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Architekturutopien von Haus-Rucker-Co in Berlin

Unter dem Titel „Architekturutopie reloaded“ wirft das Haus am Waldsee in Berlin derzeit einen ausführlichen Blich auf die innovative Kraft der Gruppe Haus-Rucker-Co zwischen 1967 und 1977. Die Leihgaben stammen zum größten Teil aus den inzwischen in Berlin befindlichen Archiven der Architekten und Gründer der Gruppe, Günter Zamp Kelp und Ortner & Ortner. Mit begehbaren pneumatischen Räumen, Zeichnungen, Dokumentationen und originalem Filmmaterial vermittelt die Ausstellung die heute wieder aktuelle Atmosphäre nachhaltiger Gestaltung im Raumfahrtstil der 1960er Jahre.

Haus-Rucker-Co begann 1967 in Wien an einem radikal neuen Architekturbegriff zu arbeiten. Die zunächst drei und später vier Beteiligten Laurids Ortner, Günter Zamp Kelp und Klaus Pinter, die ab 1971 durch Manfred Ortner und Carol Michaels unterstützt wurden, hatten die Wiener Hochschule gerade hinter sich. Die Gruppe entwickelte utopische Objekte zur Erweiterung von Wahrnehmung und Kommunikation. Ihre interaktiven „Mind-Expander“ und pneumatischen Luft-Architekturen sorgten Ende der 1960er Jahre für großes internationales Aufsehen. Heute wird die „ver-rückte“ Welt – „Rucker“ = weiter-rücken – von Haus-Rucker-Co vielfach von jüngeren Zeitgenossen wie Tomás Saraceno oder Hussein Chalayan zitiert und weitergedacht.

Die Ausstellung „Haus-Rucker-Co. Architekturutopie reloaded“ ist noch bis zum 22. Februar 2015 in Berlin zu sehen. Das Haus am Waldsee hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Der Katalog kostet 24 Euro.

Haus am Waldsee
Argentinische Allee 30
D-14163 Berlin

Telefon: +49 (0)30 – 801 89 35
Telefax: +49 (0)30 – 802 20 28

Quelle: Kunstmarkt.com/Kira Graser

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