“ von 1965 (Taxe 13.000 bis 15.000 EUR). Beinahe einladend scheint Jean Tinguelys Höllenvorstellung „L’Enfer dans la Coupole“ von 1989. Die Gouache versammelt bunte Formen unter einer halbkreisförmigen Rundung und erinnert an einen Entwurf für ein Glasfenster (Taxe 90.000 bis 100.000 EUR). Als minimalistisches Kunstwerk hat Walter de Maria 1966 seinen Quader aus blank poliertem rostfreiem Stahl geschaffen, ihn aber mittels Titel „High Energy Bar“ mit einer esoterischen Aura umgeben (Taxe 42.000 bis 48.000 EUR).

Die Auktion „Schools of Design“ beginnt am 9. Dezember um 18 Uhr, am 10. September folgt zur gleichen Uhrzeit „Moderne und Kunst“. Die Besichtigung ist am 8. September von 10 bis 17 Uhr möglich. Der Katalog listet die Objekte unter www.quittenbaum.de.

Kontakt:

Quittenbaum Kunstauktionen

Theresienstraße 60

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 273 702 125

Telefax:+49 (089) 273 702 122

E-Mail: info@quittenbaum.de



08.12.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Mona Zimmer

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Stefan Zwicky, Betonsessel „Grand confort, sans confort, dommage à Corbu“, 1980

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