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Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Sächsische Künstler bei Schmidt in Dresden gefragt

Dame mit Geheimnis



Hanns Oehme, Doppelportrait des Künstlers mit seiner Ehefrau Ruth, 1928

Hanns Oehme, Doppelportrait des Künstlers mit seiner Ehefrau Ruth, 1928

Malerei von Künstlern des näheren Umkreises war erwartungsgemäß am meisten gefragt auf der vergangenen Kunstversteigerung des Dresdner Auktionshauses Schmidt. Ob Hanns Oehmes melancholisches Selbstportrait mit seiner jungen Ehefrau Ruth aus dem Jahr 1928 für 3.600 Euro, Joachim Heuers kubistisch inspirierte „Sitzende Figur im Raum“ aus der Zeit um 1950 für 3.800 Euro oder eine geometrische Komposition in Orange, Braun und Rot auf Schwarz von Bernd Hahn aus dem Jahr 1989 für 2.800 Euro – stets stammten die Schöpfer dieser Preziosen aus Dresden oder einer nicht allzu weit davon entfernten Ortschaft. Die Versteigerungsergebnisse lagen dabei überwiegend im Bereich der Schätzpreise. Das galt auch für Paul Wilhelms nüchterne „Feldlandschaft“ zur Erntezeit von 1930, die leicht von 3.200 Euro auf 3.000 Euro nachgab. Diese kleine Scharte machte gleich im Anschluss seine frontale milde Ansicht einer älteren Frau mit einem Sprung von 1.200 Euro auf 2.600 Euro wieder wett.


Von 1.800 Euro kletterte der Preis für ein Blumenstillleben auf schwarzem Grund aus den 1950er Jahren auf 2.600 Euro. Das Besondere: Elisabeth Ahnert hat die Komposition nicht gemalt, sondern aus unterschiedlich strukturierten und farbigen Stoffen und Garnen zusammengenäht. Auch die übrigen collagierten Arbeiten Ahnerts fanden ihre Abnehmer, darunter die kindlich-lustigen „Häuser mit Vorgärten“ für 900 Euro (Taxe 770 EUR). Überraschend gut schloss eines der älteren Gemälde auf der Auktion ab: Auf 3.500 Euro angesetzt, brachte es Hans Ungers noch ein wenig von Jugendstil und Symbolismus angehauchtes Bildnis einer etwas geheimnisvoll anmutenden Dame mit Perlenkette von circa 1915 auf gute 8.500 Euro. Das Werk erzielte damit den höchsten Preis des Tages und vertrieb Albert Wigands Stillleben „Hagebutten“ von 1953, das mit 11.000 Euro als Favorit angetreten war, aber niemand haben wollte. Mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von knapp 50 Prozent konnte Schmidt die Auktion gut beschließen.

Zu den bekannteren Größen klassisch-zeitgenössischer Kunst aus dem Sächsischen zählte Hermann Glöckner, zugleich einer der beliebtesten Meister. In der Abteilung der Gemälde fanden zwei abstrakte Kompositionen, die – eine von 1950 in Tempera, die andere in Kratzputztechnik von 1956 ausgeführt – für 2.200 Euro und 3.800 Euro teils deutlich über den Schätzpreisen einen Abnehmer. Später war derselbe Künstler noch einmal Gegenstand des Interesses bei den Papierarbeiten. Hier erwies sich eine schlichte informelle Grafit- und Bleistiftzeichnung mit „Kreis rechts über Kurven, Wellen und Bögen“ von 1961 als sehr begehrt, was sich im Ergebnis mit 2.200 Euro niederschlug (Taxe 700 EUR). Auch Paul Wilhelm war hier noch einmal zugegen unter anderem mit seinem sachlichen Aquarell „Gutshof mit Malzhaus in der Grafschaft Kent (England)“ von 1931/32 für beachtliche 3.000 Euro (Taxe 1.100 EUR).

