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Im Park von Schloss Mainberg bei Schweinfurt, 1874  / Hans Thoma

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Aktuellzum Archiv:Auktions-Vorbericht

Murano-Glas und Design bei Quittenbaum in München

Bequem sitzen auf Latexstacheln



Fulvio Bianconi, Vase „A macchie“, 1950

Fulvio Bianconi, Vase „A macchie“, 1950

Italienische Dominanz kennzeichnet die kommende Versteigerung von Design und Murano-Glas bei Quittenbaum in München. In letzterer Disziplin, die am 24. September die Mitte der auf drei Tage verteilten Auktionsserie bildet, ist dies natürlich kein Wunder, waren es doch hauptsächlich Gestalter aus dem näheren und weiteren Umfeld der venezianischen Inselgruppe, die für die dort beheimateten Traditionswerkstätten entwarfen. Erstaunlich ist freilich der enorme Schätzpreis, den eine Vase Fulvio Bianconis aus dem Jahr 1950 trägt. Ob seiner Seltenheit wird das mit kobaltblauen und violetten Fleckenaufschmelzungen geschmückte Gefäß mit der Bezeichnung „a macchie“ bei stolzen 50.000 bis 70.000 Euro gehandelt. 15.000 bis 20.000 Euro soll ein etwas jüngeres, vierkantiges Stück namens „Scozzese“ desselben Meisters kosten, das rundum mit diagonal verlaufenden Farbflächen verziert ist.


Die ältesten Murano-Arbeiten bei Quittenbaum gehen noch auf das 16. und 17. Jahrhundert zurück. Charakteristisch sind die damals entstandenen Arbeiten wie ein breiter Deckelpokal „Filigrana a reticello“ (Taxe 4.000 bis 5.000 EUR) oder ein runder Teller „A canne di filigrana ed incalmo“ für ihre spiralförmigen weißen Bandeinschmelzungen (Taxe 4.800 bis 5.500 EUR). Zu den Berühmtheiten des 20. Jahrhunderts gehörte Carlo Scarpa, der mit einigen schlicht-monochromen und in den Umrissformen klassisch zu nennenden Glasarbeiten der 1930er Jahre für bis zu 4.500 Euro vertreten ist. Ferner stammt von ihm eine glockenförmige Vase aus der Zeit um 1940. Auffällig ist hier der unregelmäßige Kerbschnitt, der der grünlichen Farbfläche ihre Struktur verleiht (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR).

Bunter wird es mit Ercole Barovier, etwa seiner gelben, bandartig verzierten Vase „Tessere ambra“ von 1957 (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR) oder der „Rotellato“ von circa 1970, die ein wenig an die in jener Zeit recht beliebten Tapetenmuster erinnert (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR). Für Freunde noch ausgefallenerer Objekte hängt eine gut einen Meter lange, „Barchetta“-förmige Deckenleuchte Enrico Capuzzos und Paolo Veninis aus dem Jahr 1958 bereit. An ihrer bemerkenswerten Farbkombination aus Weiß, Rot und Dunkelviolett erfreute sich schon der bekannte Renaissance-Forscher Rodolfo Pallucchini in seinem Schreibzimmer (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR). Klassiker sind Alessandro Pianons niedliche „Pulcini“ in unterschiedlichen Charakterisierungen. Vier dieser Vogelwesen in besonders schönen Ausgaben gibt es jetzt für zusammen 13.000 bis 15.000 Euro.

