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Die Ausstellung „Pompeji. Götter, Mythen, Menschen“ im Hamburger Bucerius Kunst Forum veranschaulicht das Leben im untergegangenen Pompeji am Beispiel eines prachtvollen Stadtpalastes

Das Haus der Schönen Künste



Hochzeit von Zephyros und Chloris, um 50-79 n.Chr.

Hochzeit von Zephyros und Chloris, um 50-79 n.Chr.

An einer der wichtigsten Kreuzungen der untergegangenen Stadt Pompeji, der Via dell’ Abbondanza und der Via Stabiana, lag der prächtige Palast Casa del Citarista der einflussreichen Familie der Popidier. Beim Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 n. Chr. wurde die rund 10.000 Einwohner große Stadt nahezu komplett ausgelöscht. Heute gehört ein Besuch der archäologischen Stätte am Golf von Neapel zum Pflichtprogramm eines jeden Italien-Reisenden. Wer es jedoch nicht dorthin schafft, dem sei ein Besuch der Ausstellung „Pompeji. Götter, Mythen, Menschen“ im Bucerius Kunst Forum in Hamburg empfohlen. Rund 80 Leihgaben aus dem Archäologischen Nationalmuseum Neapel geben einen Überblick über die architektonischen Vorlieben, den Wohlstand und den Kunstsinn der Eliten Pompejis. Das Besondere an der Schau: In ihrem Zentrum steht beispielhaft die Rekonstruktion der Casa del Citarista mit ihren Atrien und Säulenhöfen, den Wandmalereien, Statuen, Fresken, Bronzen und Marmorbildnissen.


„Wir haben das Haus auch deshalb ausgesucht, weil wir nicht nur qualitätvolle Ausstellungsmerkmale wie Skulpturen und Marmor haben, sondern weil wir auch über diese Familie sehr viel wissen“, erläutert Andreas Hoffmann, der die sehenswerte Schau zusammen mit Valeria Sampaolo aus Neapel kuratiert hat. Die alteingesessene Familie der Popidier legte den Grundstein für den Stadtpalast um 300 v. Chr. Das multifunktionale Haus mit seinen vielen Läden, Werkstätten und Tavernen wurde über fast 400 Jahre hinweg immer wieder durch An- und Umbauten erweitert. Die Mitglieder der Familie, die als überaus kunstsinnig galt, übten hohe politische Ämter aus und traten als Stifter und Wohltäter auf.

Herzstück der Hamburger Ausstellung ist der zentrale Innenhof der Casa del Citarista, das so genannte Peristyl. In diesem gartenartigen Säulenhof fanden sich Skulpturen, bronzene Wasserspeier in Form von Jagdtieren, aber auch Reliefs mit Darstellungen aus der dionysischen Welt zum Thema Wein und Natur. Der gesamte Komplex des fast 3.000 Quadratmeter umfassenden Stadtpalais’ war mit Wandmalereien ausgestattet. Darstellungen von Götterpaaren, mythische Szenen und Erzählungen etwa aus dem Trojanischen Krieg boten während der abendlichen Tafelrunden den Anlass für gepflegte Konversationen. Mars und Venus, das Urteil des Paris, Leda und der Schwan oder die Iphigenie auf Tauris gehören zu den allseits bekannten Motiven.

Mit Mitteln der Zeit-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius konnten jetzt etliche wichtige Fresken, ein Mosaik und eine Statuette restauriert werden. Bei den Wandmalereien aus der Vesuvregion unterscheidet man heute die „Vier Stile“ mit unterschiedlichen künstlerischen Ausprägungen von der einfachen Marmorimitation über ägyptische Szenen, Trompe-l’œil-Gemälden und die perspektivische Wiedergabe von Architekturmotiven bis hin zu figurenreichen Mythendarstellungen. Im ersten Obergeschoss werden diese vier Entwicklungsstufen anhand beeindruckender Exponate nebeneinander präsentiert.

Einen der Höhepunkte der Schau bildet die Bronzeskulptur des jungen Gottes Apoll als Khitara-Spieler, der dem Stadtpalais seinen Namen gab. Auch diese Figur steht symptomatisch für den Kunstsinn, die Kultiviertheit und die soziale Stellung der Bewohner der Casa del Citarista. Die Ausstellung „Pompeji. Götter, Mythen, Menschen“ kommt also nicht als langweilige Aneinanderreihung archäologischer Funde daher, sondern als der gelungene Versuch, Skulpturen, Reliefs, Mosaiken und Wandmalereien in einem rekonstruierten Wohn- und Repräsentationsambiente erfahrbar zu machen. Andreas Hoffmann: „Wir haben versucht, alle Objekte an ihrem originalen Standort zu präsentieren.“

Die Ausstellung „Pompeji. Götter, Mythen, Menschen“ läuft vom 27. September bis zum 11. Januar 2015. Das Bucerius Kunst Forum Hamburg hat täglich von 11 bis 19 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 21 Uhr geöffnet. An Heiligabend bleibt das Haus geschlossen, an Silvester ist es bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist er frei. Der Katalog ist im Hirmer Verlag erschienen und kostet in der Ausstellung 29 Euro, im Buchhandel 39,90 Euro.

Kontakt:

Bucerius Kunst Forum

Alter Wall 12

DE-20457 Hamburg

Telefon:+49 (040) 360 996 0

Telefax:+49 (040) 360 996 36

E-Mail: info@buceriuskunstforum.de



28.09.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Nicole Büsing & Heiko Klaas

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Statue des Apollon Kitharoedus, spätes 1. Jahrhundert v. Chr.

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Hochzeit von Zephyros und Chloris, um 50-79 n.Chr.

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