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Abgebrochene Karriere: Das Ernst Barlach Haus in Hamburg stellt das Werk des im Ersten Weltkrieg gefallenen westfälischen Expressionisten Wilhelm Morgner erstmals in einer großen Ausstellung in Norddeutschland vor

Der Sonne entgegen



Wilhelm Morgner, Mann mit blauer Karre in Landschaft, 1911

Wilhelm Morgner, Mann mit blauer Karre in Landschaft, 1911

Rund 17 Millionen Menschenleben forderte der Erste Weltkrieg. Zu denen, deren viel versprechendes junges Leben jäh beendet wurde, gehörte auch der junge Soester Maler Wilhelm Morgner. Nach diversen Einsätzen in Osteuropa sowie wiederholten Lazarettaufenthalten war er an die Westfront in Flandern versetzt worden, wo er im August 1917 ums Leben kam. Morgner, der nur 26 Jahre alt wurde, hätte vielleicht das Potenzial gehabt, einmal in einem Atemzug mit Malerkollegen wie Franz Marc oder Wassily Kandinsky genannt zu werden. Diese waren längst auf den jungen Kollegen aufmerksam geworden und präsentierten bereits 1912 zwanzig seiner Arbeiten in einer Ausstellung des Brücke-Umfeldes in München.


Das Hamburger Ernst Barlach Haus rückt die farbgesättigte, ebenso klare wie eigenständige Malerei des Ausnahmetalents Wilhelm Morgner jetzt in den Fokus einer konzentrierten Übersichtsschau. Neben 24 Gemälden sind auch etliche Selbstbildnisse auf Papier zu sehen. Daneben versammelt die Ausstellung aber auch eine Reihe von illustrierten Künstlerbriefen, die Morgner unter anderem an seinen Worpsweder Lehrer und Mentor Georg Tappert verfasste.

Karsten Müller, der Direktor des Barlach Hauses, setzt mit dieser Schau eine lockere Reihe fort, in der zuletzt mit Walter Gramatté und Helmut Kolle bereits andere früh verstorbene Hoffnungsträger der Klassischen Moderne präsentiert wurden. Außerdem möchte er mit Morgner einem der Hauptvertreter des westfälischen Expressionismus auch außerhalb seiner Heimat eine größere Sichtbarkeit verschaffen. Da das Soester Wilhelm-Morgner-Haus zur Zeit umgebaut wird, kann die Hamburger Schau mit hochkarätigen, teilweise sehr großformatigen Schlüsselwerken punkten.

Ähnlich wie der von ihm bewunderte Vincent van Gogh und die französischen Pointillisten Paul Signac und Georges Seurat bezieht auch Morgner seine Motive unmittelbar aus der Natur und dem einfachen Lebensalltag der darin arbeitenden Menschen. Auf klar gegliederten Bildern zeigt er in chiffrenhafter Vereinfachung Menschen bei der Feldarbeit oder bei archaisch anmutenden Tätigkeiten wie dem Behauen von Holz und Stein oder dem Transport von Ziegelsteinen mit Hilfe eines Karrens. Seine Protagonisten, ihre Gesichter sind oft nur schemenhaft dargestellt oder ganz ausgespart, agieren im gleißenden Sonnenlicht und wirken wie zeitlose Platzhalter ureigener menschlicher Verrichtungen. Worauf es Morgner aber, abgesehen von den konkreten Motiven, vielmehr ankommt, ist das Schwelgen in sorgfältig nebeneinander gesetzten Komplementärfarben und durchrhythmisierten Kreisen, Wellen, Strudeln, Strahlen, Zackenmustern, Kugelgebilden und anderen unorthodoxen Organisationsformen des Bildraumes.

„Ich will das rasende Feuer, das mir die Natur in die Adern gießt, in Farben überströmen lassen“, schrieb er an Georg Tappert. Ganz anders dann die Arbeiten auf Papier. In seinen mit Tusche oder Kohle ausgeführten Selbstbildnissen, die eine stilistische Nähe zu Zeichnungen Rembrandts und van Goghs aufweisen, inszeniert sich Wilhelm Morgner auf eher düster-befremdliche Art und Weise: Von der zusammengekauerten Kaspar-Hauser-Pose über den Edelmann bis zum extrem behaarten Wilden reicht hier sein Repertoire.

Die Ausstellung „Ins unermesslichste Vielleicht! Wilhelm Morgner. Malerei 1910-1913“ ist bis zum 1. Februar 2015 zu sehen. Das Ernst Barlach Haus hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. An Heiligabend und Silvester bleibt es geschlossen. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei. Der 96seitige Katalog kostet 19,80 Euro.

Kontakt:

Ernst Barlach Haus

Baron-Voght-Straße 50a

DE-22609 Hamburg

Telefon:+49 (040) 82 60 85

Telefax:+49 (040) 82 64 15



02.11.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Veranstaltung vom:


12.10.2014, »Ins unermesslichste Vielleicht!« - Wilhelm Morgner. Malerei 1910 – 1913

Bei:


Ernst Barlach Haus

Bericht:


Wilhelm Morgner in Münster

Variabilder:

Wilhelm Morgner, Mann mit blauer Karre in Landschaft, 1911
Wilhelm Morgner, Mann mit blauer Karre in Landschaft, 1911

Variabilder:

Wilhelm Morgner, Ziegelbäcker mit Karre, 1911
Wilhelm Morgner, Ziegelbäcker mit Karre, 1911

Variabilder:

Wilhelm Morgner, Steinhauer, 1911
Wilhelm Morgner, Steinhauer, 1911

Variabilder:

Wilhelm Morgner im November 1911 vor seinem Atelier in Soest
Wilhelm Morgner im November 1911 vor seinem Atelier in Soest

Variabilder:

Wilhelm Morgner, Ornamentale Komposition X, 1912
Wilhelm Morgner, Ornamentale Komposition X, 1912

Variabilder:

Wilhelm Morgner, Ornamentale Komposition II, 1912
Wilhelm Morgner, Ornamentale Komposition II, 1912







Wilhelm Morgner, Ziegelbäcker mit Karre, 1911

Wilhelm Morgner, Ziegelbäcker mit Karre, 1911

Wilhelm Morgner, Steinhauer, 1911

Wilhelm Morgner, Steinhauer, 1911

Wilhelm Morgner im November 1911 vor seinem Atelier in Soest

Wilhelm Morgner im November 1911 vor seinem Atelier in Soest

Wilhelm Morgner, Ornamentale Komposition X, 1912

Wilhelm Morgner, Ornamentale Komposition X, 1912

Wilhelm Morgner, Ornamentale Komposition II, 1912

Wilhelm Morgner, Ornamentale Komposition II, 1912

Wilhelm Morgner, Der Holzarbeiter, 1911

Wilhelm Morgner, Der Holzarbeiter, 1911

Wilhelm Morgner, Astrale Komposition III, 1912

Wilhelm Morgner, Astrale Komposition III, 1912

Wilhelm Morgner, Mutter mit Kind auf blauem Korb, 1911

Wilhelm Morgner, Mutter mit Kind auf blauem Korb, 1911




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