Ein weiterer italienischer Schätzpreishammer findet sich in der Abteilung „Italienisches Design“, das Quittenbaum zum Auftakt seiner Veranstaltung am 23. September unter die Leute bringen möchte. Dort steht für 35.000 bis 40.000 Euro ein Exemplar von Alessandro Mendinis unverwechselbarem Armlehnsessel „Poltrona di Proust“ in barocken Umrissen und prachtvoller Punktierung bereit. Die Ausführung nach dem Modell von 1978 besorgte das Atelier des Meisters 1996, die Handbemalung seine Tochter Claudia Mendini. Dergleichen individualistische Schöpfungen stellen Gaetano Pesce mit seinem roten Kunststofftisch „Sansone II“ von 1987 (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR) oder Ettore Sottsass mit seinem fast wie konkrete Kunst aufgefassten Sofa zur Verfügung, das er 1982 für die Alcantara Kollektion der Mailänder Gruppe Memphis entworfen hat (Taxe 5.000 bis 7.000 EUR). Dazu macht sich Nanda Vigos ebenfalls geometrisch aufgefasste Stehleuchte „Light tree“ gut, die 1983 nur einmal produziert wurde (Taxe 6.000 bis 7.000 EUR).

Zu den frühesten Arbeiten gehört ein Duo aus Sideboard und Esstisch von Osvaldo Borsani aus den 1930er Jahren. Die fast klassizistische Eleganz der teils skulptural gearbeiteten Stücke resultiert auch aus der zurückhaltenden Farbgebung der ziegenlederbezogenen Holzmöbel aus Gold und Eierschalenweiß (Taxen zwischen 11.000 und 15.000 EUR). Auf den zurückhaltenden Stil der 1950er Jahre verweist ein rechteckiges Sideboard von Ico Parisi mit Nussholzfurnier von 1959 oder das zwischen Boden und Decke einzuspannende Holzregalsystem „LB 7“ von Franco Albini (Taxen je 4.000 bis 5.000 EUR). Glasig wird es noch einmal mit zwei runden Beistelltischen der Mailänder Firma Fontana Arte aus der Zeit um 1960, deren schwarze Glasplatten auf Messingbeinen ruhen (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR). Für originelle Lampenentwürfe zeichnet Andrea Branzi verantwortlich, darunter seine beiden installationsartigen Tischleuchten „Paesaggi“ und „Elisse Paesaggi“ von 1998 für jeweils 6.500 bis 7.000 Euro.

Den Abschluss des Veranstaltungsreigens am 25. September bestreitet eine allgemeine Designauktion, in der sich überwiegend Gängiges der Szene zu erschwinglichen Preisen findet. Hochpreisig wird es mit einem fünfteiligen Ameublement aus Sideboard, Schreib-, Konferenz- und Beistelltisch sowie Papierkorb der Waldecker Mauser-Werke von circa 1954 in elegantem Lackschwarz mit markanter Aluminiumgliederung. Zusammen werden da um die 15.000 bis 17.000 Euro fällig. Auch einige jüngere Erzeugnisse rangieren in etwas höheren Regionen, darunter ein unbetitelter Unikat-Esstisch Otto Wesendoncks mit rechteckiger Glasplatte auf verkupferten Messingbeinen von 1984 für 6.000 bis 7.000 Euro oder Jaro Komons fast grusliger Sofatisch „Myria“ von 2013, der auf spinnartigen Holzbeinen seine urwüchsige Wurzelmaserplatte erhebt (Taxe 10.000 bis 12.000 EUR). Bequem sitzen will auf Craig Morrisons Sofa „Sticky Mashmallow“ von 2000 gelernt sein: Schwarze Latexstacheln pieken dem Benutzer in Rücken und Gesäß (Taxe 4.500 bis 5.000 EUR).

Die Auktion beginnt am 23. September um 18 Uhr mit dem italienischen Design, am 24. September folgt zur gleichen Uhrzeit das Murano-Glas, am 25. September die Design-Auktion. Die Besichtigung ist bis zum 19. September täglich von 10 bis 18 Uhr, am 20. und 21. September von 13 bis 17 Uhr und am 22. September von 10 bis 15 Uhr möglich. Der Katalog listet die Objekte unter www.quittenbaum.de.