Ähnlich hohe Aufmerksamkeit erregte Robert Hermann Sterls fast fotografisch genaues Bildnis eines bärtigen Herrn in Kohle und Wasserfarben von 1884, das bei 2.000 Euro den Besitzer wechselte (Taxe 850 EUR). Im Wert steigern konnte sich auch Willy Kriegels Waldbodenstück mit Klee und Mistkäfer, eine extrem minutiöse Naturnahaufnahme, die sich würdig in Albrecht Dürers „Rasenstück“ stellt. Bei Schmidt wurden dafür 3.800 Euro gezahlt (Taxe 2.200 EUR). Dass Neusachliches gefragt war, bewies zudem Werner Juzas 1947 genau aquarelliertes Rasenstück mit Akelei, das sich von 300 Euro auf 550 Euro verbessern konnte. Dezidiert im sakralen Kontext stehen die Schöpfungen des 1904 im Münstlerländischen geborenen, später in Dresden ansässigen Malers, Grafikers und Bildhauers Friedrich Press. Auch diese Richtung erfreut sich zunehmender Beliebtheit, seine schlichte Kohlezeichnung „Ecce homo“ in den typischen kantigen Formen aus dem Spätwerk der 1980er Jahre ging erst für 2.600 Euro über den Tresen (Taxe 1.500 EUR).

3.800 Euro kostete die 1988 in fünfzig Exemplaren gedruckte Künstlermappe „Aggregat K, Seiten eines Buches“ von Carlfriedrich Claus, in der konzeptkunstartig und in verschiedenen Techniken verschiedene Motive, Assoziationen und Gedanken niedergelegt sind (Taxe 3.500 EUR). Die Grafiksuite hatte zudem Otto Pankoks markant radiertes Gesicht des Künstlerkollegen „Ernst Barlach“ von 1947 für 650 Euro (Taxe 120 EUR) oder Lea Grundigs dramatischen „Abschied“ von 1937 für 320 Euro zu bieten (Taxe 180 EUR). Erich Buchwald-Zinnwalds weihnachtlicher Farbholzschnitt „Ehre sei Gott in der Höhe“ mit einer dunklen, vom Sternenkranz umfangenen Tanne in verschneiter Winterlandschaft heimste 440 Euro ein (Taxe 240 EUR).

Teuerste Arbeit der älteren Kunst wurde die Federzeichnung eines unbekannten Künstlers aus dem 18. Jahrhundert mit einer Darstellung des heiligen Rochus. Bescheidene 120 Euro reizten angesichts der hohen künstlerischen Qualität des Blattes zu ausgedehntem Wettstreit, der erst bei 3.200 Euro seinen Abschluss fand. Zeichnerisch trat auch Otto Gussmann hervor; sein weiblicher kniender Rückenakt aus dem frühen 20. Jahrhundert konnte sich über 440 Euro ebenfalls nicht beschweren (Taxe 120 EUR). Unter den Skulpturen verdient neben zwei dekorativen Bronzen vor allem Eugène-Henri Dulers aus Sandstein gehauene „Nereide“ wohl von 1945 als ein durchaus achtbares künstlerisches Werk in der Nachfolge Aristide Maillols eine Hervorhebung. Immerhin konnte sich die kleine Figur von 480 Euro auf 2.200 Euro verbessern.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Schmidt Kunstauktionen Dresden

Bautzner Straße 99

DE-01099 Dresden

Telefon:+49 (0351) 81 19 87 87

Telefax:+49 (0351) 81 19 87 88

E-Mail: mail@schmidt-auktionen.de



05.10.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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13.09.2014, Auktion 41: Bildende Kunst des 17.-21. Jahrhundert

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Der heilige Rochus, wohl 18. Jahrhundert
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Hans Unger, Portrait einer Dame mit Perlenkette, um 1915
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Robert Hermann Sterl, Bildnis eines bärtigen Herrn, 1884
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Hanns Oehme, Doppelportrait des Künstlers mit seiner Ehefrau Ruth,
 1928
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Robert Hermann Sterl, Bildnis eines bärtigen Herrn, 1884

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