Kontakt:

Quittenbaum Kunstauktionen

Theresienstraße 60

DE-80333 München

Telefon:+49 (089) 273 702 125

Telefax:+49 (089) 273 702 122

E-Mail: info@quittenbaum.de



21.09.2014

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Gesamt Treffer 21

Seiten: 1  •  2  •  3

Events (3)Adressen (1)Berichte (1)Kunstwerke (16)

Veranstaltung vom:


23.09.2014, Italienisches Design

Veranstaltung vom:


24.09.2014, Murano Glas

Veranstaltung vom:


25.09.2014, Design

Bei:


Quittenbaum Kunstauktionen

Bericht:


Meditative Blasen

Kunstwerk:

Deckelpokal „Filigrana a reticello“, Murano, 1. Hälfte des 17.
 Jahrhunderts
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Kunstwerk:

Schreibtisch „New York“, Mauser-Werke, Waldeck um 1954
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Kunstwerk:

Sideboard „Olympia“, Mauser-Werke, Waldeck 1954
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Kunstwerk:

Craig Morrison, Sofa „Sticky Mashmallow“, 2000
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Osvaldo Borsani, Esstisch, 1930er Jahre

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Taxe: 11.000 - 13.000 EURO

Losnummer: 302

Ettore Sottsass, Sofa aus der Alcantara-Kollektion, 1982

Ettore Sottsass, Sofa aus der Alcantara-Kollektion, 1982

Taxe: 5.000 - 7.000 EURO

Zuschlag: 5.000,- EURO

Losnummer: 336

 Venedig, Deckelpokal „Filigrana a reticello“, Murano, 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts

Venedig, Deckelpokal „Filigrana a reticello“, Murano, 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts

Taxe: 4.000 - 5.000 EURO

Zuschlag: 5.200,- EURO

Losnummer: 1

Nanda Vigo, Lichtobjekt „Light Tree“, 1983

Nanda Vigo, Lichtobjekt „Light Tree“, 1983

Taxe: 6.000 - 7.000 EURO

Zuschlag: 5.000,- EURO

Losnummer: 337

Alessandro Mendini, Armlehnsessel „Poltrona di Proust“, 1978

Alessandro Mendini, Armlehnsessel „Poltrona di Proust“, 1978

Taxe: 35.000 - 40.000 EURO

Zuschlag: 30.000,- EURO

Losnummer: 45

Osvaldo Borsani, Sideboard, 1930er Jahre

Osvaldo Borsani, Sideboard, 1930er Jahre

Taxe: 13.000 - 15.000 EURO

Losnummer: 301

 Venedig, Teller „A canne di filigrana ed incalmo“, Murano, 16. Jahrhundert

Venedig, Teller „A canne di filigrana ed incalmo“, Murano, 16. Jahrhundert

Taxe: 4.800 - 5.500 EURO

Zuschlag: 11.500,- EURO

Losnummer: 4

Fulvio Bianconi, Vase „Scozzese“, um 1954

Fulvio Bianconi, Vase „Scozzese“, um 1954

Taxe: 15.000 - 20.000 EURO

Zuschlag: 30.000,- EURO

Losnummer: 127

Gaetano Pesce, Tisch „Sansone II“, 1987

Gaetano Pesce, Tisch „Sansone II“, 1987

Taxe: 12.000 - 15.000 EURO

Losnummer: 74

Sideboard „Olympia“, Mauser-Werke, Waldeck 1954

Sideboard „Olympia“, Mauser-Werke, Waldeck 1954

Taxe: 5.500 - 6.000 EURO

Zuschlag: 5.600,- EURO

Losnummer: 92

Carlo Scarpa, Vase „Sommerso a bollicine“, um 1934

Carlo Scarpa, Vase „Sommerso a bollicine“, um 1934

Taxe: 2.500 - 3.000 EURO

Zuschlag: 2.500,- EURO

Losnummer: 74

Otto Wesendonck, Esstisch, 1984

Otto Wesendonck, Esstisch, 1984

Taxe: 6.000 - 7.000 EURO

Losnummer: 235




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